(jk) 92 Teilnehmer, darunter 63 Stimmberechtigte, hatten sich zur 91. Generalversammlung des Gewerbevereins Möhlin und Umgebung (GMU) am Donnerstagabend in der Aula Steinli der Schulanlage Storebode eingefunden. Präsidentin Anita Kym und die anderen Vorstandsmitglieder legten Rechenschaft über das zurückliegende Jahr ab.
«2022 war ein Jahr, bei dem einem viele negative Gedanken kommen», begann Anita Kym ihren Tätigkeitsbericht. Den Krieg in der Ukraine, die gestiegenen Beschaffungspreise und auch den Rücktritt von Tennisstar Roger Federer nannte sie dabei unter anderem als Beispiele. Positiv sei dagegen gewesen, dass die Corona-Pandemie langsam in den Hintergrund gerückt sei und damit die Gewerbeausstellung Möga vom 30. September bis zum 2. Oktober ausgerichtet werden konnte. Nicht jeder sei sich sicher gewesen, dass es überhaupt möglich sein würde, viele hätten sich Sorgen über die Zahl der Teilnehmer gemacht.
Möga wichtig für Möhlin
«Für uns im OK war aber immer klar, dass wir es durchziehen wollen», zeigte sich Anita Kym noch ein halbes Jahr nach der Veranstaltung kämpferisch. «Das ist ein wichtiger Anlass für Möhlin, nicht nur wegen der Präsentation von Handel und Gewerbe, sondern auch als Treffpunkt für die Bevölkerung», nannte sie den Grund, warum die Möga ihrer Meinung nach stattfinden musste. Auch wenn es zu Beginn der Planungen holprig gewesen sei, hätten mehr als 90 Aussteller daran teilgenimmen und Grosses geleistet. Mehr als 30 000 Besucher hätten die Möga an den drei Tagen besucht – es habe sogar jene gegeben, die an allen drei Tagen dort gewesen seien, freute sich Anita Kym über den Zuspruch. Kassier Patrick Martini durfte sich denn auch über ein kräftiges Plus in der Schlussabrechnung der Gewerbeausstellung freuen. Das sei nicht zu erwarten gewesen, gab er in seinem Bericht zu.
Eine weiterer wichtiger Anlass für den GMU sei die Veranstaltung «Wirtschaft trifft Schule» am 22. November gewesen, so Anita Kym. Auch dieser Anlass habe in den zwei Jahren zuvor unter der Pandemie gelitten. Und auch die Schüler, die sich nicht an solchen Anlässen über die verschiedenen Berufe informieren konnten.
«Fachkräftemangel wird ein Thema der nächsten Jahre»
Daher habe man diesmal nicht die SchülerInnen der Klassenstufe acht sondern der Klassenstufe neun eingeladen, die noch keinen Ausbildeungsplatz gefunden hatten, berichtete Kym. Und sie freute sich über die vielen guten Gespräche, die an diesem tag in der Mehrzweckhalle Fuchsrain geführt worden seien. Für dieses Jahr sei der Anlass sowohl für die Schüler der Klassenstufe acht, als auch für jene der Klasse neun und auch für die Eltern geplant. Auch von denen erhoffen sich die Mitglieder des GMU eine positive Einflussnahme auf die Jugendlichen bei der Berufswahl, gab Anita Kym zu. «Das Thema Fachkräftemangel wird uns in den kommenden Jahren beschäftigen», machte sie deutlich, dass es solche Berufsmessen für die Unternehmen braucht, um die Jugendlichen als künftige Fachkräfte für sich zu gewinnen.
Überlegen müsse man sich auch, wie man sich künftig zum Aargauischen Gewerbeverband (AGV) ausrichten wolle. Der GMU ist bislang kein Mitglied im AGV, sei durch Alfons P. Kaufmann aus Wallbach, Vertreter für den Bezirk Rheinfelden im AGV, aber immer gut informiert gewesen. Kaufmann plane jedoch für 2024 sein Ausscheiden aus dem AGV, «da müssen wir uns überlegen, was wir machen», so Anita Kym.
Keine Überraschung aber eine Neuerung
Keine Überraschungen gab es bei den Wahlen. Präsidentin Anita Kym, Kassier Patrick Martini, Aktuar Marco Oetiker, Carmen Wüthrich, zuständig für Mögazette und Marketing, Claudia Emmenegger, Events, und Massimo Calcaterra, Material, Lager, Neumitglieder, wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu in das Gremium gewählt wurde Karin Stocker, die sich den Aufgabenbereich Events künftig mit Claudia Emmenegger teilen wird.
Insgesamt darf sich der GMU über 19 neue Mitglieder freuen, 15 sind dagegen ausgetreten. Aktuell zählt der Gewerbeverein 229 Aktivmitglieder, neun Ehren- und 29 Freimitglieder.