(rs) Der Verein Senioren für Senioren Möhlin lud zum Vortrag mit Doris Schneider, Geschäftsleiterin Schwerhörigen-Verein Nordwestschweiz, zum Thema «Hören im Alter».
Die Themenfelder reichten von der Funktion und dem Alterungsprozess des Gehörs bis dazu, wann und wie zu reagieren ist, wenn es nicht mehr funktioniert wie es sollte. Alle Fragen fanden ausgiebig und sehr kompetent Antworten. Man erfuhr, dass 16% der Menschen eine Hörbeeinträchtigung haben, 1,3 Millionen in der Schweiz. Jede dritte Person über 65 Jahren ist betroffen.
Unversorgter Hörverlust birgt Risiken. Die Folgen können Demenz, Isolation, Abhängigkeit, Depression, Gefahren und Ermüdung sein. Erläuterungen, die bei den Anwesenden Erstaunen auslösten.
Doris Schneider konnte aber auch Positives vermelden. Sie zeigte auf, dass unser Gehirn veränderbar ist bis ins hohe Alter. Gegen Schwerhörigkeit kann man etwas unternehmen. Je nach Hörverlust werden Ohrenärzte/-innen und Akustikfachgeschäfte ein geeignetes Hörgerät empfehlen. Moderne Hörsysteme sollten Bluetooth-fähig sein und über eine T-Spule verfügen. Vermutet man eine beginnende Hörminderung, ist der Moment da, etwas zu unternehmen. Oft sind es aber die anderen, die zuerst etwas merken. Was hast du gesagt? Nachfragen im Gespräch, undeutlich sprechende Gesprächspartner, Radio, Fernseher oder Türklingel zu leise? Dies alles deutet auf eine Hörvermindung hin. Kurse, wie Hörtraining mit Lippenlesen können wertvolle Hilfen sein. Neutrale Unterstützung bietet Pro Audito Schweiz oder der Schwerhörigen-Verein NWS.
Bei persönlichen Gesprächen mit den Besuchenden und der Stärkung mit Kaffee und Kuchen endete ein sehr aufschlussreicher Vortrag.
Bild: Der Vortrag von Doris Schneider stiess auf grosses Interesse. Foto: zVg