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Der Orchestervereins Rheinfelden (OVR) und die norwegische Sopranistin Gry Elisabeth Knudsen. Foto: zVg

Zauberhafte Klänge aus Skandinavien – «Sommerlichen Abendmusiken» in Rheinfelden

(jwr) Jeweils am letzten Samstag im August finden in der reformierten Kirche Rheinfelden die «Sommerlichen Abendmusiken» statt. Dieses Jahr standen die fünf Kurzkonzerte unter dem Titel «nordische Musik».

Das Thema war zu Ehren der aus Norwegen stammenden Kirchenmusikerin der Reformierten Kirche Region Rheinfelden, Nina Haugen, gewählt worden, die bald ihr 30-Jahre-Dienstjubiläum feiert. Dies erläuterte Kirchenpflegerin und Violinistin Ursula Schnepp bei der Begrüssung des Publikums. Kurz darauf war sie selbst im Einsatz, nämlich als Konzertmeisterin des Orchestervereins Rheinfelden (OVR). Unter der Leitung von Clara Kost spielten Streicher:innen des Orchesters beider Rheinfelden Werke von Edvard Grieg (1843-1907), darunter Ausschnitte aus den bekannten Peer-Gynt-Suiten, und nahmen das Publikum spielerisch mit in eine märchenhafte, romantische Klangwelt. «Special Guest» beim letzten Stück war die norwegische Sopranistin Gry Elisabeth Knudsen, die mit «Solveigs Lied» berührte.

Valerian Alfaré und Assel Abilseitova. Foto: zVgAuch Valerian Alfaré hatte für sein Kurzkonzert den norwegischen Komponisten Edvard Grieg ausgesucht: Mit den warmen Tönen seines Euphoniums und der Trompete interpretierte er die Geschichte von «Haugtussa», ursprünglich ein Liederzyklus, der die Liebesgeschichte eines Hirtenmädchens erzählt. Begleitet wurde er dabei von der Pianistin Assel Abilseitova, die anschliessend ein Soloprogramm präsentierte. In ihrer Einführung berichtete sie von ihrer Entdeckungsreise in die Welt der skandinavischen Musik und führte die Zuhörenden dann virtuos und ausdrucksvoll durch einen Reigen von Werken finnischer und norwegischer Komponisten und ja, auch Komponistinnen, darunter die 1993 geborene Sigrid Anita Haugen.

Rani Orenstein und Gry Knudsen. Foto: zVgZu einer Überraschung kam es im 4. Kurzkonzert. Die schwedische Sopranistin Jenny Högström hatte ihren Auftritt am Vormittag wegen einer Erkrankung absagen müssen. Kurzfristig war Gry Knudsen angefragt worden, ob sie bereit wäre, einige norwegische Lieder zu singen. Tatsächlich stellten Pianist Rani Orenstein und Gry Knudsen, die sich bisher nicht kannten, innerhalb von knapp zwei Stunden ein gemeinsames Programm zusammen. Was dabei herauskam, begeisterte. Das kunstfertige, einfühlsame Klavierspiel und der ausdrucksstarke Gesang verbanden sich perfekt. Und nicht zuletzt die Aufführung zweier Kirchenlieder, deren Melodien norwegischem Volksgut entstammen, gingen unter die Haut.

Nina Haugen und Ensemble. Foto: zVgDas Finale war Nina Haugen vorbehalten, durch die die Anwesenden noch in den Genuss einer anderen, zeitgenössischen Facette skandinavischer Musik kamen: Moderne, sakrale Chorstücke von Sigvald Tveit (gestorben 2019), von Nina Haugen arrangiert für Saxophon (Frank Brogli), Orgel (Nina Haugen) und Schlagzeug (Christian Brunner). Zwei eigene Kompositionen der kreativen Kirchenmusikerin, die gerne verschiedene Stilelemente verbindet, rundeten die «Sommerlichen Abendmusiken» ab. Nach ihrem «Polar-Tango» wurde eine Zugabe eingefordert.
Getanzt wurde dann doch nicht mehr, aber äusserst beschwingt strömten die Besucherinnen und Besucher in den Anbau der Kirche, wo ein Apéro mit nordischen Spezialitäten wartete.

Bilder
Erstes Bild: Der Orchestervereins Rheinfelden (OVR) und die norwegische Sopranistin Gry Elisabeth Knudsen. Foto: zVg
Zweites Bild: Valerian Alfaré und Assel Abilseitova. Foto: zVg
Drittes Bild: Rani Orenstein und Gry Knudsen. Foto: zVg
Viertes Bild: Nina Haugen und Ensemble. Foto: zVg