(mf) Die Primarschule Möhlin hat zu Beginn des laufenden Schuljahres ein Projekt gestartet, das eine ganzheitliche Bewertung des Lernprozesses vorsieht. Ein Teilelement dieses Projektes ist, dass im Rahmen des Lernportfolios die Ergebnisse von Bewertungsanlässen nach der Rückgabe an die Kinder nicht mehr einzeln nach Hause gegeben werden, sondern dies in regelmässigen Abständen von rund fünf bis zwölf Wochen erfolgt. Die Planung sieht vor, das Projekt nach einem Schuljahr zu evaluieren.
Eine aus Möhliner Eltern bestehende IG «Sinnvolle Prüfungsrückgabe» hat Ende März dem Gemeinderat Möhlin eine mit rund 315 Unterschriften unterlegte Petition eingereicht, die sich gegen die aktuelle Regelung der Prüfungsrückgaben zur Wehr setzt. Sie möchte, dass benotete Bewertungsanlässe («Tests») wieder wöchentlich zurückgegeben werden, wie das vor Projektstart der Fall war.
Die IG hat deutlich gemacht, dass sie für das kommende Schuljahr zumindest die Ermöglichung von individuellen Lösungen bezüglich Prüfungsrückgabe erwartet. Nach einer intensiven, aber immer konstruktiven Diskussion am Runden Tisch zwischen der IG «Sinnvolle Prüfungsrückgabe», dem Gemeinderat und Einbezug der Schule Möhlin konnte sich die IG damit einverstanden erklären, dass erst nach der Auswertung der Evaluationsergebnisse die Modalitäten wieder geändert werden sollen.
Die bereits geplante Evaluation des Projekts wird Ende Mai bei allen betroffenen Eltern, Lehrpersonen und den Schülerinnen und Schülern von der 3. bis zur 6. Klasse durchgeführt. Die Evaluation beinhaltet alle Aspekte des Projektes. Die Forderung der IG, nämlich die Rückkehr zu einer wöchentlichen Prüfungsrückgabe, sei es flächendeckend oder auf individuellen Wunsch, wird bei der Fragestellung berücksichtigt.
Der Gemeinderat Möhlin ist erfreut über dieses Ergebnis des Runden Tisches und er ist bestrebt, dass nach der Auswertung der Evaluation schlussendlich eine für alle zumindest zufriedenstellende Lösung gefunden werden kann.