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Das OK Natur- und Kultur-Woche 2026 (von links): hinten: Martin Müller, Matthias Wipfli, Sarah Buchmann, Thomas Studer, Guido Treier, Johanna Rey, vorne: Christoph Benz, Jeremias Boss, Kurt Aerni, Yvonne Bieri, Andrea Böller, Alice Bieli, Werner Habermacher. Foto: zVg
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Die Natur mit allen Sinnen erleben und den Bodenlebewesen zuhören... – Natur- und Kulturwoche Wölflinswil-Oberhof

Haben Sie schon einem Bodenlebewesen zugehört, im Wald gebadet, ein Instrument gebastelt oder sich die Sinne von einem Zauberer verwirren lassen? An der Natur- und Kulturwoche 2026 in Wölflinswil und Oberhof besteht Gelegenheit dazu – und zu vielem mehr.

JÖRG WÄGLI

«Sinne & Natur» – so lautet das Motto der 11. Ausgabe der Natur- und Kulturwoche (Na-Ku) Wölflinswil-Oberhof. Die Na-Ku 2026 setze bewusst einen Gegenpol zu Tempo, Bildschirm und Dauerrauschen, erklärt das OK zur Wahl des Mottos. Hier gehe es ums echte Erleben, um Momente, die bleiben, um Natur, die man nicht nur anschaue, sondern fühle. Und so wartet zwischen Auffahrt und Pfingsten ein reich gefülltes, äusserst abwechslungsreiches Programm voller Überraschungen, Begegnungen und Entdeckungen auf die Na-Ku-Gäste und ihre Sinne.

Grossteil ist kostenfrei zugänglich
Und wie die OK-Mitglieder Martin Müller (Präsident), Andrea Böller (Vizepräsidentin) und Yvonne Bieri (Öffentlichkeitsarbeit) am Freitagmorgen gegenüber der Presse erklärten, ist es ihnen bzw. dem Verein Dorfplus als Träger der alle zwei Jahre stattfindenden Natur- und Kulturwoche ganz wichtig, dass in dieser Woche die Gemeinden Wölflinswil und Oberhof nicht nur zum speziellen Erlebnisraum für alle Sinne werden, sondern dass sie auch für alle – unabhängig vom Portemonnaie – erlebbar ist. Und so ist der weitaus grösste Teil der Veranstaltungen kostenfrei zugänglich. «Entsprechend wichtig ist es, dass wir auf treue und grosszügige Gönner und Sponsoren aus den beiden Dörfern und aus der Region zählen dürfen», betont Müller. So darf das elfköpfige OK dieses Jahr unter anderem auf die Unterstützung durch die Hauptsponsoren Raiffeisenbank Regio Frick-Mettauertal, Jurapark Aargau, Swisslos Kanton Aargau und Landi Oberes Fricktal zählen.

Neuer Auftritt, neues Logo, neues Programm: Die Na-Ku 2026 lädt vom 15. bis 24. Mai zum Erleben mit allen Sinnen ein. Foto: zVg Spüren, hören, riechen, sehen, tasten und geniessen – was erwartet denn nun vom 15. bis 24. Mai die Besuchenden der Na-Ku? Das unglaublich vielfältige Angebot lässt sich in sechs Themenblöcke gliedern. Im Bereich «Staunen und Entdecken» kann beispielsweise beim Boden-Aktionstag in Oberhof tatsächlich dem Leben unter den eigenen Füssen gelauscht werden (19. Mai). Im Rahmen eines Postenlaufs erlebt der/die Teilnehmende, wie Bodenlebewesen klingen, welche regionalen Kreisläufe den Boden stärken und welche einfachen Handlungen im Alltag zu gesunden Böden beitragen.
Den Auftakt zu Na-Ku 2026 macht ein Tagesausflug in Sensorium im Zentrum Rüttihubelbad im Kanton Bern (15. Mai). Hier erwarten rund 80 Erlebnisstationen auf die Besuchenden, welche ihre Sinne spielerisch neu erleben und sich dabei überraschen lassen dürfen.
Ebenfalls etwas ganz Spezielles wird der Anlass «Wenn die Nacht zu hell wird» bieten. In Anlehnung am das Schwerpunktthema 2026 des Juraparks Aargau wird zu einem Vortrag und Rundgang zur Bedeutung der Nachtdunkelheit für die Natur eingeladen (21. Mai). Und die Teilnehmenden werden auf dem Rundgang unter anderem auch erfahren, wo konkret in Wölflinswil Verbesserungspotenzial vorhanden wäre.

Interaktive Ausstellung
Während der ganzen Na-Ku wird im alten Gemeindehaus in Wölflinswil zur interaktiven Ausstellung «Sinne & Natur» eingeladen, welche ein Erfahrungsfeld der Sinne für Jung und Alt bietet. Über 30 Stationen laden dazu ein, sich experimentell mit
optischen und akustischen Phänomenen, Farben, Klängen, Düften, Geschmacksempfindungen und Tastreizen zu beschäftigen.

«Kreativ und überraschend»
Im Themenbereich «Kreativ und überraschend» wird beispielsweise zu einem Dorfrundgang mit Landart- und Naturkunstwerken aus der Bevölkerung eingeladen, und das Kreativ-Zelt lädt zum Gestalten und Malen für Gross und Klein ein. Aber auch Panflöten und Holzpfeifen selber herstellen (geeignet für Kinder) oder ein Workshop «Klangkugeln aus Ton» (ab 16 Jahren) werden angeboten.

