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Wegenstettertal: Reformierte Kirche wählt neue Kirchenpflegerin

Wegenstettertal: Reformierte Kirche wählt neue Kirchenpflegerin

(fi) 21 Stimmberechtigte der Reformierten Kirche Wegenstettertal wählten am letzten Sonntag einstimmig Nina Kerker aus Zuzgen in die Kirchenpflege. Sie erklärte sich bei ihrer Vorstellung bereit, sich neben ihren Aufgaben als Gemeinderätin auch aktiv für die reformierte Kirchgemeinde einzusetzen. Und sie sei dafür sehr motiviert.


Mit Nina Kerker konnten die Reformierten überraschend ein Mitglied für eine Leitungsaufgabe gewinnen, das bereits Erfahrungen in der kommunalen Exekutive hat.
Maya Boss aus Zeiningen ist dagegen nach drei Jahren aus gesundheitlichen Gründen als Kirchenpflegerin zurückgetreten. Sie war Vizepräsidentin und Leiterin der Ressorts Freiwillige und Kultur. Sie organisierte und begleitete zahlreiche Veranstaltungen und trug mit ihren Ideen zur spürbaren Belebung der Kirchgemeinde bei, wie Kirchenpflegepräsidentin Ruth Imhof-Moser in ihrer Würdigung sagte. So initiierte sie die Sprachkurse für Ukrainerinnen und stellte zusammen mit Doris Näf den Coffee & Talk Anlass am Freitagmorgen auf die Beine, ebenso Spielnachmittage und einen Stricknachmittag. Sie wird auch weiterhin als Freiwillige in der Kirchgemeinde mitarbeiten, soweit es ihre Gesundheit erlaubt.
Rechnung trotz Steuerrückgang positiv
Der Ressortchef Finanzen, Roger Leuenberger, stellte die Jahresrechnung 2023 vor. Sie schliesst trotz Steuer-Mindereinnahmen von rund 19 500 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 19 525 Franken ab. Dieser ist vor allem dank verschiedenen Minderausgaben zustande gekommen. Aus dem Überschuss gehen Spenden von je 3000 Franken an vier Sozialwerke, nämlich Hope Baden, die Schweiz, Vereinigung Eltern gegen Drogen, die Stiftung Theodora und die Rumänienhilfe Wegenstetten.
Ab September 2024 hat die Kirchgemeinde eine Ausbildungsstelle für Sozialpädagogik geschaffen, die mit Sharon Schiller aus D-Steinen besetzt wird. Sie wird bei der Reliwerkstatt, im Religionsunterricht, in weiteren Kinder- und Jugendangeboten sowie in der Familienarbeit mitwirken. Simon Hohler, Leiter der Juseso Fricktal, wird sie als Ausbildungscoach betreuen. Um die administrative Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Kirche Frick zu realisieren, rief die Kirchgemeinde den Experimentierartikel der Landeskirche an und erhielt Ende 2023 die Bewilligung des Kirchenrates der Reformierten Kirche Aargau.
Verabschiedung Katechetin
Yvonne Blattner arbeitete mit einem Unterbruch seit 24 Jahren als Katechetin in der Gemeinde mit. Sie hat auch den Eltern-Kind-Morgen und das Fiire mit de Chliine geleitet. Sie wurde jetzt pensioniert und mit dem Bedauern der Kirchenpflege verabschiedet. Sie habe mit viel Hingabe und Herzblut mit den Kindern gearbeitet, betonte Präsidentin Ruth Imhof-Moser in ihrer Würdigung. Yvonne Blattner wird in Zukunft als Freiwillige im Seniorenteam mitarbeiten. Ein Dank, garniert mit Zuzger Wein, ging auch an Roger Leuenberger für seine 15-jährige Mitarbeit in der Kirchenpflege.
Bericht aus der Synode
In seinem Bericht über die Synode informierte Fritz Imhof über den Stand der Kirchenreform 26/30 sowie über die Umwandlung des kirchlichen Sozialwerks Heimgärten in eine Stiftung. Ebenso nahm die Synode von einer Senkung des Abopreises der Zeitung «reformiert.» von zehn auf neun Franken Kenntnis. Trotz zunehmendem Pfarrermangel wird die Anzahl der Gottesdienste, die durch Laienpredigerinnen und Laienprediger gehalten werden dürfen, auf zehn pro Jahr begrenzt, kann aber auf begründetes Gesuch hin durch weitere Laienprediger-Gottesdienste erweitert werden. Dies ist vor allem für Gemeinden wichtig, die eine längere Pfarrvakanz aushalten müssen.

Bild: Nina Kerker stellt sich der Kirchgemeindeversammlung vor
Bild 2: Maya Boss tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück
Fotos: zVg