(chk) Am vergangenen Sonntag wurde in der Oeschger Kirche eine Ausstellung zu 95 Jahren Frauenverein Oeschgen eröffnet.
Diese Ausstellung zeigt Fotos, Dokumente und Kunstwerke aus der Geschichte des Vereins, die letztes Jahr mit dessen Auflösung ein Ende fand. Die Ausstellung ist nicht nur für ehemalige Mitglieder der Frauenvereins oder für die Senioren des Dorfes interessant, die beim Anschauen der Plakate in Erinnerungen schwelgen können. Sie ist auch spannend für die junge Generation, zeigt sie doch den Wandel des Frauenbilds und verdeutlicht gleichzeitig, dass die Themen, die zum Beispiel in den «50ern» heiss diskutiert wurden, heute einerseits kurios anmuten: «Ist Fernsehen schädlich für die Jugend?», andererseits gar nicht so weit weg sind von heutigen Diskussionen über Jugendschutz und Mediennutzung. Ausgerechnet das Geschichts-Plakat ist technisch besonders «up to date»: Kann man doch neben den alten Zeugnissen in Schnörkelschrift einen QR-Code scannen und sich die Texte vorlesen lassen. Die Ausstellung, die bis zirka Mitte Mai täglich geöffnet ist, richtet sich – genauso wie die früheren Angebote des Vereins - an alle Generationen: Eine liebevoll vorbereitete Bastelstation lädt die Kinder ein, österliche Dekorationen herzustellen, die selbstverständlich mitgenommen werden dürfen.
Ganz zu Ende ist die Geschichte des Vereins übrigens noch nicht: Einige Frauen haben sich bereit erklärt, beliebte Aktionen wie zum Beispiel Geburtstagsbesuche, Weihnachtsbescherung und den Suppentag weiterzuführen. So werden die übrig gebliebenen Gelder des Vereins weiterhin ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt. Deshalb war die Eröffnung der Ausstellung auch gekoppelt mit einem «Suppentag», den Pfarreiseelsorgerin Elisabeth Lindner zusammen mit dem «harten Kern» des bisherigen Vereins durchführte.