(jk) Um punkt 17.31 Uhr eröffnete OK-Chef Sascha Gut am Freitagabend offiziell das Dorffest in Wegenstetten – zwei Jahre später als geplant. Corona hatte die Wegenstetter zu der Verschiebung gezwungen und so wird an diesem Wochenende nicht das übliche 775-Jahr-Jubiläum sondern das 777-Schnapszahl-Jubiläum gefeiert. Wegenstetten bleibt halt seinem Festmotto «Alles, ausser gewöhnlich» treu.
«Vier Jahre haben die Vorbereitungen für das Fest gedauert, das ist wahrlich olympisch», stellte Sascha Gut in seiner kurzen Begrüssung fest. Und er
stellte ausserdem fest, dass überall auf dem Festgelände im Dorf Höchstleistungen zu sehen seien, die die Vereine, das OK, die Gemeinde und zahlreiche Helfer auf die Beine gestellt hätten. Insgesamt 19 Beizlis und Bars warten an diesem Wochenende auf die Festbesucher. Und tatsächlich haben die Vereine mächtig was auf die Beine gestellt. Der Skiclub lässt sogar eine Gondel über die Strasse schweben.
Damit die vielen Besucher, die bei strahlendem Sonnenschein zur Eröffnung erschienen waren, nicht so lange auf das Freibier warten mussten, das mit dem Feldschlösschen-Sechsspänner gebracht wurde, hatte Sascha Gut auch die beiden anderen Redner, Gemeindeammann Felix Wendelspiess und Regierungsrat Alex Hürzeler, angehalten, sich mit ihren Ansprachen kurz zu halten. Felix Wendelspiess erinnerte an die erste urkundliche Erwähnung von Wegenstetten im Jahr 1246, an die Plünderung während des Dreissigjährigen Kriegs und an andere Ereignisse im Laufe der 777-jährigen Geschichte des Dorfes. Alex Hürzeler hatte für seine Rede nach anderen wichtigen Ereignissen der Geschichte im Jahr 1246 gesucht, war aber nach eigenen Aussagen nicht fündig geworden. Und so erklärte er in seiner Ansprache, dass die Ersterwähnung Wegenstettens somit das wichtigste Ereignis der Weltgeschichte des Jahres 1246 gewesen sei – vielleicht hatte er aber auch bewusst nicht so genau recherchiert.
Egal, die meisten Besucher wollten eh so langsam ihrer Feierlaune freien Lauf lassen. Das OK und der Kinderchor mit seiner Leiterin Tanja Hürbin machten beim Flashmob schon mal vor, wie man das Wochenende feiern kann: tanzend. Gelegenheit dazu gibt es bei zahlreichen Konzerten jede Menge – den Auftakt machte die Guggemusik «Piranhas». Gefeiert wurde am Freitag bis spät in die Nacht, am heutigen Samstag und am Sonntag dürfte es nicht anders sein. Petrus spielt offenbar mit.