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Drei Kirchenchöre, ein Kirchenchor und ein Orchester boten ein beeindruckendes Adventskonzert. Foto: zVg

Der Funke sprang über: Chöre von Möhlin boten Adventskonzert

(ah) Drei Kirchenchöre, ein rund 40-kehliger Kinderchor, ein gut gelauntes Orchester mit einer starken Drum- und Percussions-Abteilung und dazu ein bis auf den letzten Platz besetzter Kirchensaal: die besten Voraussetzungen für einen erlebnisreichen Adventsabend.

Da bedurfte es nur noch des zündenden Funkens, der die Begeisterung der Mitwirkenden aufs Publikum übertrug. Spätestens mit der Missa Kwela von Andreas Schmittberger sprang er über. Klänge, die den üblichen Hörgewohnheiten ein Schnippchen schlagen, zündende Rhythmen und ein filigraner Chorsatz zeichnen das Werk aus, das sich im Übrigen treu an die Vorgaben einer traditionellen Messe hält. Von den ersten Takten an holt sich das Werk die Zuhörenden in seinen Bann und tut dies, indem es sich eines ebenso wirksamen wie berührenden Triggers bedient: Zuerst setzt nämlich der Kinderchor ein. Es war ein Erlebnis, mit welch einer erfrischenden Selbstverständlichkeit der Part der Kinder herüberkam, und es war – wenn er denn nach den vorausgegangenen Liedvorträgen überhaupt noch nötig war – der Funke, der endgültig zündete. Kein Wunder, dass es dem Publikum schwer fiel, vom Zwischenapplaus abzusehen. Auch die meisten der nachfolgenden Teile der Messe leiten jeweils die Kinderstimmen ein; der Erwachsenenchor bringt sich als Echo, als Antwort oder als Steigerung ein: ein spannendes, stimmenfarbiges Zusammenspiel, in das sich alle Mitwirkenden überzeugend einbrachten. Seinen Mittelpunkt und zugleich seinen packenden Zenit hat die Missa Kwela zweifellos im Halleluja. In die Rhythmen mit afrikanischen Wurzeln durfte klatschend auch das Publikum einstimmen. Interaktiv: durchaus im Trend, hier auf sympathische Weise als Einladung auch ins übrige Programm eingebaut. So fühlten sich Zuhörende, die vielleicht schon lange nicht mehr gesungen hatten, motiviert, wieder einmal von Herzen in einige bekannte Lieder einzustimmen, und dies erst noch angeführt von einem Orchester. Damit mag der ominöse Funke schon gleich zu Beginn des Konzerts übergesprungen sein.

Das Programm, durch das Niggi Schmidlin, selbst Mitsänger in der Choralschola, auf ungezwungene Weise führte, war in drei Blöcke eingeteilt: Im ersten liessen sich die Chöre der drei Kirchen mit eingängigen Liedern von der besten, nämlich dreieinigen Seite verlauten. Im zweiten Block folgten Lieder aus verschiedenen Sprachregionen Europas, temperamentvoll vorgetragen von der Choralschola, der kleinen Formation des röm.-kath. Kirchenchores, die sich für ihren Auftritt mit Frauenstimmen verstärkt hatte. Und endlich erfolgte der mit Spannung erwartete Auftritt der Kinder: Gelegenheit für die im Saal anwesenden Eltern und Angehörigen, mit ihnen den Hit vom «Stärn vo Bethlehem» zu singen. Das war zugleich die Überleitung zur Missa Kwela, die in einen begeisterten Schlussapplaus münden sollte. Mit ihm durften die Leiterinnen und Leiter der Chöre, die Kinder, das Orchester und die Kirchenchöre selbst den Dank des Publikums für einen herzerwärmenden Adventsabend entgegennehmen – und damit die Genugtuung, dass das ökumenische Projekt unter Einbezug des Kinderchores der Musikschulen Unteres Fricktal über die Massen gelungen ist.

Bild: Drei Kirchenchöre, ein Kirchenchor und ein Orchester boten ein beeindruckendes Adventskonzert. Foto: zVg