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Gemeinsamer Workshop zur Zukunft der Vereine. Foto: Simone Schöttli

Zukunft der Vereine stärken – Buus und Maisprach wollen Herausforderungen meistern

(ssch) Erst kürzlich fand in der Mehrzweckhalle in Maisprach ein Workshop zum Thema Zukunft und Bedeutung der Dorfvereine statt. Das Interesse war erfreulicherweise sehr gross. Über 50 Vertreterinnen und Vertreter der Vereine in Buus und Maisprach diskutierten unter fachkundiger Anleitung über Wege, die Vereine auch in Zukunft für die Bevölkerung attraktiv machen.

Für die Gemeinden Buus und Maisprach ist ein attraktives Dorfleben und Vereine sehr wichtig. Viele Vereine stehen aber vor grossen Problemen und Herausforderungen, zum Beispiel betreffend dem Nachwuchs, den Finanzen oder der Besetzung der Vereinsgremien. Um dem entgegenzuwirken haben die beiden Gemeinden zusammen mit dem Amt für Kultur Baselland einen Modellprozess gestartet, welcher sich intensiv mit verschiedenen Fragen auseinandersetzt. So zum Beispiel was in Sachen Vereine wichtig ist oder welche Bedeutung die Vereine für die Gemeinde haben oder wie Vereine in ihren Tätigkeiten gestärkt werden können. Um nur ein paar zu nennen. Für den Kanton Basel-Landschaft ist dieses Pilotprojekt mit den Gemeinden Buus und Maisprach wichtig, sollen die Erkenntnisse daraus doch auf weitere Gemeinden ausgedehnt werden.

Reges Interesse an der Umfrage
Über 190 Bewohnerinnen und Bewohner von Buus und Maisprach haben sich im Sommer 2025 an der grossen Online-Umfrage zum Thema «Vereine stärken» beteiligt. Damit haben sie ein starkes Zeichen gesetzt. Das Vereinsleben prägt die beiden Dörfer, es bewegt die Bevölkerung. Eines ist klar: Die Befragung zeigt, dass die Vereine in beiden Gemeinden ein hohes Ansehen geniessen und von der Bevölkerung breit getragen und genutzt werden. Sie verdeutlichte aber auch, dass sich Vereine zukünftig verändern müssen, wenn sie ihre zentrale Rolle im Dorfleben behalten wollen. Traditionen und überlieferte Strukturen sind ein wertvolles Fundament, die mit zeitgemässen Inhalten und flexibleren Formen verbunden zu einem attraktiven und zukunftsfähigen Vereinsleben führen.

Zentrale Fragen wurden am Workshop intensiv diskutiert
Am letzten Samstag im November trafen sich über 50 Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Vereine von Buus und Maisprach. Der gemeinsame dorfübergreifende Austausch so war neu aber sehr wertvoll. Für das ausgezeichnete Konzept dieses Workshops waren im Auftrag des Kantons Baselland einerseits die Kulturwissenschaftlerin Theres Inauen sowie die Kulturmoderatorin Katrin Rieder verantwortlich. Den beiden Gemeinderäte, Felix Bosshard, Maisprach und Thomas Zumbrunn, Buus obliegt die Federführungen dieses Projektes in ihren beiden Gemeinden. Viele Fragen wurden an diesem sehr fruchtbaren Workshop breit diskutiert. Nichts war verboten auszusprechen, auch Zukunftsvisionen wurden durchaus genannt.
Eine zentrale Frage war natürlich, was es braucht, damit die Vereine in ihrem Aktivitäten gestärkt werden können oder welche Unterstützung Vereine von der jeweiligen Gemeinde, dem Kanton den Verbänden oder Weiteren benötigen. Auffallend war das gerade bei der Frage nach Unterstützung vor allem die Gemeinden sind, welche für die Verein die wichtigsten Ansprechpartner sind – sei es in finanzieller aber auch in organisatorischer Sicht.

Hoffnungsvoller Auftakt
Eines hat dieser gemeinsame Workshop deutlich gezeigt: Der Redebedarf ist bei den verschiedenen Vereinen in beiden Gemeinden gross. Die gemeinsame Umfrage und dieser Workshop sind ein hoffnungsvoller Auftakt, dass die Vereine auch in Zukunft ihre wichtigen Aufgaben im sportlichen, kulturellen und sozialen Bereich in Buus und in Maisprach erfüllen können.

Bild: Gemeinsamer Workshop zur Zukunft der Vereine. Foto: Simone Schöttli