Mit der traditionellen Freilassung des Joggeligeistes wurde in Kaisten am Abend des 1. Faissen mit viel Getöse und vielen schrägen Tönen die schönste Jahreszeit eingeläutet.
JÖRG WÄGLI
Endlich waren sie gekommen, hatten ihn in der Kinzhalde kurz nach 20 UIhr geholt, wo er seit der letzten Fasnacht in einer grossen Mostflasche hatte ausharren müssen. Nun war es an der Zeit, dass die Fasnachtsgesellschaft Chaischter Haldejoggli ihr Versprechen einlöste und ihn, den Chaischter Fasnachtsgeist, für die dreiwöchige «Fasnachtszyt» in die Freiheit entliessen.
Kaum war die Mostflasche am Joggelistein zerborsten, sauste der Haldejoggeli den vielen Schaulustigen bereits mit Karacho um die Ohren und in die Köpfe. Bis am Fasnachtsdienstag um 24 Uhr ist die Fasnachtshochburg mit ihren Einwohnenden nun in seinen Händen.
Keine Frage: Bei diesen Vorzeichen musste auch der Gemeinderat kapitulieren. Stellvertretend übergab Vizeammann Willy Burkhalter den grossen Schlüssel zum Gemeindehaus an Narrenvater Marco Zaugg. Dieser versprach, dass der Schlüssel bei der Fasnachtsgesellschaft in guten Händen sei und lud alle ein, gemeinsam eine tolle Fasnacht zu feiern und das diesjährige Motto, «z'Chaischte chasch am meischte schpille», in vollen Zügen zu geniessen.
Den Auftakt zum wiederum gutgefüllten Fasnachtsprogramm machte das mit der Freilassung verbundene Guggenkonzert auf dem Joggeliplatz. Weiter geht es am Samstag mit dem traditionellen Hurliball der Guggenmusik Chaischter Prototype. Das ganze Fasnachtsprogramm finden Interessierte unter www.chaischter-fasnacht.ch