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Impressionen vom Obermumpfer Herbstmarkt
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Der Wettergott machte blau – der 41. Obermumpfer Märt war trotzdem ein voller Erfolg

(eing.) 28 Anbieter, zahlreiche Marktbesucher, kulinarische Köstlichkeiten und jede Menge gute Laune: Am Samstag, 24. Oktober 2026, zeigte sich der Obermumpfer Herbstmärt von seiner nassen, aber keineswegs ungemütlichen Seite.

Impressionen vom Obermumpfer HerbstmarktWenn der Obermumpfer Märt ruft, kommen die Leute. Wenn er bei Sonnenschein ruft, kommen sie erst recht. Und wenn er bei Regen ruft? Dann kommen offenbar immer noch genügend Besucherinnen und Besucher, um den Dorfkern mit Leben zu füllen! Am vergangenen Samstag fand in Obermumpf bereits der 41. Obermumpfer Märt statt. Traditionell geht dieser jeweils am zweitletzten Samstag im April und Oktober über die Bühne. Während Petrus in den vergangenen Jahren häufig ein Einsehen hatte und den Markt mit Sonnenschein verwöhnte, schien er diesmal andere Pläne zu verfolgen. Dabei war der Auftrag für schönes Wetter doch eigentlich längst erteilt worden. Ob die Bestellung auf dem Postweg verloren ging oder der Wettergott schlicht einen schlechten Tag erwischt hatte, bleibt ungeklärt. Sicher ist: Der Regen hielt sich hartnäckiger als erhofft. Doch was soll's: Auch wenn der Sonnenschein diesmal Pause machte, liessen sich die Obermumpferinnen und Obermumpfer sowie zahlreiche Gäste die gute Laune nicht verderben.

28 Anbieter sorgten für ein buntes Markttreiben
Impressionen vom Obermumpfer HerbstmarktInsgesamt 28 verschiedene Anbieter lockten mit einem vielseitigen Angebot nach Obermumpf. Wer auf der Suche nach etwas Schönem, Praktischem oder Aussergewöhnlichem war, wurde bestimmt fündig. Von feinem Honig und hausgemachter Konfitüre über kunstvolle Töpfereien und dekorative Holzschilder bis hin zu Kleidern wie Hosen, Pullovern, Winterkappen und verschiedensten Schals gab es allerhand zu entdecken. Auch Gewürze, Hundefutter und zahlreiche Dekorationsartikel fanden ihren Platz im vielfältigen Sortiment. Besonders originell waren unter anderem kleine Holzäxte, welche zum Dekorieren dienen, aber auch in der Küche verwendet werden können. Daneben warteten viele weitere nützliche und hübsche Dinge darauf, ein neues Zuhause zu finden.

Für die passende musikalische Umrahmung sorgten zwei einheimische Alphornbläser. Mit ihren traditionellen Klängen verliehen sie dem Markt eine gemütliche, urchige Atmosphäre – und sorgten dafür, dass wenigstens musikalisch die Sonne schien. Auch an die jüngsten Marktbesucher war gedacht worden: Eine Hüpfburg sollte für ausgelassenen Spass sorgen. Leider machte das nasse Wetter dem Vergnügen einen Strich durch die Rechnung, sodass die Hüpfburg nur während kurzer Zeit genutzt werden konnte. Denn bei aller Freude am Herumtollen gilt selbstverständlich: Die Sicherheit der Kinder geht vor.

Die Primarschule Fischingertal mittendrin
Einen besonderen Platz am Markt hatten auch die beiden Stände der Primarschule Fischingertal. Verschiedene Klassen präsentierten stolz ihre selbst hergestellten Dekorationsartikel und boten diese zum Verkauf an. Mit viel Kreativität, Fleiss und Engagement hatten die Schülerinnen und Schüler ihre Werke vorbereitet. Wer also ein liebevoll gestaltetes Einzelstück suchte, konnte hier fündig werden und gleichzeitig die Arbeit der jungen Verkäuferinnen und Verkäufer unterstützen.

Kulinarisch blieb kein Wunsch offen
Natürlich durfte auch das leibliche Wohl am Obermumpfer Märt nicht zu kurz kommen. Schliesslich macht ein Marktbesuch bekanntlich hungrig – und bei regnerischem Herbstwetter erst recht. An den zahlreichen Verpflegungsständen war für jeden Geschmack etwas dabei. Die Männerriege verwöhnte die Gäste mit ihren beliebten Holzofenpizzen, während die Frauenriege mit feinen, selbst gebackenen Kuchen und weiteren Leckereien aufwartete. Wer es etwas exotischer mochte, konnte sich asiatische Frühlingsrollen schmecken lassen. Wärmende Kürbissuppe, knusprige Pommes frites und Kürbisfrites sorgten ebenfalls für zufriedene Gesichter. Dazu kamen ein Raclette- und ein Grillstand, an denen Würste und Hamburger angeboten wurden. Auch Naschkatzen kamen voll auf ihre Kosten. Heisse Waffeln, Crème-Cornets, Linzertorten und verschiedene selbst gebackene Brotprodukte machten die Auswahl nicht gerade einfacher. Da fiel die Entscheidung zwischen süss und salzig manchem Besucher vermutlich schwerer als der Weg durch die Regenpfützen. Passend zu den kühlen Temperaturen bot die Frauenriege zudem verschiedene Kaffeespezialitäten an. Eine warme Tasse Kaffee war für viele Gäste wohl mindestens so willkommen wie ein trockener Unterstand. Wer lieber etwas anderes im Glas hatte, fand beim Weinbrunnen oder an der Time-out-Bar Gelegenheit, mit Bekannten und anderen Marktbesuchern anzustossen und gemütliche Stunden zu verbringen.

Regen hin oder her – Obermumpf feierte seinen Herbstmärt
So zeigte sich einmal mehr, was den Obermumpfer Märt ausmacht: Es geht nicht nur ums Einkaufen, Essen und Trinken, sondern vor allem um die Begegnungen, das gemütliche Beisammensein und das Engagement der zahlreichen Helferinnen, Helfer und Anbieter. Gerade bei weniger freundlichem Wetter wurde deutlich, dass sich die Markttradition nicht so leicht vom Regen aus der Ruhe bringen lässt. Eine kleine Frage blieb allerdings bis zum Schluss offen: Hatte das Huddelwetter vielleicht etwas mit der gleichzeitig stattfindenden Schlussprobe der Feuerwehr zu tun? Im Laufe des Tages machte jedenfalls das Gerücht die Runde, dass es bei der Feuerwehr-Schlussprobe grundsätzlich regnerisch sei. Ob die Feuerwehr das Nass von oben jeweils vorsorglich beim Wettergott bestellt, um beim Löschen Wasser zu sparen, bleibt der Fantasie der Marktbesucher überlassen. Eine offizielle Stellungnahme des Wettergottes lag bis Redaktionsschluss nicht vor. Trotz Regens war der 41. Obermumpfer Herbstmärt ein gelungener Anlass, der vielen Beteiligten und Besuchern in bester Erinnerung bleiben dürfte. Und wer weiss: Vielleicht wird Petrus beim nächsten Märt im April wieder gnädiger gestimmt sein. Bis dahin bleibt die Hoffnung auf Sonnenschein – wobei man in Obermumpf inzwischen weiss, dass gute Stimmung zum Glück nicht vom Wetter abhängig ist.

Bilder: Impressionen vom Obermumpfer Herbstmarkt
Fotos: zVg