(mg) «Auf dem Wasser gehen», unter diesem Leitsatz und mit Impulsen zum Thema Vertrauen lud die Taizé Gruppe Möhlin am 2. September zum 5. Taizé-Pilgern an den oberen Zürichsee ein. Organisiert wurde der Anlass von den Pilgerbegleiterinnen Martina Grenacher und Christine Toscano.
Bei herrlichem Spätsommerwetter pilgerte die Gruppe ab Schmerikon direkt am See entlang. In den Impulsen unterwegs luden die biblische Geschichte «Jesus geht auf dem Wasser» (Matthäus 14, 24 – 32) und Gedanken vom Buchautor und Benediktiner David Steindl-Rast zum Thema Angst, Furcht und Vertrauen zum Nachdenken ein. Während des Gehens im Schweigen konnte jeder der Frage nachgehen: «Was stärkt mein Vertrauen in Zeiten der Angst oder Krise?». Der anschliessende Austausch über persönlich Erlebtes und Erfahrenes war berührend und lehrreich. Während der Stille im Mittagsgebet bei den Schwestern im Kloster Mariazell in Wurmsbach konnte sich manches setzen. Dass die Schwestern die Gastfreundschaft mit Freude leben, durfte die Gruppe während der Mittagspause beim klostereigenen Badehaus erfahren. Ein gedeckter Sitzplatz mit Umkleidekabinen direkt am See gelegen lud zum Rasten und zum anschliessenden Schwimmen im See ein.
Ein Höhepunkt des Tages war zweifelsohne die Begegnung mit Schwester Andrea Fux, einer weltoffenen, warmherzigen und äusserst tüchtigen Ordensfrau. Sie liess die Pilger teilhaben an der bewegten Geschichte des Klosters und erzählte von ihren aktuellen Projekten. Unter anderem bietet das Kloster Auszeiten für junge Menschen im Alter zwischen 18 – 35 Jahren an (www.klostermariazell.ch). Einige Pilgerinnen wären am liebsten an diesem wunderbar gelegenen Ort geblieben – aber Pilger müssen nun mal immer weiter.Auf dem Weg nach Rapperswil wurde es am Nachmittag nochmals sommerlich heiss. Aufgrund eines notwendigen Fussbades im See erreichte die Gruppe mit etwas Verspätung die Klosterkirche in Rapperswil, wo zu guter Letzt eine Taizé-Feier abgehalten wurde. Die Impulse des Tages verdichteten sich in der Feier mit Taizé-Liedern zum Thema Vertrauen. Dank dem wunderbar eingespielten Team mit Jutta Wurm aus Kaiseraugst an der Gitarre und Christine Frei aus Möhlin an der Panflöte wurde das Singen und Musizieren zu einem spirituellen Erlebnis. Nach der Feier verteilte Christine Toscano selbstgebackene Rettungsringe als Bhaltis und die Pilger selber warfen in Form der zuvor eingesammelten Kollekte zu Gunsten «SOS Méditerranée Suisse» den Bootflüchtlingen einen Rettungsring zu.Nach dem Besuch des Rosengartens und dem Genuss einer Glacé machte sich die Pilgergruppe glücklich und gestärkt an Vertrauen auf den Heimweg ins Fricktal.