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Wilhelm Tell mit seiner Frau Hedwig und seinem Sohn Walter in einer Szene der Theateraufführung der HPS Fricktal. Foto: zVg
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Wilhelm Tell auf der Bühne der HPS Fricktal – Acht Jugendliche präsentierten eigene Theateraufführung

(eing.) Acht Schülerinnen und Schüler der Heilpädagogischen Schule Fricktal (HPS) haben am vergangenen Freitag in Mumpf ihre eigene Inszenierung von Friedrich Schillers «Wilhelm Tell» aufgeführt. Die Aufführung bildete den Abschluss eines klassenübergreifenden Theaterprojekts, an dem die Jugendlichen während des gesamten Schuljahres gearbeitet hatten.

Die Schülerinnen und Schüler aus der Ober-, Übergangs- und Werkstufe trafen sich jeweils am Freitagnachmittag zu gemeinsamen Proben. Begleitet wurden sie von zwei Lehrpersonen, einer pädagogischen Mitarbeitenden und einem Zivildienstleistenden.
Entstanden ist eine rund 30-minütige Aufführung, bei der die Jugendlichen nicht nur auf der Bühne standen, sondern auch an der Gestaltung von Kostümen, Requisiten und weiteren Bühnenelementen mitwirkten. Die Aufgaben wurden entsprechend den individuellen Fähigkeiten und Interessen innerhalb der Gruppe verteilt.

Die Wahl fiel bewusst auf «Wilhelm Tell». Das bekannte Theaterstück bot verschiedene Möglichkeiten, sich einzubringen. Neben gesprochener Sprache kamen auch Mimik, Gestik und unterstützte Kommunikation zum Einsatz. Einzelne Texte wurden mit technischen Kommunikationshilfen vorbereitet und in die Aufführung integriert.

Im Verlauf des Schuljahres konnten die Verantwortlichen beobachten, wie die Jugendlichen zunehmend Sicherheit gewannen und sich auf unterschiedliche Weise in den gemeinsamen Prozess einbrachten. Die regelmässigen Proben verlangten von allen Beteiligten Ausdauer und Flexibilität. Ferien, Krankheitstage und andere Abwesenheiten führten immer wieder dazu, dass bereits Erarbeitetes erneut aufgenommen und weiterentwickelt werden musste.

Vor Eltern, Angehörigen sowie einigen Schulklassen präsentierte die Theatergruppe schliesslich ihr gemeinsames Werk. Das Publikum verfolgte die Aufführung aufmerksam und würdigte die Leistung der Jugendlichen mit mehreren Applausrunden. Mit der Aufführung fand ein Projekt seinen Abschluss, das den Jugendlichen die Möglichkeit bot, Verantwortung zu übernehmen, eigene Fähigkeiten einzusetzen und gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten.

Über die Stiftung MBF
Die Stiftung MBF ist ein privates soziales Unternehmen, das sich seit 1974 für Menschen mit Unterstützungsbedarf engagiert. Die Organisation bietet vielfältige Angebote, darunter Bildungs-, Eingliederungs-, Arbeits-, Beschäftigungs-, Ausbildungs- und Wohnplätze sowie Betreuung in lebenspraktischen und gesundheitlichen Belangen. Ein wichtiges Angebot für Kinder und Jugendliche mit Unterstützungsbedarf ist die Heilpädagogische Schule Fricktal. Die HPS Fricktal bietet rund 100 Schülerinnen und Schülern aus der Region individuelle Schul- und Förderangebote vom Kindergarten bis zur Werkstufe.

www.stiftung-mbf.ch

Bild: Wilhelm Tell mit seiner Frau Hedwig und seinem Sohn Walter in einer Szene der Theateraufführung der HPS Fricktal. Foto: zVg