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Konzertabend der Musikschule Möhlin

(ms) «Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen», heisst es so schön. Und so war es auch: Musik vom 16. bis 21. Jahrhundert wurde am Konzertabend der Musikschule Möhlin auf rund zehn verschiedenen Instrumenten dargebotenen.

Alljährlich schenken die Lehrpersonen der Musikschule Möhlin dem gesamten Dorf und allen, die es hören möchten, eine Kostprobe ihrer Leidenschaft, ihres Könnens und ihrer Virtuosität und verzaubern damit den ehrwürdigen Raum der röm.-kath. Kirche. Seit an diesem Event auch Schülerinnen und Schüler mitwirken, ist das Interesse am traditionellen Konzertabend noch etwas gestiegen, wenn auch kaum verständlich ist, dass die Kirchenbänke bei einem solchen Anlass nicht gleich vor lauter Musikinteressierten bersten.
Nach dem schwungvollen Einzug mit dem Earl of Essex auf Blockflöte und Gitarre folgte die herzliche Begrüssung durch Gemeindeammann Markus Fäs. Des Weiteren erlebte man, dass eine Blockflöte, virtuos gespielt, sowohl vom Hocker zu reissen als auch zu Tränen zu rühren vermag.
La Folia – Der Geiger spielte mit beeindruckender Meisterhaftigkeit das beliebte Thema mit all seinen Variationen und nur durch einen über 100-jährigen Sprung in die Romantik zu Brahms konnte man den süffigen Ohrwurm wieder loswerden. Das Intermezzo aus Opus 118, mit so viel Gefühl und Können vorgetragen, schaffte es dann auch.
Es kann hier nicht auf jeden Programmpunkt einzeln näher eingegangen werden – obwohl lohnenswert – aber wie Romeo Knöbel die beiden Chopin-Sätze aus dem Flügel zauberte, war schon eindrücklich und verdient Bewunderung.
Eher neu war auch die Präsenz der Gitarren – nicht nur begleitend, sondern auch führend – sowohl akkustisch als auch elektrisch. Wie sich beide miteinander in «Desafinado» unterhielten, gefiel dem Publikum offensichtlich.
Ein Höhenpunkt der ganzen Veranstaltung war klar das Schlussbouquet, wo sich alle Musizierenden, ob bereits Star oder noch Lernende, in der irischen Volksmusik bei Sally Gardens zusammenfanden und bei Drowsy Maggie im Accelerando die Fetzen fliegen liessen.
Schön, dass es alljährlich so etwas gibt, sowohl in musikalischer als auch in sozialer Hinsicht. Wer nächstes Jahr nicht hinschaut und hinhört, ist selber schuld.

Foto: zVg