(jop) Das Frauenensemble Singvoll folgte der Einladung, am diesjährigen Frühlingskonzert des Männerchors Magden mitzuwirken. Die Zusammenarbeit der beiden Formationen mündete in ein abwechslungsreiches Programm mit traditionellen und modernen Werken.
Beide Chöre präsentierten sich in Bestform, begeisterten das Publikum und trugen zu einem rundum gelungenen Konzertnachmittag bei.
Kontrastreicher Chorgesang
Der Männerchor präsentierte ein abwechslungsreiches Programm, das traditionelle Chorliteratur mit moderneren Klängen verband. Dazu gehörten unter anderem Titel wie «La Montanara», «Tage wie diese» oder «Ein Stern, der deinen Namen trägt». Das Ensemble Singvoll hingegen widmete sich vorwiegend klassischer und romantischer Frauenchorliteratur, meist a cappella, und überzeugte mit stilistischer Klarheit und klanglicher Präzision.
Singvoll setzte mit modernen Kompositionen besondere Akzente. Mit «Turlutte acadienne montréalaise» von Marie-Claire Saindon erklang ein lebhaftes a-cappella-Stück, das die Tradition der akadisch-quebekischen «Turlutte» aufgreift. Die Verbindung von folkloristischer Klangsprache und moderner Chorschreibweise verleiht dem Werk eine tänzerische, rhythmisch prägnante und energiegeladene Wirkung.
Weitere Glanzpunkte bildeten «By Night» und «O Love» von Elaine Hagenberg. Beide Werke setzen emotionale Texte in transparente Klangbilder um und arbeiten mit schwebenden Harmonien, weiten Spannungsbögen und einer warmen Klangfarbe. Dabei wirken sie ausdrucksstark, ohne überladen zu sein.
Der Männerchor präsentierte mit dem Lied «Der Magdner Männerchor» eine Uraufführung. Es gelang ihm, das Publikum emotional abzuholen und für begeisterte Reaktionen zu sorgen. Der von einem Vereinsmitglied verfasste Text preist die Vorzüge des 15-köpfigen Chors, in dem vom jüngsten bis zum ehrwürdigsten Sänger jeder seinen Platz hat. Die Melodie, einer bekannten zweisprachigen Schweizer Soldatenweise entnommen, ist eingängig, emotional und mitreissend, dabei aber keineswegs düster, sondern zuversichtlich und heiter.
Harmonie zum Abschluss
Den Abschluss bildeten die gemeinsam vorgetragenen Stücke «Va, pensiero» aus Verdis Oper «Nabucco» sowie «Halleluja» von Leonard Cohen. Hier zeigte sich eindrücklich, wie gut die beiden Chöre harmonierten – nicht zuletzt dank der hervorragenden Zusammenarbeit der Dirigenten Roberto Vacca und Timon Eiche.
Das Konzert machte einmal mehr deutlich, wie wertvoll ein Verein wie der Männerchor Magden für die Pflege und Weiterentwicklung der Laienkultur ist. Neben Konzertauftritten bereichert er das Dorfleben auch mit traditionellen Anlässen wie dem Fischessen, der musikalischen Umrahmung der Bundesfeier am 1. August sowie mit neuen Formaten wie einem musikalischen Adventsmarkt.