(mh) Bei strahlendem Sonnenschein mit unbekanntem Ziel besammelten sich die Theater-Spielleute Sisseln letzten Samstag punkt 7 Uhr zur zweitägigen Vereinsreise. Die Teilnehmer mussten laut Einladung lediglich beste Laune, gute und bequeme Schuhe sowie Appetit mitbringen. Alle waren natürlich sehr gespannt, wohin uns die Reise führen würde.
Ein erstes Geheimnis wurde nach einer einstündigen Fahrt mit dem Kaffeehalt im Café Koller in Schenkon gelüftet. Das zweite Geheimnis lüftete sich auf dem Glaubenberg. Bei einer sehr interessanten, fast zweistündigen Moorlandschaftsführung mit anschließendem Apéro erfuhren die Spielleute einiges über die typische Flysch-Moorlandschaft. Die Moorlandschaft Glaubenberg erstreckt sich zwischen der Pilatuskette im Norden und dem Glaubenbielenpass im Süden über 130 km2 und ist somit die größte Moorlandschaft der Schweiz. Sie erhält ihre Schönheit durch das vielfältige Mosaik aus Flach- und Hochmooren, Wald, Gehölzen und Zwergstrauchbeständen. Im Anschluss wurden die Reisenden mit feinen Älplermagronen und einem Dessert im Bergrestaurant Schwendi Kaltbad verwöhnt.
Mit vollen Bäuchen fuhr Chauffeur Stefan die Gruppe zum nächsten Treffpunkt in Sarnen. Eine gemütliche Kutschenfahrt zur originellen „Führung bei Edy von Wyl“ stand auf dem Programm. Alle waren sehr überrascht was sie dort erwartete. Für alle Nostalgiker ein wahres Paradies. Der Gastgeber wusste so viel zu erzählen, dass die Gruppe leider nicht alles bis zu Ende hören konnten. Die gemütliche Rückfahrt mit der Kutsche bei wunderschönem Wetter haben alle sehr genossen. Die Weiterfahrt mit dem Bus führte nach Flüeli-Ranft. Im Hotel Paxmontana durften die Spielleute ihre Zimmer beziehen. Nach dem abendlichen Gaumenschmaus liessen einige den restlichen Abend in der hoteleigenen Bar ausklingen.
Nach dem Frühstück wohnte die Gruppe einer Führung durch das im Jahre 1896 im Jugendstil erbauten Hotel bei. Das einzigartige unter Denkmalschutz stehende Hotel liegt freistehend auf einer Hügelkuppe mit herrlichem Rundblick auf den Sarnersee und die Obwaldner Berge. Der nächste Programmpunkt war der geführte Bruder Klaus Rundgang. Die Zeitreise in die Vergangenheit bot einen eindrücklichen Einblick in die Jahre 1417 bis 1487 als Niklaus von Flüe in unmittelbarer Nähe seinen Geburtsort, Lebens- und Wirkungsstätte, der Ranft hatte. Und wo Niklaus alias Bruder Klaus zum Schluss 20 Jahre als Einsiedler lebte.
Ein spätes Mittagessen im Restaurant Zollhaus in Giswil genossen die Reisenden auf der Sonnenterrasse. Mit guter Musik und bester Laune kamen alle wohlauf in Sisseln an. Eine unvergessliche Reise mit vielen verschiedenen Eindrücken wird allen noch lange in Erinnerung bleiben