(ath) Das Wohn- und Pflegezentrum Stadelbach hat im vergangenen Jahr eine neue Geschäftsleitung installiert und sein Angebot in verschiedenen Bereichen ausgebaut. Trotz Fachkräftemangels in der Branche sind in Kürze alle Stellen besetzt. Ein Wermutstropfen sind die Tarifanpassungen, die aufgrund der hohen Teuerung ab 1. April eingeführt werden müssen.
Mit dem Ende der Pandemie und unter neuer Geschäftsleitung entstand im Wohn- und Pflegezentrum Stadelbach (WPZ) viel Raum für eine Weiterentwicklung. So konnten für die Bewohnenden im WPZ, für die Bewohnenden der angrenzenden Alterswohnungen, für die Angehörigen und für die Mitarbeitenden die Angebote ausgebaut werden. Marion Wegner-Hänggi, Vorsitzende der Geschäftsleitung: «Einerseits legen wir viel Wert auf das Miteinander und Aktivitäten im und ums Haus, andererseits bieten wir neue medizinische Dienstleistungen für unsere Bewohnenden an. Unseren Mitarbeitenden wollen wir ein gutes Arbeitsumfeld bieten.» Dafür wurden Lohnstrukturen angepasst, alle Reglemente überarbeitet und die Weiterbildungsförderung ausgebaut. Bereits im vergangenen Jahr hat die Aufwertung des Gartens begonnen und wird in diesem Jahr weiter entwickelt. Dank den guten Erfahrungen mit dem jungen Therapiehund «Dexter» ziehen bald weitere Tiere im Stadelbachgarten ein: eine Gruppe Seidenhühner. Diese flauschigen Hühner gelten als sehr zutraulich und unkompliziert. Wer möchte, wird in die Betreuung eng miteinbezogen: Vom Füttern bis zum Eier einsammeln fallen täglich Arbeiten für die Bewohnenden an.
Trotz hohem Fachkräftemangel sind die Teams komplett
Im Sommer nahm das Geschäftsleitungs-Dreier-Gremium die Arbeit auf. Dieses bestehet aus Marion Wegner-Hänggi, Vorsitzende der Geschäftsleitung, Yasin Alemdar, Leitung Finanzen und Administration, und Kai Schröder, Pflegedienstleitung. In der erweiterten Geschäftsleitung übernehmen Nathalie Flück, Leitung Hauswirtschaft, René Müller, Leitung Technischer Dienst, Katharina Suter, Leitung Alltagsgestaltung, und Bertram Hinnenberger, Leitung Küche, viel Verantwortung. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet und es wurden wichtige Schritte gemacht: Strukturen wurden angepasst, am Selbstverständnis gearbeitet und die Arbeitsbedingungen modernisiert. Das zahle sich aus, führt Markus Fäs aus: «Trotz verschärftem Fachkräftemangel in der Branche sollten ab August, wenn wir unsere eigenen Lernenden übernehmen können, alle Stellen besetzt und alle Teams wieder stabil sein.» Das Stadelbach ist ausgebucht und die Warteliste lang. Das bedeutet erfreulich viel Arbeit für alle Beteiligten. Gerade deshalb wird im Stadelbach das Miteinander sehr gepflegt. So treffen sich alle einmal im Monat zum «Mitenand», einem gemütlichen Feierabendumtrunk. Und auch das beliebte Mitarbeitenden-Fest konnte endlich wieder durchgeführt werden.
Moderate Tarifanpassungen
Ein Wermutstropfen sind die notwendigen Anpassungen der Tarife. Das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) des Kantons Aargau hat per 1. Januar Anpassungen der Pflegetarife in den untersten Stufen verabschiedet. Markus Fäs: «Aktuell belasten die Teuerung, steigende Kosten für Löhne, Material und Energie das Wohn- und Pflegezentrum Stadelbach. Mittel- und langfristig müssen wir die Umsetzung der Pflegeinitiative schultern. Deshalb erhöhen wir ab April die Tarife.» Die letzte Veränderung der Preise erfolgte vor fünf Jahren; damals konnten sie sogar nach unten korrigiert werden.