Die Original Chaischter Strossefasnacht 2024 – ein Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt, war alles andere als «VERKEHR(T)». So wie es das diesjährige Fasnachtsmotto eigentlich hätte vermuten lassen. Vielmehr erwarteten die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher tolle (musikalische) Darbietungen, Schnitzelbanken, Jubläen, Rückblicke und auch Ausblicke.
JÖRG WÄGLI
Eine spezielle Freude hatte Narrenvater Marco Zaugg, der wiederum durch das Programm führte, an den rund 50 Kindern der Schule Kaisten, die mit ihren unterschiedlichsten selbstgebastelten Fahrzeugen das Motto zielgerichtet umgesetzt hatten. Ein lachendes Auge hatte der Narrenvater auch bei der Ankündigung neuen Fasnachtsgruppe «Konfettischisser», welche mit vorwiegend jugendlichen Mitgliedern unter dem Titel «Chaos Schule» das eine oder andere Chaischter Thema aus jugendlicher Sicht in Schnitzelbankform aufgriffen.
Das weinende Auge...
Leider ging die Strassefasnacht aber nicht ohne weinendes Auge über die Bühne: So hiess es beim traditionellen (Schnitzelbank-)Auftritt der «Alten Garde» «Zum Abschied – Euse Rückblick». 1978 gegründet sahen die «Alten Gardisten» nun die Zeit gekommen, sich von ihrem treuen Strossefasnachtspublikum zu verabschieden und ein letztes Mal einen Kurzüberblick darüber zu geben, was in Chaischte, der Nachbargemeinde, schweiz- aber auch weltweit im vergangenen Jahr alles «lätz» bzw. «VERKEHR(T)» gelaufen war. Als kleinen Trost hatten sie in der Klamottenkiste gegraben und das eine oder andere Kleidungsstück sowie ehemalige Requisiten mitgebracht, welche ihre Fans anschliessend mit nach Hause nehmen durften.
...zwei Jubiläen und ein Ausblick
Glücklicherweise keinen Abschied, vielmehr zwei runde Jubiläen hatte der Narrenvater zu feiern. Er wurde zu seinem 50. Geburtstag und vor allem zu seinem 20-Jahre-Jubiläum als Vorsitzender der Fasnachtsgesellschaft Chaischter Haldejoggeli von seinen CHJ- und Elferrats-Kollegen überrascht. Und mit einem lautstarken dreifachen «D’Mülleri het, si het» dankten alle Anwesende ihrem Narrenvater für seinen grossen alljährlichen Einsatz für die Chaischter Fasnacht. Und Marco Zaugg hat künftig noch so einiges vor in der Narrenhochburg. So durfte er verraten, dass ihm zum 50-Jahre-Jubiläum der Fasnachtsgesellschaft Chaischter Haldejoggeli im Jahr 2029 grosser nationaler, eventuell sogar internationaler Fasnachtsumzug vorschwebt. «Ein OK-Mitglied gibt es bereits!», schmunzelte der Narrenvater.
Mit Schnitzelbanken waren die Mitglieder des Frauenturnverein im «Kaister Gondel-Express» unterwegs, während die Luz-Buebe unter den Titel «Verkehrt im Wald mit Stihl» unter anderem dafür sorgten, dass die im Rahmen der Mitteldorfgestaltung in den Strassenbelag eingebrachten Konfettis temporär massenhaft Gesellschaft bekamen. Und musikalisch unterwegs waren an der Strossenfasnacht neben den Prototype der Chaischter Guggenmusik auch die «geschlechtsverkehrten» Mitglieder der Musikgesellschaft Kaisten. Insgesamt also wieder um eine Strossefasnacht, deren Besuch – wie bereits eingangs erwähnt – alles andere als «VERKEHR(T)» war.
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