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Die Stiftung Kinderheim Brugg erweiterte im 2023 ihre Angebote. Foto: zVg

Brugg/Olsberg: Stiftung Kinderheim Brugg hat Strukturen optimiert

(pd) Die Stiftung Kinderheim Brugg erweiterte im 2023 die Angebote, optimierte Strukturen, digitalisierte Abläufe und vieles mehr, wie dem Jahresbericht 2023 zu entnehmen ist.

Das viertägige externe Audit im Juni hat der Stiftung eine sehr gute Qualität attestiert und entsprechend die Erfüllung aller vorgegebenen Qualitätsstandards bestätigt. «Wir haben in Verhandlungen mit dem Kanton Aargau (BKS) den Projektauftrag für die Planung einer Beobachtungsstation im Stift Olsberg erhalten. In einer engagierten Projektgruppe mit externen Fachpersonen haben wir, unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Steinebach, mit der Erarbeitung eines Konzeptes begonnen. Nach anspruchsvollen Jahren bei Familynetwork, konnte sich die Institution mit den vielen neuen Mitarbeitenden etablieren. Die bisherigen Angebote haben wir ausgebaut, es laufen Vorbereitungen für die Wiederaufnahme der Mandatsführung», schreibt die Stiftung in ihrem Jahresbericht.
Im Berichtsjahr mussten in Brugg bei verschiedenen Liegenschaften Sanierungen vorgenommen werden. «Wir konnten bereits Renovationsarbeiten durchführen. Bei Instandhaltungsarbeiten der Liegenschaften am Wildenrainweg müssen wir strikte Vorschriften vom Kanton berücksichtigen. Dieses kantonale Korsett erschwert eine vernünftige Werterhaltung der 15-jährigen Liegenschaften. Trotzdem konnten wir eine Terrasse sanieren und dadurch einen möglichen Schaden verhindern. Da viele Instandhaltungsmassnahmen anstehen, suchen wir Lösungen mit dem Kanton. Die Personalsituation bleibt weiterhin anspruchsvoll. Dies ist kein stiftungsspezifisches Phänomen. Wir müssen getroffene Personalmassnahmen weiterverfolgen und neue Ideen entwickeln, um motiviertes Personal finden zu können. Allerdings erschweren Schicht- und Wochenendarbeit unsere Suche.» Bei den internen Weiterbildungsveranstaltungen habe man das Angebot massiv vergrössert. Es laufen bereits Vorbereitungen, um dieses nochmals auszubauen.

Die Stiftung Kinderheim Brugg erweiterte im 2023 ihre Angebote. Foto: zVgAb Frühling war bei Familynetwork der Fachbereich der Sozialpädagogischen Familienbegleitung, mit einem praktisch neuen Team und der neuen Bereichsleitung, in der Aufbauarbeit gefordert. Familynetwork hatte ab Berichtsjahr neu einen Leistungsvertrag mit dem Kanton Aargau als Anbieterin der sogenannten Aufsuchenden Familienarbeit (AFAB). Das Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und Familien, deren Wohl stark gefährdet ist. Im 2023 konnten zwei Einführungsseminare für angehende Pflegeeltern und Weiterbildungen für aktive Pflegeeltern durchgeführt werden.
In der Stiftung Kinderheim Brugg herrschte Hochbetrieb im ganzen Jahr. Es fanden wiederum zahlreiche Events statt. Die traditionellen Feste waren der Tag der offenen Tür im Kinderheim Brugg, der Familientag für Pflegefamilien auf dem Heitern in Zofingen und das Herbstfest im Stift Olsberg. «Die zahlreichen Lager und Ausflüge, die spektakuläre «Ride for Good»-Rundfahrt und vieles mehr zeigen, dass wir mit unseren Veranstaltungen nach Corona wieder volle Fahrt aufgenommen haben. Wiederkehrende Veranstaltungen sind für die Kinder und Jugendliche wichtige Rituale für das Individuum und auch für die Gemeinschaft», heisst es im Jahresbericht weiter.

Die Stiftung Kinderheim Brugg erweiterte im 2023 ihre Angebote. Foto: zVgIm Stift Olsberg entstand ein besonderer Aufenthaltsort. Eine Sozialpädagogin in Ausbildung hat mit den Kindern und Jugendlichen der Tagessonderschule einen sogenannten Chill-Raum projektiert, aufgebaut und eingerichtet. Gleichzeitig mit dem Herbstfest wurde im November einen weiteren Meilenstein gelegt. Nach vielen Jahren der Planung und nach einem intensiven
Teilhabeprozess mit den Kindern und Jugendlichen konnten zwei Spielplätze im Stift Olsberg eröffnet werden, die auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.
Die Kontaktstelle Stiftung Kinderheim Brugg hat im Berichtsjahr 694 Anfragen bearbeitet und insgesamt 121 Eintritte in ein Angebot koordiniert und begleitet. Der Jahresumsatz der Stiftung liegt bei 19 893 096.78 Franken. Mit Personalausgaben von 15 013 598.33 Franken und Sachkosten von 4 062 887.28 konnte die Stiftung Kinderheim Brugg einen Betriebsgewinn von 505 520.25 Franken erwirtschaften. Dieses gute betriebswirtschaftliche Ergebnis kam einmal mehr nur mit dem grossen Engagement der Mitarbeitenden zustande.

«Die Belegung war dank unserer hochwertigen Qualität sehr gut. Darauf legen wir auch in Zukunft Wert. Eine hohe Tragfähigkeit bleibt auch weiterhin ein zentrales Thema. Auch im 2024 stehen Veränderungen, Neuerungen und das Erreichen von Meilensteinen auf dem Jahresplan. Wir sind erneut herausgefordert. Die Stiftung Kinderheim Brugg ist stolz, mit kompetenten Mitarbeitenden diese Herausforderungen anzunehmen. Im Zentrum all unserer Anstrengungen steht das Wohl der uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen», heisst es im Jahresbericht abschliessend. Fotos: zVg