(pd) Mit einem Bilanzgewinn in Höhe von 4,62 Mio. € (Vorjahr 4,85 Mio. €) hat die städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH Rheinfelden DE im zurückliegenden Geschäftsjahr abermals ein herausragendes Ergebnis erzielt und ihre besondere Marktstellung behauptet.
Bei der Vorstellung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2023 erläuterten Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnbau, der stellv. Aufsichtsratsvorsitzende Paul Renz und Wohnbau-Geschäftsführer Markus Schwamm, wie die gesamte Region Rheinfeldens (Baden) von der Re-Investition dieser Gewinne profitieren wird.
«Mit einem Jahresüberschuss in Höhe von rund 4,62 Mio. € ist es uns auch im überaus anspruchsvollen Geschäftsjahr 2023 gelungen, die Städtische Wohnungsbaugesellschaft auf ihrem erfolgreichen Kurs zu halten», so Geschäftsführer Markus Schwamm anlässlich der Vorstellung der Zahlen. «Die erwirtschafteten Gewinne werden wir – wie auch in den Vorjahren – zu 100 Prozent dazu nutzen, die auf Hochtouren laufende Wohnbau- und Sanierungsoffensive in Rheinfelden (Baden) engagiert fortzusetzen und voranzutreiben», ergänzte Oberbürgermeister Eberhardt. Schliesslich werde insbesondere bezahlbarer Wohnraum in Rheinfelden (Baden) nach wie vor dringend gebraucht. «Gleichzeitig konnte die Eigenkapitalquote von 36,9 % auf beachtliche 39,6 % gesteigert werden, was eine ordentliche Grundlage auch für eine zukünftige aktive Geschäftspolitik darstellt», ergänzt Paul Renz als stellv. Aufsichtsratsvorsitzender.
«Wir freuen uns daher sehr, dass wir mit den erfolgreichen Ergebnissen des zurückliegenden Geschäftsjahres eine solide Basis geschaffen haben, um auch in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiterhin mit Hochdruck in neuen Mietwohnraum in Rheinfelden (Baden) sowie in die dringend notwendigen Bestandsanpassungen zu investieren», betonten Oberbürgermeister Eberhardt und Geschäftsführer Markus Schwamm anlässlich der Pressekonferenz.
Die Bilanzsumme und das Anlagevermögen wurden erneut gesteigert. Trotz grosser Investitionen in Höhe von 11 Mio. € sind die Verbindlichkeiten im Berichtsjahr nur geringfügig von 65,4 Mio. € auf 65,7 Mio. € angestiegen. «Durch sparsames Wirtschaften mit einem kleinen überschaubaren Personalstamm leistet unsere Wohnbau unter der Führung von Geschäftsführer Markus Schwamm seit Jahren hervorragende Arbeit», so Oberbürgermeister Eberhardt. «Das macht mich als bald ausscheidendes Aufsichtsratsmitglied stolz», ergänzt Paul Renz. Die Fluktuationsrate sei mit 6,3 % weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau, was einerseits für die hohe Akzeptanz der Mietwohnungen spreche, andererseits aber auch die Möglichkeiten einschränke, bestehende Wohnungen neu zu vergeben.
Wohnraum- und Sanierungsoffensive läuft auf Hochtouren – weitere 93 geförderte Wohnungen bis 2026
Bis 2026 werden durch das gemeinsame Engagement von Stadt und Wohnbau plangemäss 239 neue Mietwohnungen entstehen. 146 hiervon sind bereits fertiggestellt und bezogen, 93 weitere Wohnungen befinden sich in der Umsetzung. «Mit 152 geförderten Wohnungen erstellen wir 63 % hiervon im öffentlich geförderten Wohnraumsegment. Diese werden wirtschaftlich benachteiligten Personen mit Mieten, die rund 33 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, zur Verfügung gestellt», fasst Oberbürgermeister Klaus Eberhardt die aktuell realisierten und laufenden ehrgeizigen Bauaktivitäten von Stadt und Wohnbau zusammen. Trotz und gerade in Anbetracht eines regelrechten Einbruchs auf dem Immobilienmarkt müsse die Wohnbau antizyklisch investieren, um dem nach wie vor bestehenden grossen Bedarf nach Wohnraum in Rheinfelden (Baden) gerecht werden zu können. «Durch unsere aktive Bau- und Geschäftspolitik wird der städtische Mietwohnungsbestand in kurzer Zeit um 239 Wohnungen (mehr als 12 % des Gesamtwohnungsbestands) gesteigert werden, was sich auch überregional sehen lassen kann», erklärt Oberbürgermeister Eberhardt. «Dies ist nur ein kleiner Bestandteil einer gelungenen Geschäftspolitik und zeigt die Schlagkraft unserer Wohnbau», so Eber-hardt weiter.
