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Gruppenfoto Gemeinderat (von links): Patrick Heilmann (Gemeinderat), Carole Binder-Meury (Gemeindepräsidentin), Oliver Schmid (Gemeinderat), Bruno Blind (Vizepräsident), Roger Sprenger (Gemeinderat). Foto: zVg
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Gemeinderat Magden legt Legislaturziele 2026/2029 fest

(gk) Die Gemeinde Magden setzt sich in den kommenden Jahren zum Ziel, die finanzielle Stabilität beziehungsweise Handlungsfreiheit wiederherzustellen und gleichzeitig wichtige Infrastrukturprojekte verantwortungsbewusst weiterzuentwickeln.

Aufgrund fortlaufend steigender Kosten, eher stagnierenden Steuereinnahmen sowie hoher Investitionstätigkeit ist der finanzielle Druck spürbar. Dem Gemeinderat ist es ein zentrales Anliegen, die laufende Rechnung wie auch die Investitionen langfristig wieder durch die Selbstfinanzierung zu sichern – durch wirksame Kostensenkungen, eine sorgfältige Priorisierung von Projekten sowie nötigenfalls auch durch eine moderate Steuererhöhung.
Ein besonderer Fokus der Legislatur liegt auf dem verantwortungsvollen Umgang mit den Gemeindeliegenschaften. Der Abschluss des Werkhof- und Feuerwehrmagazinprojekts sowie die Sanierung des Schwimmbads haben gezeigt, wie wichtig präzise Planungen und Ausschreibungen, realistische Kostenprognosen und ein konsequentes Controlling sind. In der kommenden Periode sollen zentrale Bauvorhaben wie die Unterbringung des Natur- und Bewegungskindergartens, die Sanierung des Gemeindesaals sowie die Nutzung verschiedener weiterer Areale – etwa beim alten Werkhofareal oder an der Wintersingerstrasse 38 – umgesetzt werden. Damit soll Wohnraum geschaffen, Infrastruktur erhalten und der Investitionsstau nachhaltig abgebaut werden.

Wichtige Projekte für Versorgungssicherheit
Im Bereich Tiefbau und Versorgung stehen essenzielle Projekte für die Versorgungssicherheit an. Der Ersatz des Reservoirs Galgen und die schrittweise GEP- (Genereller Entwässerungsplan) und PWI- (Periodische Wiederinstandstellungen von Flurwegen und Drainagen) Umsetzung stehen im Fokus. Mit diesen Massnahmen sowie der punktuellen Erneuerung von Werkleitungen können Wasser- und Abwassersysteme sowie die Strasseninfrastrukturen langfristig modern und zuverlässig erhalten werden. Unter Berücksichtigung der Investitionen (GWP) ist auch die vorgängige Überprüfung der Wasserpreise angezeigt.

Schule und Jugend
Das Schul- und Bildungswesen befindet sich auf einem stabilen Kurs. Die Gemeinde möchte die gute Zusammenarbeit weiter stärken und gleichzeitig Einsparpotenziale prüfen. Auch die frühzeitige Sicherung von qualifiziertem Personal zählt zu den Schwerpunkten dieser Legislatur.
Im Bereich Kinder und Jugend strebt die Gemeinde an, weiterhin ein attraktives, familienfreundliches Umfeld zu bieten. Die erfolgreiche Umsetzung zahlreicher Massnahmen der letzten Jahre wird mit einem neuen Aktionsplan weitergeführt werden. Dabei bleibt die enge Zusammenarbeit zwischen Jugendarbeit, Verwaltung und Schule zentral. Kostenbewusstsein und Partizipation sollen dabei Hand in Hand gehen.

Demografischer Wandel
Der demografische Wandel stellt die Gemeinde vor neue Herausforderungen. Daher soll ein Altersleitbild erarbeitet werden, das die zukünftigen Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigt – von altersgerechten Wohnformen über mögliche Pflegeangebote bis hin zu einer weiterhin gut funktionierenden Spitex. Um die Versorgungsstruktur auch künftig sicherzustellen, soll die heutige Spitex in eine Aktiengesellschaft überführt werden, an der die Gemeinden beteiligt wären. Damit blieben die Pflege- und Unterstützungsleistungen vor Ort in öffentlicher Hand und könnten mit klaren Zuständigkeiten sowie einer zeitgemässen Organisationsform weiterentwickelt werden. Die neue Rechtsform soll den Gemeinden erleichtern, ihre Verantwortung für eine qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Versorgung wahrzunehmen, allfällige Effizienzsteigerungen und Produktivitätsoptimierungen in den Bereichen Pflege und Hauswirtschaft umzusetzen, Administrationsentlastungen zu prüfen und bei Bedarf Kooperationen einzugehen. Die Umwandlung wäre der Auftakt eines Prozesses, der die stetig steigenden Restkosten dämpfen und dabei die Pflegeversorgung vor Ort absichern soll.

Älteste Energiestadt
Als älteste Energiestadt im Kanton Aargau verpflichtet sich die Gemeinde weiterhin einer nachhaltigen Energie- und Umweltpolitik. Die konsequente Umsetzung des Aktivitätenprogramms, mit dem Ziel, die Steigerung der Ressourcen- und Energieeffizienz und zum Einsatz von erneuerbaren Energien sicherzustellen, steht weiterhin im Mittelpunkt. Gleichzeitig sollen die bestehenden Förderreglemente im Bereich Energie- und Umwelt einer Prüfung unterzogen werden.
Auch in verwaltungsorganisatorischer Hinsicht möchte die Gemeinde modern, effizient und bürgernah bleiben. Die Qualitätssicherung innerhalb der Verwaltung soll mittels sorgfältiger Nachfolgeplanungen sichergestellt werden. Durch eine verbesserte interne und externe Kommunikation sollen Transparenz geschaffen, Vertrauen gestärkt und die Verwaltung in die Zukunft geführt werden.

Orts- und Raumplanung
Erste Eckpfeiler im Bereich der Orts- und Raumplanung werden eingeschlagen. Mit der Erarbeitung eines räumlichen  Entwicklungsleitbilds sollen die planerischen Grundlagen geschaffen werden, damit die Gesamtrevision der Nutzungsplanung im Jahr 2030 in Angriff genommen werden kann und sich Magden im Sinne der Bevölkerung weiterentwickeln kann – nachhaltig, vorausschauend und mit Augenmerk auf Ortsbild, Wohnraum und Infrastruktur. Zentral für diesen Prozess ist die aktive Mitwirkung der Bevölkerung. Ihre Perspektiven und Bedürfnisse bilden eine unverzichtbare Grundlage, damit ein breit abgestütztes und zukunftsfähiges Entwicklungsleitbild entstehen kann.
Insgesamt verfolgt der Gemeinderat das Ziel, Magden weiterhin als lebenswerte, familienfreundliche und zukunftsorientierte Gemeinde zu gestalten, die wirtschaftlich sorgfältig handelt und gleichzeitig in die Lebensqualität ihrer Bevölkerung investiert. Besonderen Wert wird auf den direkten und transparenten Austausch mit der Bevölkerung gelegt, um Anliegen frühzeitig aufzunehmen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Bild: Gruppenfoto Gemeinderat (von links): Patrick Heilmann (Gemeinderat), Carole Binder-Meury (Gemeindepräsidentin), Oliver Schmid (Gemeinderat), Bruno Blind (Vizepräsident), Roger Sprenger (Gemeinderat). Foto: zVg