(aw) Am 5. Juni konnte Albi Wuhrmann, Präsident, im Hotel Schiff 35 Vereinsmitglieder und zehn Gäste zur 16. Generalversammlung des Vereins Jakob Strasser, Kunstmaler, begrüssen.
Der Verein engagiert sich seit 2008 für das umfangreiche und für die Region besonders bedeutende Werk des Rheinfelder Künstlers Jakob Strasser (1896-1978), der gemeinsam mit seiner Frau Martha übrigens Ehrenbürger der Stadt Rheinfelden war. Unter anderem wurde eine Werksdokumentation aufgebaut, die Monographie über Jakob Strasser verfasst und herausgegeben sowie 2018 eine umfassende Ausstellung im Kurbrunnen organisiert.
2023 war für den Verein ein besonderes Jahr: Ende Mai konnte die Stiftung Jakob Strasser, Kunstmaler, gegründet werden, in die rund zwei Drittel des vorher in Familienbesitz stehenden künstlerischen Nachlasses von Jakob Strasser eingebracht wurden. Damit konnte ein für Rheinfelden und die Region bedeutendes Kulturerbe langfristig gesichert werden.
Auch nach der Stiftungsgründung bleibt der Verein unverzichtbar. Er arbeitet das Werk Jakob Strassers weiter auf und bringt es der interessierten Öffentlichkeit näher. Wie beispielsweise 2023 im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Schau Rhein» im Fricktaler Museum, wo Werke von Jakob Strasser zum Thema «Rhein» vorgestellt wurden.
Nach den ordentlichen Traktanden, durch die der Präsident routiniert führte, berichtete Paul Oechslin, Präsident der Stiftung, über die bisherige Tätigkeit der Stiftung Jakob Strasser, Kunstmaler. Er dankte der Familie Strasser für die Weitsicht, ihren Anteil am Nachlass ihres Vaters in die Stiftung einzubringen. Und er dankte der Stadt Rheinfelden, weiteren Geldgebern und den Mitgliedern des Vereins Jakob Strasser, welche die für den Aufbau der Stiftung erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt haben.
Im letzten Jahr konnte die Stiftung zwei für die Sammlung bedeutende Werke erwerben und durfte ein weiteres Ölbild als Geschenk entgegennehmen. Die Beschaffung von finanziellen Mitteln ist eine herausfordernde Aufgabe für den Stiftungsrat. Insbesondere die Restaurierung der vielen Kunstwerke ist finanziell herausfordernd. Deshalb ist die steuerbefreite Stiftung weiterhin auf Spenden und Legate angewiesen.
Zum Schluss der Versammlung informierte Claudia Gürtler Subal vom Atelier St. Luc in Allschwil über das wichtige Thema der Bilderrestaurierungen. Ihr Fazit: Auch Bilder haben es verdient, dass man gut zu ihnen schaut und sie hie und da eine Reinigung oder gar eine fachgerechten Restaurierung bekommen. Den interessanten Abend beschloss die Gesellschaft mit einem gediegenen Apéro auf der Terrasse des Restaurants Schiff.