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Der geplante Neubau tangiert den historischen Gebäudekomplex des Schlossareals nicht, sondern käme daneben zu stehen.Foto: zVg

Feldschlösschen will den Standort Rheinfelden weiter stärken

(pd) Das Unternehmen Feldschlösschen hat für seinen Hauptsitz einen langfristigen Entwicklungsplan ausgearbeitet und will damit den Standort Rheinfelden auf lange Sicht stärken. Der Entwicklungsplan sieht bauliche Massnahmen vor, die eine Teilzonenplanänderung auf dem Brauereiareal in Rheinfelden voraussetzen. Mit Beginn des Mitwirkungsverfahrens informieren Behörden und Feldschlösschen heute Dienstag über die geplante Teilzonenplanrevision.

Das Unternehmen Feldschlösschen ist die führende Brauerei des Landes, der grösste Arbeitgeber in Rheinfelden und schweizweit der grösste Getränkehändler. Letzteres beinhaltet eine auf das ganze Land ausgelegte eigene Logistikinfrastruktur mit 16 Logistikstandorten in zwölf Kantonen. Um das eigene Logistiknetzwerk langfristig ökologisch und ökonomisch sinnvoll zu betreiben, will Feldschlösschen in Rheinfelden mehr Lagerkapazität schaffen. Dafür sind bauliche Massnahmen notwendig.

Innerbetriebliche Gebäude-Aufstockung entlang der Autobahn geplant
Konkret heisst das: In Rheinfelden soll ein Hochregallager entstehen. Geplant ist ein neues Gebäude im Anschluss an die bestehende Flaschenfüllerei. Bei der Flaschenfüllerei handelt es sich um einen Gebäudekomplex aus den 1970er-Jahren entlang der Autobahn, der in den frühen 2000er-Jahren mit einem Lager ergänzt wurde. Um eine innerbetriebliche Verdichtung zu ermöglichen und damit genügend Lagerkapazität zu schaffen, ist ein Bau mit einer Höhe von 30 Metern vorgesehen. Voraussetzung für die Realisierbarkeit ist eine Teilzonenplanrevision, die in einem begrenzten Abschnitt des Areals die Bauhöhe von jetzt 20 Metern auf neu 30 Meter zulässt.

Geplant ist ein neues Gebäude im Anschluss an die bestehende Flaschenfüllerei.Foto: zVgStandort Rheinfelden langfristig stärken
Feldschlösschen legt grossen Wert darauf, das Schloss-Ensemble zu erhalten und zu pflegen. Der geplante Neubau tangiert den historischen Gebäudekomplex des Schlossareals nicht, sondern käme daneben zu stehen. Um eine adäquate und hochwertige architektonische Formsprache zum Schloss zu finden, arbeitet Feldschlösschen eng mit den Behörden und mit dem renommierten Architekten Prof. Dominique Salathé aus Basel zusammen.
«Mit dem langfristigen Entwicklungsplan wollen wir das erfolgreiche Geschäftsmodell von Feldschlösschen mit eigener Logistik modernisieren und zukunftsfähig machen. Wir wollen auch während der nächsten Dekaden am Standort Rheinfelden eine serviceorientierte Distribution für unsere Kundinnen und Kunden und attraktive Arbeitsplätze für unsere Mitarbeitenden bieten», sagt CEO Thomas Amstutz und ergänzt: «Es ist wichtig, jetzt die Weichen für die die Zukunft zu stellen, damit unser Unternehmen auch die nächsten Jahrzehnte in Rheinfelden erfolgreich Bier brauen und Getränke in die ganze Schweiz ausliefern kann».

Kaum Einfluss auf den Verkehr
Durch das geplante Hochregallager soll auf dem Areal kein Mehrverkehr entstehen. Feldschlösschen setzt seit der Gründung des Unternehmens auf die Bahn und betreibt für seine Getränke-Distribution ein zweistufiges Logistikmodell. Die langen Strecken werden, wo immer möglich, mit der Bahn zurückgelegt. Ist die Ware am jeweiligen Logistikstandort angekommen, erfolgt die Feinverteilung zu den Kunden mit Lastwagen. Dieses Modell bleibt unverändert.
Aufgrund der fehlenden Lagermöglichkeiten müssen seit einigen Jahren Aussenlager in der Nähe von Rheinfelden (z.B. in Kaiseraugst) betrieben werden. Diese Lager sollen in Zukunft in den Standort Rheinfelden integriert werden. Feldschlösschen könnte so LKW-Transporte zu den Aussenlagern vermeiden.

Der historische Gebäudekomplex des Schlossareals (im Bild) soll von den Ausbauplänen nicht tangiert werden. Foto: zVgEine Voruntersuchung für den Umweltverträglichkeitsbericht wurde bereits ausgearbeitet und enthält aktuelle Verkehrsmessungen und verifizierte Prognosen. Der vom externen Umweltbüro erstellte Bericht hält fest: Der Strassenverkehrslärm, der durch FSC im Ist-Zustand (2024) verursacht wird, führt auf den arealnahen Strassen bei allen Immissionsorten zu keiner Überschreitung der Immissionsgrenzwerte (IGW), weder am Tag noch in der Nacht. Durch die Inbetriebnahme des Hochregallagers nimmt der durch FSC verursachte tägliche Lastwagen-Verkehr um 11 Fahrten zu. Auch nach Inbetriebnahme des neuen Verteilzentrums können die IGW am Tag und in der Nacht an allen Immissionsorten eingehalten werden. Die geschätzte Gesamtverkehrszunahme, gemessen am durchschnittlichen Tagesverkehr (DTV), liegt unter einem Prozent.

Mitwirkungsverfahren für Teilzonenplanrevision startet am 13. November
Mit einem Informationsanlass am 12. November orientieren die Stadt Rheinfelden und Feldschlösschen die Einwohnerinnen und Einwohner über die geplante Teilzonenplanrevision.

Bilder
Erstes Bild: Der geplante Neubau tangiert den historischen Gebäudekomplex des Schlossareals nicht, sondern käme daneben zu stehen.Foto: zVg
Zweites Bild: Geplant ist ein neues Gebäude im Anschluss an die bestehende Flaschenfüllerei. Foto: zVg
Drittes Bild: Der historische Gebäudekomplex des Schlossareals (im Bild) soll von den Ausbauplänen nicht tangiert werden. Foto: zVg