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Das nostalgische Holzkarussell war beliebt. Foto: Jo Peeters

Magdener Kulturkarussell: Der Kulturtag war ein Fest für Jung und Alt

(jp) Am Samstag fand im Gemeindesaal die dritte Auflage des Magdener Kulturtags statt. Carole Binder-Meury, Gemeinderätin von Magden und Mitglied des Grossen Rats Aargau, hielt eine herzliche Begrüssungsansprache, die die Bedeutung der Kultur für die Dorfgemeinschaft unterstrich.

In ihrer Ansprache betonte Frau Binder-Meury, dass Kultur alles umfasse, was von Menschen geschaffen oder gestaltet wurde. Dies Ansprache von Caroline Binder-Meury. Foto: Jo Peetersmache sie von grosser Bedeutung für die Identität und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Dorfbewohner. Gemeinsame Werte, Traditionen und Bräuche, die in der Kultur verwurzelt sind, stärkten das Gefühl der Zugehörigkeit und des sozialen Zusammenhalts. Die Bedeutung der Kultur liege darin, dass sie die Geschichte, die Werte und die Vielfalt einer Gemeinschaft widerspiegle. Sie schaffe Verbindungen zwischen den Generationen und stärke die Gemeinschaftsbildung. Der Kulturtag sei somit nicht nur eine Gelegenheit, die Vielfalt der Dorfkultur zu erleben, sondern auch ein Ausdruck der starken Gemeinschaft und des Engagements der Dorfbewohner für ihre kulturelle Identität. Binder-Meury dankte den vielen Mitwirkenden. Ein besonderer Dank ging an das gesamte Organisationskomitee, dessen Einsatz und Engagement den Erfolg des Kulturtags erst ermöglichten.
Traditionsgemäss eröffnete die Magdener Alphorngruppe musikalisch den Abend. Vier ihrer Musiker erzeugten mit ihren bezaubernden Klängen vor dem Gemeindesaal Aufmerksamkeit und lockten das Publikum in den Saal. Als Nächstes betrat das Projektorchester der Musikschule Magden die große Bühne. Mit Matthias Müller, dem zukünftigen Leiter der Musikschule, begeisterten die jungen Projektorchester der Musikschule. Foto: Jo PeetersMusikerinnen und Musiker das Publikum mit Geschick arrangierten, bekannten Songs.

Auftritt des Gemischten Chors. Foto: Jo PeetersEin besonderer Moment des Abends war der Auftritt der beiden Magdener Chöre. Der Kirchen- und Gemischte Chor, geleitet von Beatrice Voellmy, und der Männerchor unter der Leitung von Roberto Vacca hatten ihre eigene Bühne, die es ermöglichte, sich auf Augenhöhe und nahbar zu präsentieren. Ihre Darbietungen waren emotional packend und zogen das Publikum in ihren Bann.
Auf der grossen Bühne waren mittlerweile die Kulissen für die Theatergruppe der christkatholischen Kirchengemeinde aufgebaut. Die zwölf Kinder und ihr Leitungsteam präsentierten einen Ausschnitt aus einem kreativen Kriminalstück, bei dem scheinbar tote Figuren in einem Museum zum Leben erwachten und so sogar einen Diebstahl verhindern konnten. Anschliessend machte sich die Musikgesellschaft für ihren Auftritt parat und eroberte Bühne und Publikum mit Leichtigkeit. Sie präsentierte beliebte, bekannte Melodien, und ihre Darbietung erfüllte sämtliche Erwartungen. So war es kaum verwunderlich, dass die Künstler erst nach zwei Zugaben die Bühne verlassen durften. Matthias Bauer hatte an diesem Abend eine doppelte Rolle: Er dirigierte nicht nur die Musikgesellschaft, sondern führte auch charmant durch den gesamten Abend.

Kala Like Band überzeugte. Foto: Jo PeetersKala Like Band überzeugt
Als absolutes Highlight betraten am Abend die Mitglieder der Band Kala Like die Bühne. Die fünfköpfige Band versprühte pure Spielfreude mit ihrem starken mehrstimmigen Gesang, begleitet von Gitarre und Saxophon und mtreissenden Grooves von E-Piano, Bass und Schlagzeug. Die Band Kala Like, das sind Joëlle, Léonie, Nic, Ruben und Sia. Drei der Bandmitglieder sind aktuelle bzw. ehemalige Schülerinnen der Musikschule Magden. Gecoacht wird die Band von Matthias Müller. Die anmutigen Melodien zeugten von einem beeindruckenden kreativen Geist der Komponist:innen und sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
Auch die Kleinsten wurden nicht vergessen. Vor dem Gemeindesaal lud ein nostalgisches Karussell zu einer Fahrt durch die Tierwelt ein. Giraffen, Löwen und Polarbären drehten gemütlich ihre Runden. Auch bei den älteren Generationen rief das aus den 60er Jahren stammende Karussell schöne Erinnerungen hervor.
Während des gesamten Events stellte das Fotoarchiv Magden im Singsaal Fotos aus vergangenen Zeiten aus, darunter eine faszinierende 110-jährige Zeitreise durch landschaftliche Veränderungen.

Musik vereint Generationen! Dies war die Botschaft des Magdener Kulturtags. Die Idee hinter diesem Event ist es, der Dorfbevölkerung die vielfältigen kulturellen Aktivitäten und die Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme am kulturellen Leben in Magden, insbesondere durch die Vereine, zu präsentieren. Die Organisatoren möchten auch Zuzügler und Menschen, die aufgrund der Situation in ihren Heimatländern derzeit im Dorf leben dazu ermutigen, sich kulturell zu engagieren. Während der Vorbereitung wurde zudem deutlich, dass die teilnehmenden Vereine auch Potenzial für weitere Zusammenarbeit haben.
Die Organisatoren des Magdener Kulturtags sind Vertreter des Akkordeonorchesters, der Sürmelgruppe, der Alphornbläsergruppe, der Fastnachtsgesellschaft, des Männerchors, der Kirchen- und des Gemischten Chors sowie der Musikgesellschaft. Aufgrund des erfolgreichen diesjährigen Kulturtages ist zu hoffen, dass dieser Anlass im Jahr 2024 eine Fortsetzung findet.

Bilder:
1. Das nostalgische Holzkarussell war beliebt. Foto: Jo Peeters
2. Ansprache von Caroline Binder-Meury. Foto: Jo Peeters
3. Projektorchester der Musikschule. Foto: Jo Peeters
4. Auftritt des Gemischten Chors. Foto: Jo Peeters
5. Kala Like Band überzeugte. Foto: Jo Peeters