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Impressionen vom Dorffest Wegenstetten. Fotos: Jörn Kerckhoff

Der Fest-gewordene Superlativ: Wegenstetten feiert Jubiläum mit zwei Jahren Verspätung und präsentiert sich aussergewöhnlich

«Absolut wunderbar, mega Spass, perfektes Wetter, grosser Stolz», das waren Worte, mit denen OK-Chef Sascha Gut am Sonntagnachmittag Bilanz zog zum Dorffest in Wegenstetten. Obwohl das Fest nicht wie geplant bereits zum 775. Jahrestag der Gemeinde im Jahr 2021 gefeiert werden konnte, war es Gut gelungen, das gesamte OK zusammen- und die Begeisterung für das Fest im Dorf hochzuhalten. Getreu dem Motto: «alles, ausser gewöhnlich».

JÖRN KERCKHOFF

Es begann mit der Eröffnung am Freitagabend, zu dem auch Regierungsrat Alex Hürzeler erschienen war. Nun könnte man meinen, die Begeisterung für das Fest, das coronabedingt um zwei Jahre verschoben werden musste, sei inzwischen abgeflaut – schliesslich wird ein Ort ja nur einmal 775 Jahre alt. Doch ganz im Gegenteil: Zwei Jahre später schien der Stolz auf das, was im Dorf geschaffen wurde, noch grösser zu sein. Und wenn man nicht 775 Jahre feiern kann, dann eben den 777.-Schnapszahl-Geburtstag. Übrigens das einzige Jubiläum, bei dem das so funktioniert – auch das aussergewöhnlich. Es ist ja durchaus üblich, dass es an so einem Fest Geschenke für die Gemeinde gibt, Alex Hürzeler hatte statt eines Geschenkkorbs allerdings ein Versprechen dabei: «Vom Kanton gibt es einen ‹Göttibatze› für die Sanierung des Spielplatzes beim Schulhaus».

Impressionen vom Dorffest Wegenstetten. Foto: Jörn KerckhoffDie Wegenstetter hatten ja schon lange beobachten können, wie die 19 Beizlis und Bars aufgebuat wurden – oder waren selbst daran beteiligt – und wussten so, dass sich das Dorf wirklich mächtig herausputzen würde für den Jubiläumsanlass. Der Besucher, der am Wochenende ganz unvoreingenommen zum Dorffest kam, musste den Machern einfach Respekt zollen. Was in den vier Jahren Vorbereitung alles geschaffen wurde, war wirklich beeindruckend. Und eigentlich viel zu schade, um es nach drei Tagen Festbetrieb wieder abzubauen und zu verschrotten oder einzumotten. Und so erklärte Sascha Gut auch: «Wie werden am 9. und am 16. September jeweils zwischen 9 und 12 Uhr die Dekoration zum Verkauf anbieten. Wer also ein Stück Wegenstetter Dorffest für daheim haben möchte, hat an den beiden Samstagen die Gelegenheit, beim Ausverkauf dabei zu sein.

Und es könnte durchaus sein, dass die Nachfrage gross sein wird. Denn: «Wir hatten mit 12 000 bis 14 000 Besuchern gerechnet, es Impressionen vom Dorffest Wegenstetten. Foto: Jörn Kerckhoffdürften aber tatsächlich etwa 23 000 gewesen sein», so die Schätzung von Sascha Gut. Das übertraf selbst seine kühnsten Erwartungen. Und es sei über alle drei Tage eine sehr friedvolle, schöne Stimmung auf dem Festgelände gewesen. Für das, was OK, Gemeinde, Vereine und Helfer auf die Beine gestellt haben, durfte Gut viele Glückwünsche entgegennehmen. «Es waren schon hunderte, wenn nicht sogar tausende Hände, die ich an diesem Wochenende geschüttelt habe», erklärte er am Sonntag voller Stolz. Gleichzeitig gab sich Die Besucher genossen die Fest-Athmosphäre. Foto: Nadja SoderGut aber auch demütig: «Wir wissen im OK, dass es auch ein wenig Glück braucht und nehmen das mit grosser Dankbarkeit an.»

Bilder: Impressionen vom Dorffest Wegenstetten. Fotos: Jörn Kerckhoff/Nadja Soder