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isualisierung des neuen Zentrums für Kinderbeteruung. Foto: zVg
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Kaisten: Ja zum Zentrum für Kinderbetreuung

(jw) Kaisten sagt mit grosser Mehrheit Ja zum Kredit von 6,25 Mio. Franken für den Neubau eines Zentrums für Kinderbetreuung. Ebenfalls gutgeheissen wurde an der Gemeindeversammlung von heute Abend der Kauf eines neuen Pionierfahrzeugs für die Feuerwehr.

Grossaufmarsch an der Gemeindeversammlung in Kaisten. 176 der total 2010 Stimmberechtigten (8,7 Prozent) fanden heute Abend den Weg in die Mehrzweckhalle. Auf der Traktandenliste standen zwei zentrale Projekte, «die nicht nur unsere Infrastruktur stärken, sondern auch nachhaltig in die Zukunft unserer Kinder und die Sicherheit unserer Gemeinde investieren». Dies schrieb der Gemeinderat in der Einleitung zur Versammlungsbroschüre.
Um die Sicherheit ging es beim Kredit für die Ersatz-Beschaffung eines neues Pionierfahrzeugs für die Feuerwehr im Betrag von 360'000 Franken. Dieser Kredit war unbestritten und wurde mit grosser Mehrheit gutgeheissen.

Neues Zentrum für Kinderbetreuung
Um die Kinder ging es beim Bau eines neuen Zentrums für Kinderbetreuung in unmittelbarer Nähe zur Schulanlage. Hier dauerte es etwas länger, bis die Stimmberechtigten, ebenfalls mit grosser Mehrheit, dem Kredit von 6,25 Mio. Franken zustimmten. In einer rund 40-minütigen Diskussion wollten vor allem finanzielle Fragen (Folgekosten, Finanzplan, Kostendeckung Elternbeiträge für Tagestruktur usw.) beantwortet werden. Dies erfolgte vom Ratstisch offenbar zur Zufriedenheit der grossen Mehrheit der Anwesenden, welche schliesslich klar Ja zu einem zeitgemässen Betreuungsangebot sagten. Nebst den Tagestrukturen (Mittagstisch, Nachmittagsbetreuung) werden auch eine heute noch in Ittenthal domizilierte Spielgruppe, die Bibliothek sowie eine privatgeführte Kindertagesstätte einziehen. Bezugsbereit soll der Neubau auf das Schuljahr 2028/29 sein.

Weitere Geschäfte
An der Versammlung ebenfalls gutgeheissen wurden die Kreditabrechnung über die Neugestaltung Dorfplatz Mitteldorf sowie die Rechnung 2025 der Einwohnergemeinde. Bei letzterer wies Ruedi Näf, bis Ende letzten Jahres Finanzkommissionspräsident, auf die immer stärker verschuldete Wasserkasse sowie auf ein seiner Ansicht nach klares Missverhältnis zwischen Grundgebühren und Wasserzins hin. Die Gebühren seien im Verhältnis zum Wasserzins viel zu tief, kritisierte er, eine Meinung, die auch der Preisüberwacher vertrete. Wie Gemeindeammann Oliver Brem sagte, sei sich der Gemeinderat dessen bewusst und eine Arbeitsgruppe bezüglich Finanzen Wasserversorgung habe ihre Arbeit bereits aufgenommen.
Unter «Verschiedenes» stellten Daniel und Sandra Zemp aus Ittenthal einen Überweisungsantrag betreffend Baubewilligungsverfahren in der Dorfkernzone des Ortsteils Ittenthal. Die aktuellen Baubewilligungsverfahren seien, nicht zuletzt aufgrund des ISOS (Inventar schützenswerter Ortsbilder) zu lange, zu teuer und ISOS werde zu streng angewendet. «Man kann nicht alles verbieten. Hier muss die Gemeinde einen anderen Weg finden», so die Antragsteller. Von Gemeindeammann Oliver Brem wurde das Anliegen entgegengenommen. Spätestes an der übernächsten Gemeindeversammlung werde über weitere Vorgehen informiert werden. Der Gemeinderat sei sich des Problems und des «Ballenberg-Stempels» bewusst, mit welchem Liegenschaftsbesitzer in Ittenthal zu kämpfen hätten. Nach Abschluss der Revision der Nutzungsplanung könne das Problem nun aktiv angegangen werden, versprach er.

Bild: Visualisierung des neuen Zentrums für Kinderbeteruung. Foto: zVg