(eing.) Auch in diesem Jahr sammelt die Bibelgemeinde Stein-Säckingen in Zusammenarbeit mit dem Missionswerk Friedensbote Weihnachtspäckli für Bedürftige.
Per Lastwagen werden die Päckli in die Länder der ehemaligen Sowjetunion gefahren und dort gezielt an bedürftige und in Armut lebende Menschen verteilt. Im vergangenen Jahr fanden 170 Päckli von Stein-Säckingen aus den Weg in die Ukraine und nach Moldawien.
Ein Bericht aus Charkiw: «Weihnachtspäckli sind ein Strahl der Liebe in das von Kriegswirren geplagte Land. In der Ukraine empfing uns Finsternis, denn durch die ständigen Raketenangriffe brach immer wieder die Stromversorgung zusammen. Ein sehr düsteres Bild: Dunkelheit überall, Menschen, die nach Holz suchten, um irgendwie zu heizen, Soldaten, Verteidigungsbunker, Anzeigen für Grabschmuck und Särge, auf den Strassen kaum Männer, hauptsächlich Frauen und Kinder. Viele Menschen benötigten das Elementarste, denn die Lebensmittel in den Geschäften waren rasant ausverkauft und weitere Lebensmittellieferungen waren durch die Kämpfe unmöglich. Alle Betriebe wurden praktisch von einem Tag auf den anderen stillgelegt, sodass die Arbeitnehmer arbeitslos und mittellos wurden. Manchmal weiss man nicht, was man sagen soll.
Mitten in diese Zerstörung brachten Weihnachtspäckchen ein Stück Hoffnung. Für manche Kinder ist es das einzige Geschenk im Jahr. Sie bereiteten den Kindern riesige Freude. Lebensmittelpakete für die vielen Notleidenden waren eine grosse Hilfe, auch persönliche Hilfsgüter wurden überreicht.»
Ein Bericht aus Cherson: «Eine Frau berichtete uns, dass eine Mine im Hof neben dem Haus und zwei weitere in unmittelbarer Nähe im Garten explodierten. Wie ein Wunder gelang es ihr und ihrem Mann, sich im Keller zu verstecken. Es war entsetzlich, dieser verstörten und verzweifelten Frau zuzuhören, wie ihr Haus zerstört worden sei und sie nicht wussten, wie es weiter gehen soll. Sie sind beide fast 80 Jahre alt.
Manchmal werden wir gefragt, warum diese Menschen sich nicht in Sicherheit bringen. Aber wohin sollen 80-Jährige gehen? Wie sollen sie dort überleben? Es ist leichter gesagt als getan. Deshalb bleiben sie und hoffen, irgendwie zu überleben.
Es ist schwer, diese Erkenntnis zu verkraften, dass man machtlos ist und die notleidenden Menschen nicht schützen kann».
Hinweise für die Päckli können auf www.bibelgemeinde.ch nachgelesen oder erfragt werden. Die Päckli können an folgenden Daten in der Bibelgemeinde Stein-Säckingen, Zürcherstrasse 4, 4332 Stein abgegeben werden: Montag, 6. und 13. November, 18 bis 19 Uhr, Mittwoch, 8. und 15. November, 16 bis 17 Uhr,
Freitag, 10. und 17. November, 8.30 bis 9.30 Uhr, Samstag, 11. und 18. November, 10.30 bis 11.30 Uhr.
Am Samstag, 11. November, um 17 Uhr sind alle Interessierten zu einem Bericht mit Bildern, welcher Einblick in die Situation der Empfänger und die Arbeit des Missionswerks Friedensbote gibt, herzlich eingeladen. Foto: zVg