Nachhaltigkeit im Fokus aller Projektentwicklungen
Sei es bei Neubauten oder im Rahmen von Sanierungen und Modernisierungen des über 2.000 Wohnungen umfassenden städtischen Immobilienbestands: Die nachhaltige Projektentwicklung steht für Stadt und Wohnbau ebenso im Fokus, wie eine möglichst umweltverträgliche Bewirtschaftung des Immobilienbestands. «Eine grosse Rolle spielt hierbei schon heute die Nutzung industrieller Abwärme», erläuterte Geschäftsführer Schwamm. Bereits heute sind im Quartier Grendelmatt und Römerstrasse rund 700 Wohnungen an die umweltverträgliche Wärmeversorgung über industrielle Abwärme angeschlossen Der Anschluss der ersten Wohnungen erfolgte bereits 2019. Im Jahr 2023 wurden im Quartier Werderstrasse bei weiteren 32 Bestandsgebäuden mit 230 Wohnungen die Leitungsverlegung bis zu den Häusern vollzogen.
«Zusätzlich zur schrittweisen Umstellung des Gebäudebestands ist diese umweltverträgliche Wärmeversorgung für alle derzeit im Bau befindlichen Neubauwohnungen – immerhin weitere 93 öffentlich geförderte Wohnungen – vorgesehen», so der Oberbürgermeister.
Dadurch könne künftig in mehr als 1000 Wohnungen auf die Verbrennung fossiler Energieträger verzichtet werden. Das Ziel, den städtischen Gebäudebestand bis spätestens zum Jahr 2040 rechnerisch emissionsfrei betreiben zu können, sei mit dieser und anderen Formen regenerativer Energien in greifbarer Nähe, auch wenn diesbezüglich noch ein weiter Weg zu gehen sei, resümmiert der Oberbürgermeister zuversichtlich. «Unsere Wohnbau ist ein wichtiger Partner für die Klimawende und die Stadtentwicklung», fasst der Oberbürgermeister zusammen.
Neben der stetigen Umstellung der Wärme- und Stromversorgung auf erneuerbare Energieträger setzt die Wohnbau selbstverständlich auch weiterhin auf die stetige und engagierte Sanierung ihres Immobilienbestands. Sowohl in diesem Bereich als auch im Neubausektor wird daher auf die Erzielung eines unter wirtschaftlich darstellbaren Bedingungen möglichst grossen Effizienzgrades der Immobilien geachtet. Durch gezielte Sanierungen der Fassaden, Dächer und Heizsysteme wird auch die Gebäudeeffizienz im Bestandsbereich kontinuierlich verbessert. Allein für die aktuell in der Realisierung befindliche Grosssanierungen einer Seniorenanlage in der Müssmattstrasse mit 74 Wohnungen sowie die Sanierung der Werderstrasse 32/34 mit 18 Wohnungen, veranschlagt die Wohnbau eine geschätzte Investitionssumme in Höhe von rund 8,1 Mio. €. Hier werden die beiden Anlagen vom Energieverbrauchskennwert 130 khW (m² pro Jahr) auf KfW 80-Standard und von Energieverbrauchskennwert 210 khW (m² pro Jahr) auf KfW 70-Standard erheblich verbessert. «Neben den Klimazielen profitieren hier unsere Mieter erheblich in Form von einem höheren Wohnkomfort und dauerhaft niedrigeren Energiekosten», fasst der Geschäftsführer Markus Schwamm zusammen. Im Bereich von Neubau, Instandhaltung und Sanierung investiert das Wohnbauunternehmen im Berichts-jahr 2023 insgesamt rund 11 Millionen Euro.
Darüber hinaus spielen bei den Projektentwicklungen der Wohnbau selbstverständlich auch zahlreiche andere Faktoren der nachhaltigen Projektentwicklung (möglichst geringe Versiegelung natürlicher Flächen sowie Einbindung von Photovoltaik) eine Rolle. Welche Aspekte der Nachhaltigkeit eine besonders grosse Rolle spielen, welche gesteckten Ziele bereits erreicht wurden und welche künftigen Pläne sich Team und die Geschäftsführung für die weitere Dekarbonisierung des städtischen Gebäudebestands gesteckt haben, ist auch im diesjährig erstmals erschienenen Nachhaltigkeitsbericht der Wohnbau Rheinfelden nachzulesen. «Die Inhalte des Nachhaltigkeitsberichtes werden wir Ihnen in den nächsten Wochen ergänzend vorstellen», so Geschäftsführer Schwamm.
