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Beim Auftaktstück spielte Dirigent David Meyer die Trompete. Foto: Lilia Staiger
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Musikalische Welt- und Zeitreise – Harmonika-Orchester Möhlin begeistert Publikum

Das Harmonika-Orchester Möhlin veranstaltete am Sonntag sein Jahreskonzert in der reformierten Kirche. Das Publikum wurde auf eine Reise durch verschiedene Epochen und Länder der Welt mitgenommen.

LILIA STAIGER

Möhlin. David Meyer leitet das Harmonika-Orchester Möhlin (HOM) seit 2016. Im kommenden Jahr feiert das HOM sein 80-Jahr-Jubiläum. Aktuell sind 15 aktive Musikerinnen und Musiker am Akkordeon mit dabei; bei grösseren Auftritten werden sie von Schlagzeuger Harald Günther unterstützt.

Dirigent tauscht Taktstock gegen Trompete
Zum Auftakt wurde die Ouverture und Hornpipe aus Georg Friedrichs Händels «Wassermusik» aus dem Jahr 1717 gespielt. Hierfür tauschte Dirigent David Meyer einmal den Taktstock gegen die Trompete. Für das hervorragende Spiel gab es nicht nur einen grossen Applaus vom Pub­likum, auch die Musikerinnen und Musiker applaudierten ihrem Dirigenten für seine Darbietung.

Das Publikum applaudierte begeistert. Foto: Lilia StaigerMusikalische Reise durch Epochen
Die Präsidentin des HOM, Marianne Rua, begrüsste das Publikum im Anschluss und leitete unter anderem mit der Frage ein, welches Instrument zum Instrument des Jahres 2026 gekürt wurde. Passender könnte es nicht sein: das Akkordeon. Marianne Rua lud die Zuhörerinnen und Zuhörer dazu ein, ein Konzert voller musikalischer Emotionen zu erleben: «Geniessen Sie die Klänge und lassen Sie sich auf eine Reise durch verschiedene Epochen, von Barocker Eleganz bis hin zur Popkultur, entführen.»

Voller Körpereinsatz
Bei «The Sound of Silence» von Paul Simon wirkte das Publikum sichtlich ergriffen von der eindringlichen Melodie des Stücks; die Wechsel zwischen leisen und kraftvollen Passagen verstärkten dessen emotionale Wirkung.
Bei dem rockigen Stück «Somebody to Love» von Freddie Mercury stand das Schlagzeug besonders im Vordergrund; auch Dirigent David Meyer zeigte vollen Körpereinsatz.

Publikum singt mit
Helga Dürr verriet bei ihrer Moderation, dass der zuvor gespielte Persische Marsch von Johann Strauss Sohn, der durch seine schwungvolle, orientalisch gefärbte Melodie hervorsticht, einem persischen Schah gewidmet war, der dafür einen militärischen Orden erhielt. Ausserdem animierte sie das Publikum dazu, beim Refrain des folgenden Stücks, «Sweet Caroline» von Neil Diamond, lautstark «Oh oh oh» mitzusingen – wozu es sich gerne hinreissen liess. Die fröhliche Stimmung des Stücks übertrug sich auch auf das Publikum. Die musikalische Reise führte das Publikum mit «Storie di Tutti i Giorni» unter anderem weiter nach Italien und mit «Los Andinos» nach Südamerika.

Beim Apéro kam das Harmonika-Orchester für ein Gruppenbild zusammen. Foto: Lilia StaigerDank und Zugabe
Insgesamt zehn Stücke standen auf dem Konzertprogramm. Theres Wiggenhauser bedankte sich in der letzten Moderation im Namen des Orchesters beim Publikum und beim Dirigenten für das mit viel Herzblut und Körpereinsatz einstudierte Konzert und überreichte David Meyer ein Geschenk. Zum Schluss durfte sich das Publikum noch über eine Zugabe freuen: Mit heiserer Stimme kündigte Dirigent David Meyer «Viva la Vida» von Coldplay an. Das mitreissende, hymnische Stück rundete das gut besuchte Konzert gelungen ab.

Grosse Begeisterung beim Publikum
Silvia Gautier aus Arlesheim spielt selbst seit vielen Jahren Akkordeon und war bis vor zwei Monaten noch Mitglied des HOM: «Man übt so lange für so ein Konzert und in einer Stunde ist es dann schon vorbei – das Orchester hat wie immer toll gespielt.» Auch Monique Tröster aus Magden war von der musikalischen Darbietung sehr angetan: «Sie spielen wirklich super gut, vor allem variieren sie viel, was ich sehr schön finde. Ich spiele auch selbst seit über 50 Jahren Akkordeon.» Konzertbesucher Eugen Schlienger war besonders begeistert von der musikalischen Leistung des Orchesters; seine Tochter ist unter den Musikerinnen: «Trotz eines angeschlagenen Dirigenten eine grandiose Leistung. Das Orchester ist hervorragend eingespielt – ‹Sweet Caroline› war für mich einmalig.»

Im Anschluss an das Konzert lud das Orchester zum Apéro ein. Foto: Lilia StaigerDirigent und Musiker zufrieden
Sechs Monate intensiver Probearbeit stecken hinter den Vorbereitungen des Konzerts; das Orchester trifft sich jeweils mittwochs. Dirigent David Meyer äusserte sich nach dem Konzert zufrieden über die Leistung des Orchesters: «Insbesondere die dynamischen Kontraste kamen gut zur Geltung – insgesamt ist alles gut gelungen.»
Im Anschluss an das Jahreskonzert fand ein Apéro vor der reformierten Kirche statt, zu dem das HOM alle Besucherinnen und Besucher einlud.

Bilder
Erstes Bild: Beim Auftaktstück spielte Dirigent David Meyer die Trompete. Foto: Lilia Staiger
Zweites Bild: Das Publikum applaudierte begeistert. Foto: Lilia Staiger
Drittes Bild: Beim Apéro kam das Harmonika-Orchester für ein Gruppenbild zusammen. Foto: Lilia Staiger
Viertes Bild: Im Anschluss an das Konzert lud das Orchester zum Apéro ein. Foto: Lilia Staiger