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Wölfe und Pfader am Wewölfle (beliebtes Rätsel-Spiel) spielen, unter der Leitung von Piña (Mitte). Foto: zVg

Herbstlager der Pfadi Erdmändli Wallbach – Mit Peter Pan in Nimmerland

(sl) Die Herbstferien sind vorbei und somit auch das Herbst-Lager der Pfadi-Abteilung Erdmännli Wallbach. Das einwöchige Abenteuer, welches am 7. Oktober startete, war abwechslungsreich und unvergesslich.

Nicht nur die Herzen der Leiter und des Küchenteams sind jung geblieben - nein, auch der Hauptprotagonist des Abenteuers wird wohl nie erwachsen werden. Peter Pan ist der einzige Junge, der niemals alt wird, immer spielen will und Regeln sowie Erwachsene verabscheut. Nachfolgend ein Lagerbericht aus der Feder eines «Erdmänndlis»:
«Wie kam es dazu, dass wir statt wie geplant nach Kirchberg BE nach Nimmerland reisten? Gleich zwei Personen brauchten unsere Hilfe auf der magischen Insel. Der magische Kompass von Captain Hook wurde gestohlen wie auch der Feen-Staub-Stein von Tinkerbell, welcher für die Produktion des Feenstaubs verantwortlich ist. Mit Hilfe der verschiedenen Bewohner dieses wundersamen Ortes machten wir uns also daran, die beiden Rätsel zu lösen. Egal ob Geheimschriften entziffern, die anderen Feen strategisch befragen, den Zauber der Meerhexe in Anspruch nehmen oder versuchen, mit Peter Pan zu reden, obwohl er lieber spielen will – die Kinder und Jugendlichen zeigten vollen Einsatz. Selbst als die beiden erwachsenen Leiter Jumper und Piña von Peter Pan entführt wurden, weil dieser ja keine Erwachsenen in seinem Nimmerland will, hatten die Wölfe und die Pfader keine Angst und suchten die beiden Verschwunden mit Erfolg. Neu gefundene Hinweise wurden dabei wie beim Tatort auf einem Krimiboard notiert inklusive Post-Its und Verknüpfungslinien.

Wölfe und Pfader hören zu was Peter Pan, Tinker Bell und Captain Hook erzählen. Foto: zVgDoch natürlich wurde im Nimmerland nicht nur ‹gearbeitet›. Jeder Teil vom Nimmerland hatte andere Abendteuer für uns: Bei den Apachen bastelten wir Windlichter aus alten Gunfi-Gläsern und Mosaiksteinen, bauten kleine Trommeln, konstruierten eigene Traumfänger und knüpften Freundschaftsarmbänder. Um die Meerjungrauen anzulocken, designten wir eigens Batik-Shirts. Die Kinder hatten aber mit dem Eindrehen des T-Shirts den definitiv angenehmeren Teil wie Piña und Calma, welche das Bad kurzfristig in eine Hexenküche verwandelten, um die weissen Shirts bunt zu bekommen. Doch die Ergebnisse waren jeden Aufwand wert. Kaya half den Kindern Brötel-Stecken und Pfeilbogen zu schnitzen, damit sie ihr Taschenmesser auch ordentlich benutzen konnten. Eine Seilbrücke wurde unter der Leitung von Jumper gebaut, was viele noch nie gemacht hatten. Und natürlich gab es auch ein Pouletfeuer mit anschliessendem Sing-Song, welcher - Vida sei Dank - sogar Livemusik hatte.
Apropos Pouletfeuer: Die Küche war der Hammer. Das ganze Lager über durften wir dank Logo, Jessica, Ramon und Stefan nur gutes Essen verzerren. Egal ob essbarer Glitzer im Feenreich, selbstgemachte Nuggets oder Cookies und (alkoholfreie) Cocktails. Es war immer bombastisch und wir blieben nie hungrig zurück. M-E-R-C-I! Natürlich ist hier noch zu erwähnen, dass die Cocktails bei der Disco am bunten Abend angeboten wurden. Und wenn ich schreibe Disco, dann meine ich Disco inklusive Soundanlage und buntem Licht, was vor allem Stefan und seinem technischen Knowhow zu verdanken war. Ebenso ging ein Kino-Abend mit grosser Leinwand auf sein Konto. Diese beiden Highlights gefielen nicht nur den Wölfen und Pfadern.
Und wer sich jetzt denkt, da fehlt noch was, liegt genau richtig. Denn in jedem Pfadilager gibt es Teilnehmer, welche ihren Pfadinamen bekommen. Und demensprechend gratulieren wir hier nochmals offiziell von Herzen! Seit dem Lager sind nun auch Radix, Balu, Rascal und Akoya nicht mehr mit ihrem «normalen Namen» dabei.
Danke an die Eltern, welche uns wieder einmal das Vertrauen entgegengebracht haben, welches für eine Woche Lager nötig ist. Danke an die Teilnehmer, dass sie es vorzogen, eine Woche mit uns statt mit Gamen, Internet und Chillen zu verbringen. Nochmals ein Danke an das Küchenteam. Danke an die Bewohner von Nimmerland, welche uns grösstenteils herzlich willkommen hiessen.
Und zum Schluss: Danke an uns Leiter. Wir haben Nervenstärke, Improvisationstalent, Leidenschaft zur Pfadi, soziale und technische Kompetenzen wie auch eine gewisse Selbstlosigkeit bewiesen. (Wenn man bedenkt, dass wir lieber ein Lager leiten in unseren Ferien, statt nach Malle zu fliegen). Und aus irgendeinem Grund bin ich mir sicher: Ohne uns wäre es nur halb so cool gewesen.
In diesem Sinne wünschen wir noch eine schöne Zeit und vielleicht bis bald an einem Samstag in Wallbach.»

Bilder
Erstes Bild: Wölfe und Pfader am Wewölfle (beliebtes Rätsel-Spiel) spielen, unter der Leitung von Piña (Mitte). Foto: zVg
Zweites Bild: Wölfe und Pfader hören zu was Peter Pan, Tinker Bell und Captain Hook erzählen. Foto: zVg