Millionenbeträge für den örtlichen Immobilienmarkt
«Um dem grossen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in unserer schönen Stadt gerecht zu werden, setzen wir auch weiterhin auf die engagierte Schaffung neuen Wohnraums», so Geschäftsführer Schwamm. «Dafür ist der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Gewinn in Höhe von 4,62 Millionen Euro unerlässlich und eine wichtige Basis, da für den Erhalt von Fördermitteln für den sozialen Wohnungsbau ein Eigenkapitalanteil von 20 % erforderlich ist.»
Oberbürgermeister Klaus Eberhardt ergänzt: «Durch die Vergabe unserer Aufträge an vorwiegend regionale Handwerker und Dienstleister stellen wir sicher, dass das erwirtschaftete Kapital auch wieder zurück in den Wirtschaftsstandort Rheinfelden (Baden) fliesst. In den kommenden Jahren werden wir die Investitionen in Neubau, Sanierung und Modernisierung noch einmal steigern.» «Die Wirtschaftspläne sehen auch für das Jahr 2024 und 2025 Investitionen von mindestens 20 Mio. Euro vor», fasst Paul Renz zusammen. Das ist ein kleines regionales Konjunkturpaket und sichert und stützt die Gewerbesteuereinnahmen. Auch ist die Wohnbau selbst durch die erfolgreiche Geschäftstätigkeit ein namhaften Gewerbesteuerzahler,. Im Jahr 2023 wurden rund 556'000 € an die Stadt Rheinfelden überwiesen. Das schwierige Jahr 2023 mit den auf äusseren Einflüssen zurückgeführten stark gestiegenen Energiekosten konnte gut verarbeitet werden, die entsprechenden Nebenkostenabrechnungen sind bereits bearbeitet und für das Jahr 2024 und 2025 konnte die Geschäftsführung durch kluges Handeln sehr attraktive Konditionen für die Gaslieferungen für ihre Mieter vereinbaren. Auch haben der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 keine Mieterhöhungen als eines der wenigen Unternehmen durchgeführt und das obwohl stark gestiegener eigener Kosten durch die Inflation. «Das ist vorbildlich und ein weiterer Beleg für umsichtiges und weitsichtiges Handeln», so Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. «Die vorliegenden Geschäftszahlen für das Jahr 2023 sind zum einen ein Beleg unserer konzentrierten, professionellen und zielstrebigen Arbeit – das bezieht sich natürlich auf das ganze Team der Wohnbau», so Geschäftsführer Schwamm abschliessend. «Sie sind zudem aber auch eine klare Bestätigung dafür, unseren beschrittenen Kurs auch in den kommenden Jahren gemeinsam fortzusetzen.»
Abschliessend gibt der Aufsichtsratsvorsitzende Oberbürgermeister Klaus Eberhardt bekannt, dass weitere attraktive Projekte gerade entwickelt, von dem Aufsichtsrat beschlossen und bald vorgestellt werden, um die gemeinsame Sanierungs- und Wohnraumoffensive fortzusetzen.
Der Oberbürgermeister und Paul Renz halten abschliessend fest: «Unsere Wohnbau läuft vor-bildlich auf Hochtouren und ist für die nächsten Jahre gut gerüstet.»
Über die Wohnbau Rheinfelden
Seit 1951 ist die Wohnbau Rheinfelden das führende Wohnungsunternehmen in Rheinfelden (Baden) und als Mitglied des Verbands baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen der professionelle Partner in allen Bereichen rund um das Thema Wohnen. Die Wohnbau betreut über 2000 eigene Wohnungen sowie 900 Garagen und Stellplätze sowie einige andere Objekte, wie einen Kindergarten, eine Sozialstation, ein Stadtmuseum, ein Jugendhaus, eine Tagespflege und ein Restaurant. Die enge und erfolgreiche Kooperation mit den Gesellschaftern, der Stadt Rheinfelden (Baden) als Hauptgesellschafter und der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, bietet Kunden maximale Sicherheit einer seriösen und abgestimmten Zusammenarbeit.