Schöner Erfolg für die Berufsmesse «Schule trifft Wirtschaft» in der Mehrzweckhalle Fuchsrain am vergangenen Freitag und Samstag. Über 500 Schülerinnen und Schüler der Oberstufen Rheinfelden und Möhlin nutzten die Gelegenheit, sich ein Bild von den vielfältigen beruflichen Möglichkeiten in der Region zu verschaffen.
PETER SCHÜTZ
54 Firmen stellten an Ständen rund 60 Berufe vor. Von A wie Automechaniker bis Z wie Zimmermann oder Zimmerin war die Auswahl an Berufen gross. «Darf ich etwas zum Beruf erzählen?», war eine Frage, die häufig von den Ansprechpartnern an den Ständen, oftmals selber Lernende, gestellt wurde. Bei Interesse hatten sie viel zu berichten – wie eine Lehre verläuft, worauf es ankommt, welche Voraussetzungen idealerweise mitzubringen sind und so fort. Das Handwerk war stark vertreten, aber auch Berufe mit Schwerpunkt auf administrative Tätigkeiten waren anzutreffen.
Organisiert hatten den Anlass die sechs Gewerbevereine des Unteren Fricktals: Gewerbeverein Möhlin und Umgebung (GMU), Gewerbeverein Rheinfelden, Gewerbeverein Wallbach, KMU Raurica, Handwerker- und Gewerbeverein HGV Stein und Umgebung sowie der Gewerbeverein Magden und Umgebung. Mitgewirkt haben die Schulleitungen Möhlin und Rheinfelden sowie «ask! – Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf». Die Organisation des Anlasses hatte unmittelbar nach der letztjährigen Berufsmesse in der Schulanlage Engerfeld in Rheinfelden begonnen und somit fast ein Jahr in Anspruch genommen. Damals wurde die Messe von 500 Achtklässlerinnen und Achtklässlern besucht, eine Zahl, die nun auch in Möhlin locker erreicht wurde.
«Die Stimmung war sehr gut», berichtete OK-Präsidentin Anita Kym, auch GMU-Präsidentin und Vertreterin des Bezirks Rheinfelden beim Aargauischen Gewerbeverband (AGV), am Samstag. Sehr schön sei das Feedback von Lehrern, ihre Schüler hätten «einen positiven Gesichtsausdruck gehabt», gewesen. Für die Sekundar- und Realschulen war der Besuch der Messe obligatorisch, für die Bezirksschule freiwillig. Was Anita Kym besonders freute: «Cool war, dass über 60 Schülerinnen und Schüler der Bezirksschule Rheinfelden gekommen sind.» Nicht die Unternehmen standen im Vordergrund, sondern die Berufe. «Es ist unser Anliegen, das lokale Gewerbe zu fördern und möglichst viele Nachwuchskräfte für die Region zu gewinnen», betonte Claudia Emmenegger, Bildungsverantwortliche vom Gewerbeverein Möhlin und Umgebung.
Mission erfüllt: Die Berufsmesse konnte aufgrund ihrer Vielfalt und der kompetenten Gesprächspartner eine grosse Entscheidungshilfe für noch unschlüssige Schüler sein. Wer sich jetzt oder bald für einen Beruf entscheiden muss, erhielt an der Tischmesse etliche Anstösse, in welche Richtung es gehen könnte. Landmaschinenmechaniker oder Kunststoff-Technologe? Elektroinstallateur oder Bekleidungsgestalter? Florist/in oder Drogist/in oder doch eher Logistiker Lager?
Während der Freitag den Schulen vorbehalten war, war der Samstag öffentlich. Dies nutzten viele Familien, um die Messe mit ihren Kindern zu besuchen. Die Beratungsgespräche richteten sich dann auch an die Eltern. Erste Kontakte wurden geknüpft, Infomaterial für daheim gab es auch reichlich. Und natürlich Verpflegung vor Ort.