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Rheinfelden: Lesung und Begegnung mit Theo Meyer

(pks) Im Rahmen des Festivals der Kulturen liest der Alt-Nationalrat, Architekt, Menschen- und Afrikafreund Theo Meyer aus seinem Buch, das er nach einem längeren Aufenthalt in einem primitiven Gefängnis in Äthiopien geschrieben hat.


(pks) Im Rahmen des Festivals der Kulturen liest der Alt-Nationalrat, Architekt, Menschen- und Afrikafreund Theo Meyer aus seinem Buch, das er nach einem längeren Aufenthalt in einem primitiven Gefängnis in Äthiopien geschrieben hat. Man stelle sich vor, nach einem Auslandsaufenthalt am Flughafen wird man beim Einchecken am Flughafen verhaftet. Unter einem Vorwand; wegen einer Bagatelle. Und alles ist anders. Textauszug: «So langsam weiss ich, was Hölle bedeutet. Es ist die unmenschliche Überbelegung und damit zusammenhängende Lärmfolter, die einem das Leben schwer macht. Es gibt keinen Platz, wo nicht einer liegt. Sogar tagsüber muss ich mir einen Weg über die überall liegenden Körper machen, wenn ich zu meinem Bett kommen will. …. Hölle muss wahrlich nicht jenseitig sein.»
Aus den Tagebuchnotizen, die der Gefangene während dieses Jahres gemacht hat, ist ein äusserst anschauliches und spannendes Buch geworden. Hautnah erlebt der Leser, wie Beziehungen spielen, Hierarchien entstehen und Machtverhältnisse ausgenutzt werden, beziehungsweise, wie der Autor trotz bester Referenzen im Stich gelassen wird, dann aber auch Freunde hat, die alles mögliche für ihn tun. Sein innerer Reichtum, seine Liebe zu den Menschen und der Glaube an Gott haben ihn durch diese Zeit getragen. Das Buch liest sich mit angehaltenem Atem und Gottseidank endet das Drama mit einer Freilassung. Bei der Lesung gibt es die Gelegenheit den Autoren am Freitag, 10. Mai Abends um 19 Uhr im Roten Haus persönlich kennenzulernen. Der Vortrag von Theo Meyer passt bestens zum diesjährigen Festival der Kulturen unter dem Titel Respekt. Freier Eintritt mit Kollekte.