(clu) Am Sonntagabend, 22. Februar, leuchteten auf dem Limperg und dem Homberg erneut die markanten Feuerzeichen. Mit viel Engagement und Kreativität feierten die Wittnauerinnen und Wittnauer ihr jährliches Fasnachtsfeuer.
Während die «Oberen» das 150-Jahr-Jubiläum der Feldschlösschen Getränke AG thematisierten, widmeten sich die «Unteren» dem aktuellen Thema der künstlichen Intelligenz (KI).
Es versammelten sich zahlreiche Beteiligte und Zuschauerinnen und Zuschauer auf den Hügeln. Punkt 20 Uhr durchbrach ein lauter Böllerschuss die Dunkelheit über dem Homberg – das Startsignal zum Entzünden der Fachteln und zur Enthüllung der kunstvollen Sujets. Kurz darauf zogen Obere und Untere mit ihren brennenden Fachteln und dem traditionellen Ruf «Bürli Bürli Rai ab …» hinunter ins Dorf, wo die eindrucksvollen Feuerbilder aus nächster Nähe bestaunt werden konnten.
Die «Oberen» stellten ihr Werk ganz ins Zeichen des 150-jährigen Bestehens der Feldschlösschen Getränke AG. Mit viel Liebe zum Detail entstand ein Sujet, das dem traditionsreichen Unternehmen gewidmet war. Die «Unteren» griffen mit ihrer Darstellung das
Thema künstliche Intelligenz (KI) auf und setzten damit einen modernen Akzent. Gleichzeitig erinnerten sie mit ihrem Fachtelzug an das 25-jährige Bestehen des Trägervereins Fasnachtsfeuer.
Die Vorbereitungen für das Spektakel nahmen insgesamt zwei Tage in Anspruch. Beide Dorfteile organisierten ihre Aufbauten eigenständig: Es wurden hohe Holzgerüste für die Flammenbilder errichtet, Holzbündel geschnürt und die mächtigen Feuertürme – die sogenannten «Butzer» – aufgebaut. Besondere Bedeutung kam in diesem Jahr zehn Ehepaaren zu, die im vergangenen Jahr geheiratet hatten. Als sogenannte «Anzünder» übernahmen sie eine zentrale Aufgabe: Sie
durften die «Butzer» sowie die Fachteln an den Sujets entzünden und trugen damit wesentlich zur stimmungsvollen Inszenierung bei. Das Wittnauer Fasnachtsfeuer bleibt damit ein fester und identitätsstiftender Bestandteil des Dorflebens – ein Anlass, der Jahr für Jahr den starken Zusammenhalt der Gemeinde sichtbar macht.