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Neben dem Sujet «50 Jahre Restaurant Krone Wittnau» der Oberen auf dem Limperg ist bereits der Start des Fachtelzugs zu sehen. Foto: Alex Uehlinger, Wittnau

Wittnauer zelebrieren ihre Fasnachtsfeuer

Am Sonntagabend erstrahlten erneut die markanten Feuerzeichen auf dem Wittnauer Homberg und dem Limperg, als die Wittnauer ihre alljährlichen Fasnachtsfeuer zelebrierten. Während die Oberen ihre künstlerischen Darstellungen dem Restaurant Krone in Wittnau widmeten, setzten die Unteren ein Sujet in Verbindung mit dem Bewusstsein für die globale Erwärmung, symbolisiert durch ein Thermometer.

CLAUDIA UEBELMANN

Dazu die Inschrift «Mir händ eini» im Lind. Mit Doppelhinweis zur Krone als Restaurant sowie die Siegeskrone der Oberdörfler. Foto: Alex Uehlinger, WittnauDas milde, wechselhafte, aber dennoch trockene Wetter begleitete am Sonntag die engagierten Teilnehmer des Wittnauer Fasnachtsfeuers, als um 20 Uhr der Böllerschuss über den Homberg hallte – das Zeichen, die Fachteln zu entzünden und die kunstvollen Sujets zu enthüllen. Anschliessend zogen die Oberen und Unteren mit schwingenden Fachteln und dem lauten Schlachtruf «Bürli Bürli Rai ab …» hinunter ins Dorf, wo beide beeindruckenden Darbietungen bewundert werden konnten.
Die Oberen lenkten ihre leuchtenden Kunstwerke in diesem Jahr auf das Restaurant Krone in Wittnau, das seit insgesamt 50 Jahren von der Familie Schmid geführt wird und seit drei Jahrzehnten unter der Bewirtung von Barbara und Michel Schmid steht. Die Unteren hingegen wählten ein Sujet, das in Verbindung mit der globalen Erwärmung steht und innerhalb des Fachtelzugs auf die angestrebte Reduktion des CO2-Ausstosses aufmerksam machte.

Die Gesamtansicht mit allen drei Feuerbildern der Unteren: oben der Thermometer, in der Mitte die Jahreszahl und unten der Schriftzug «CO2». Foto: Alex Uehlinger, WittnauZwei Tage Vorbereitung
Die Vorbereitungen für das beeindruckende Fasnachtsfeuer erstreckten sich über zwei Tage, da die Ober- und Unterdörfer ihre Feuer und Flammenbilder eigenständig organisierten. Dies erforderte die Errichtung rund 20 Meter langer und bis über zehn Meter hoher Holzgerüste für die Flammenbilder, das Binden von Bündeln aus mit Petroleum getränkten Baumwolllumpen sowie die Schaffung imposanter Feuertürme, auch als «Butzer» bekannt. Eine kleine Festwirtschaft sorgte selbstverständlich dafür, dass das zahlreich pilgernde Publikum an den verschiedenen Schauplätzen mit Speisen und Getränken versorgt wurde.

Fachtelzug und «Butzer» der Unterdörfler. Foto: Alex Uehlinger, WittnauIn diesem Jahr verkündeten insgesamt fünf Paare, sowohl im Unter- als auch im Oberdorf, dass sie im vergangenen Jahr den Bund fürs Leben geschlossen haben. Diese Paare agierten als «Anzünder» und spielten eine aktive Rolle in der Organisation. Zusätzlich hatten sie die Ehre, den «Butzer» und die Fackeln an den Sujets zu entzünden und somit zur eindrucksvollen Inszenierung des Wittnauer Fasnachtsfeuers beizutragen.
Das Fasnachtsfeuer verdeutlichte erneut den starken Gemeinschaftssinn und bleibt ein traditionsreiches bereicherndes Ereignis im Wittnauer Veranstaltungskalender.

Bilder
Erstes Bild: Neben dem Sujet «50 Jahre Restaurant Krone Wittnau» der Oberen auf dem Limperg ist bereits der Start des Fachtelzugs zu sehen. Foto: Alex Uehlinger, Wittnau
Zweites Bild: Dazu die Inschrift «Mir händ eini» im Lind. Mit Doppelhinweis zur Krone als Restaurant sowie die Siegeskrone der Oberdörfler. Foto: Alex Uehlinger, Wittnau
Drittes Bild: Die Gesamtansicht mit allen drei Feuerbildern der Unteren: oben der Thermometer, in der Mitte die Jahreszahl und unten der Schriftzug «CO2». Foto: Alex Uehlinger, Wittnau
Viertes Bild: Fachtelzug und «Butzer» der Unterdörfler. Foto: Alex Uehlinger, Wittnau