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Beim alten Forstwerkhof sollte die Unterkunft für Asylsuchende und Schutzbedürftige entstehen, die Gemeindeversammlung lehnte dies ab. Foto: zVg
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Magden: Klares Nein zur Asylunterkunft

(si/fri) Es steckte Brisanz in der Einwohnergemeindeversammlung in Magden. Grund dafür war der beantragte Kredit über 3,45 Millionen Franken für den Bau eines Modulbaus aus Holz beim alten Forstwerkhof für die Unterbringung von Asylsuchenden, Schutzbedürftigen und vorläufig aufgenommenen Ausländern.

Wahrscheinlich nahmen auch aus diesem Grund immerhin 428 der 2675 Stimmberechtigten trotz der sommerlichen Temperaturen an der Versammlung teil. Am Ende von Information und Diskussion kam es zur Abstimmung, die ein klares Nein ergab. 83 Versammlungsteilnehmer sprachen sich für den Bau und damit für den Kredit aus, 314 waren dagegen.

Es war nicht die einzige Ablehnung während der dreieinhalbstündigen Versammlung. Auch ein Verpflichtungskredit in Höhe von 190‘000 für den erdgeschossigen Umbau der Verwaltungsräumlichkeiten wurde mit 188 Nein bei 169 Ja knapp nicht gutgeheissen. Deutlicher war der Entscheid beim Änderungsantrag zur „Reduktion des Investitionsvolumens auf 2 Mio“, der grossmehrheitlich abgelehnt wurde. Gutgeheissen wurden dagegen die Verpflichtungskredite für die Hangrutschsicherung beim Hermlestenweg (200'000 Franken) und für die Umlegung der Frischwasserleitung von der Grundwasserfassung Enge bis zum Anschluss an die Wasserversorgung Rheinfelden (475'000 Franken).

Ebenfalls  genehmigt wurden das Protokoll der Versammlung vom 2. Dezember 2022, die Jahresrechnung sowie der Rechenschaftsbericht für 2022 und auch die Kreditabrechnungen Nr. 233 (Strassensanierung in Zusammenhang mit dem Strassenbauprojekt Im Stigler), Nr. 234 (Ersatz Wasserleitung im Zusammenhang mit dem Strassenbauprojekt Im Stigler) und Nr. 235 (Ersatz Transportleitung „OST“). Mehreren Personen wurde ausserdem das Gemeindebürgerrecht zugesichert.

Vorangegangen war die Ortsbürgergemeindeversammlung, an der 72 von 470 Stimmberechtigten teilnahmen. Das Protokoll der Versammlung vom 2. Dezember 2022, die Jahresrechnung und der Rechenschaftsbericht wurden genehmigt.

Bild: Beim alten Forstwerkhof sollte die Unterkunft für Asylsuchende und Schutzbedürftige entstehen, die Gemeindeversammlung lehnte dies ab. Foto: zVg