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Linus Hüsser, Historiker aus Ueken, berichtet über die Kirchengeschichte von Stein und des Fricktals. Foto: zVg

Von Christianisierung bis Bruder-Klaus-Kirche – Röm.-kath. Kirchgemeinde Stein

(fm) Ein Streifzug durch die Kirchengeschichte des Fricktals und des Dorfes Stein. Unter diesem Motto steht der Abend vom Donnerstag, 22. August, im römisch-katholischen Pfarreizentrum in Stein. Der Historiker Linus Hüsser wird die historischen Fakten zum Besten geben. Untermalt wird der Abend mit Geige und Klavier.

Das Münster von Bad Säckingen spielte in der Fricktaler Kirchengeschichte eine zentrale Rolle. Foto: zVg«Aus spätrömischer Zeit erreichen uns erste Hinweise über die Anwesenheit von Christen im Fricktal», erzählt der Historiker Linus Hüsser aus Ueken. Die eigentliche Christianisierung habe jedoch rund 200 Jahre später begonnen, auch mit Hilfe des um das Jahr 600 auf der Säckinger Rheininsel lebenden Missionars Fridolin. Zum Herrschaftsgebiet des an seinem Grab entstandenen Klosters gehörte auch Stein. Hier errichtete das Kloster Säckingen eine Pfarrei mit einer der hl. Christina geweihten Pfarrkirche – ein in Mitteleuropa wenig verbreitetes Patrozinium. Betreut wurde die Pfarrei von einem in Säckingen wohnenden Geistlichen.

Altarblatt in Sisseln mit dem hl. Fridolin. Foto: zVgRegionale und lokale Kirchengeschichte
«Dorf und Pfarrei Stein waren sehr klein, dennoch brachten sie bekannte Geistliche hervor», verrät Linus Hüsser und nennt dabei Johann Haus, der um 1700 als einflussreicher Weihbischof des Bistums Basel wirkte. Zu Beginn des 19. Jh. wurde Stein aargauische Staatspfarrei. Die alte Kirche machte 1823 einem neuen Gotteshaus Platz, das vor 50 Jahren durch die moderne Bruder-Klaus-Kirche ersetzt wurde. Als weiterer Sakralbau stand einst am Weg zur Holzbrücke eine Wegkapelle, über deren Geschichte nur wenig bekannt ist. Der Vortrag gibt – auch mit Hilfe von Bildern – einen Überblick über die regionale und lokale Kirchengeschichte und widmet sich auch den Steiner Sakralbauten.

Iris Ewald-TillnerMusik mit Iris Ewald-Tillner und Jonathan Stich
Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgen Iris Ewald-Tillner, eine gebürtige Steinerin, und Jonathan Stich. Sie konzertieren seit mehr als 15 Jahren zusammen. Das Duo hat ein buntes Programm ausgewählt mit lyrischen, klangvollen Stücken für Violine und Klavier, darunter eine Eigenkomposition von Jonathan Stich, sowie Werke u. A. von A. Dvorak, Korngold und Samuel Barber.

ohnathan StichDer Vortrags- und Konzertabend beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Der Abend findet im Rahmen des 50-Jahre-Jubiläums des römisch-katholischen Pfarreizentrums in Stein statt.

 www.rkeiken-stein.ch 

Bilder
Erstes Bild: Linus Hüsser, Historiker aus Ueken, berichtet über die Kirchengeschichte von Stein und des Fricktals. Foto: zVg
Zweites Bild: Das Münster von Bad Säckingen spielte in der Fricktaler Kirchengeschichte eine zentrale Rolle. Foto: zVg
Drittes Bild: Altarblatt in Sisseln mit dem hl. Fridolin. Foto: zVg
Viertes und fünftes Bild: Iris Ewald-Tillner und Johnathan Stich werden den Abend mit Geige und Klavier begleiten. Fotos: zVg