Magischer Abend
Am 18. Mai heisst es abends im Landgasthof Ochsen «Wunderbare Kuriositäten» mit dem niederländischen Magier Rafael Scholten. Staunen, die Augen reiben und sich fragen, wie dies möglich war, ist angesagt (freier Eintritt, Kollekte; Anmeldung nötig).
Eine Sonnenaufgangswanderung, eine märchenhafte Morgenwanderung für Kinder, eine Nachtwanderung, Waldbaden, zwei Vogelstimmenwege sowie ein «SINNvoller Weg» erwarten die Interessierten im Themenbereich «Draussen unterwegs». Aber auch «ruhig und inspirierend» geht es an der Na-Ku zu und her. So stehen beispielsweise «Meditation in der Natur», «Bäume und Spiritualität», «Feuer und Mandala – magische Walderlebnisse» oder «Sinnliches und Übersinnliches in der Jurte» im Buchsgarten von Susi und Hans Kramer in Oberhof auf dem Programm. Ein Programm, in welchem natürlich auch «Genuss und Lebensfreude» nicht fehlen» darf. So erwartet nicht nur «Kochen mit essbaren Pflanzen» einmal Kinder und einmal Erwachsene zum «Kochkurs», traditionell stehen auch das Bistro 1855, das Kafi Fürenand in Wölflinswil sowie die Studer-Schüür in Oberhof für ihre Gäste offen. Und am 20. Mai nehmen Winzerin Jana Leimgruber und Hobbywinzer Urs Treier die Gäste in der Studer-Schüür mit auf eine Reise über Reben, Rebbau und die Geschichte des Weins. Begleitet wird der Abend von Christina von Allmen-Treier mit Einsprengseln von Geschichten und Gedichten.
Und wer «Aktiv und bewegt» unterwegs sein möchte, findet im Rahmen der Na-Ku seine Aktivität bei den Lauf-, Bike- und Walking-Trails oder Mini-Triathlon in der Naturlandschaft des Benkentals (Zeitmessung und sig­nalisierte Routen ab 25. April) oder etwa beim «Qi Gong am Morgen» (18. bis 22. Mai). Geocaching (Schatzsuche in freier Natur), ein Hotpot im Schwimmbad Wölflinswil, Geschichten und Fantasiewelten im alten Gemeindehaus sowie traditionell der Pfingstgottesdienst in der Kirche Wölflinswil zum Abschluss der Na-Ku runden das unglaublich reichhaltige Programm ab. Ein Programm bei dem keine Sinne zu kurz kommen und das Interessierte detailliert und mit genauen Angaben zu den Örtlichkeiten und Terminen auf der Internetseite www.na-ku.ch sowie in den sozialen Medien (Facebook, Instagram WhatsApp-Kanal) finden.

Die zwei Dörfer leben
Was für sie denn das Programm-Highlight sei und worauf sie sich am meisten freuen, wollte fricktal.info am Freitag von den drei OK-Mitgliedern und von der anwesenden Viviane Dousse als Vertreterin der Hauptsponsorin Raiffeisenbank Regio Frick-Mettauertal wissen. OK-Präsident Martin Müller nannte als «seine Highlights» das Bistro als zentralen Treffpunkt an der Na-Ku, der zu schönen und wertvollen Begegnungen einlädt, sowie die interaktive Ausstellung im Gemeindehaus, auf welche er sich ganz speziell freue. Andrea Böller freut sich besonders darauf, dass spürbar ist, dass die beiden Dörfer leben, dass man sich trifft, austauscht und gemeinsam eine gute Zeit verbringt. Es sei jeweils toll zu spüren, was möglich wird, wenn man gemeinsam unterwegs ist. Ähnlich äussert sich Yvonne Bieri. Vor dem Hintergrund der unlängst abgelehnten Fusion der beiden Dörfer sei es wichtig und gut zusammenzukommen und gemeinsame Interessen zu verfolgen. Zudem, so Bieri, sei es eine gute Gelegenheit, auswärtigen Besuchern die beiden Dörfer und ihr Naturparadies näherzubringen und etwas «Standortmarketing» zu betreiben. Schliesslich freut sie sich speziell auf die Kunstwerke mit Materialien aus der Natur, welche von Einwohnerinnen und Einwohnern für die Na-Ku gefertigt wurden und die nun jeweils einem Spaziergang in den beiden Dörfern einladen. Überhaupt, wird betont, sei es bereits ein Highlight, jeweils die Dynamik im relativ kleinen OK mitzuerleben und zu spüren.
Viviane Dousse schliesslich ist des Lobes voll für das präsentierte Programm: «Trotz unglaublicher Vielfalt ist es eine absolut ‹runde Sache›. Und das Programm beinhaltet so vieles, das gluschtig macht!» Entdecken, Ausprobieren und den Sinnen freien Lauf lassen – die Na-Ku 2026 ist mit ihren Angeboten sicher mehr als einen Besuch wert.

Bilder
Erstes Bild: Das OK Natur- und Kultur-Woche 2026 (von links): hinten: Martin Müller, Matthias Wipfli, Sarah Buchmann, Thomas Studer, Guido Treier, Johanna Rey, vorne: Christoph Benz, Jeremias Boss, Kurt Aerni, Yvonne Bieri, Andrea Böller, Alice Bieli, Werner Habermacher. Foto: zVg
Zweites Bild: Neuer Auftritt, neues Logo, neues Programm: Die Na-Ku 2026 lädt vom 15. bis 24. Mai zum Erleben mit allen Sinnen ein. Foto: zVg