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Magden: Reintegration der Bauverwaltung in den Verwaltungsbetrieb

(pd) Nach rund zwei Jahren holt die Gemeinde Magden die Bauverwaltung zurück in den eigenen Verwaltungsbetrieb. Grund dafür sind unter anderem die Kosten, welche aufgrund verschiedener Faktoren in die Höhe schnellten. Zudem erhofft man sich eine Verbesserung der Dienstleistungserbringung. Im April findet zu diesem Thema eine ausserordentliche Gemeindeversammlung statt.

Wie die gemeinde Magden in einer Medienmitteilngu ausführt, war als Folge der Gemeindeversammlung vom 16.06.2023 die Auslagerung der Bauverwaltung in die Wege geleitet worden. Unter Berücksichtigung der Zuschlagskriterien erhielt schlussendlich das Büro Koch + Partner den Auftrag für die Führung der externen Bauverwaltung und die damit verbundenen Aufgaben in Zusammenhang mit der Baugesuchsprüfung per 1.2.2024.
Nach erfolgter Auftragsvergabe kamen die Gesamtkosten der Bauverwaltung Magden im Jahr 2024 bei rund 250'000 Franken zu liegen und entsprachen damit der Prognose bzw. dem Budget 2024. Seit dem Jahr 2025 musste nun ein deutlicher Kostenanstieg verzeichnet werden. Ursache hierfür ist nicht – wie vielfach vermutet – ein überproportionaler Anstieg der eingereichten Baugesuche oder ein immenser Anstieg der Neubauten, sondern vielmehr die folgenden Herausforderungen und Mehraufwendungen:

• Zeitintensive Prozesse und komplexe Verfahren (bspw. Bauten ohne Baubewilligungen)
• Mangelhafte Qualität der Baugesuche
• Wiederholt überarbeitete Gesuchsunterlagen oder Planänderungen
• Wiederholte notwendige Kontrollgänge, Bauabnahmen und Augenscheine
• Wiederholte erforderliche Vorabklärungen und Vorprüfungen

Vorstehende Faktoren, verbunden mit dem gesteigerten Anspruch an die Dienstleistungserbringung, führen dazu, dass sich der Trend auch im Jahr 2026 fortsetzen wird und die Kosten bei mutmasslich rund 365'000 Franken liegen dürften.
Wie an der Einwohnergemeindeversammlung vom 3.12.2025 präsentiert, sucht der Gemeinderat nach Möglichkeiten, die jährlich wiederkehrenden Kosten zu reduzieren. Aufgrund der vorstehend umschriebenen Kostenentwicklung beschloss der Gemeinderat die Reintegration der Bauverwaltung als Fachbereich der Abteilung Bau, Planung und Umwelt, welche ihrerseits weiterhin die Verantwortung im Bereich der Projektbegleitung und Bauherrenvertretung wahrnehmen sowie die angeschlossenen Fachbereiche führen wird. Mit der Massnahme kann der ordentliche Bauverwaltungsaufwand ab dem Jahr 2027 auf 200'000 Franken (exkl. Beizug externer Fachunterstützung) reduziert werden.
Fazit: Die Integration ist von zentraler Bedeutung, um die bestehenden Schnittstellenprobleme zu beseitigen, die derzeit zu Medienbrüchen führen. Dies beeinträchtigt nicht nur die Prozesseffizienz, sondern auch die Qualität und Verlässlichkeit des Service public. Mit der Integration wird diese Schwachstelle nachhaltig behoben und gleichzeitig eine Verbesserung der Dienstleistungserbringung vor Ort erreicht. Darüber hinaus werden Kosteneinsparungen von 165'000 Franken ermöglicht.
Im Budget 2026 wurde keine Integration der Bauverwaltung im Stellenplan berücksichtigt. Entsprechend ist für die Veränderung ein Zusatzkredit zum Budget 2026 und somit eine Beschlussfassung durch die Gemeindeversammlung notwendig. Darum lädt der Gemeinderat am 22.4.2026 zur ausserordentlichen Einwohnergemeindeversammlung ein. Nach Rechtskraft des positiven Versammlungsbeschlusses soll das Auftragsverhältnis mit dem Büro Koch + Partner per 31.12.2026 gekündigt werden.