(jw) Nicht weniger als 236 der total 1928 Stimmberechtigten von Kaisten nahmen an der Gemeindeversammlung teil. 12,6 Prozent aller Stimmbürgerinnen und Stimmbürger. «Rekord», durfte Gemeindeammann Arpad Major feststellen, der zusammen mit seinen Ratskollegen und den Helfern in der Mehrzweckhalle vom Grossaufmarsch komplett überrascht wurde.
Was war der Grund? Der Projektierungskredit über 330 000 Franken für einen Neubau an der Schulstrasse 8 und 10 für die schulergänzenden Tagesstrukturen, welche derzeit räumlich aus allen Nähten platzen? Die Leistungsvereinbarung inkl. Finanzspritze (maximal 10 000 Franken pro Jahr) mit dem Dorfladen Ittenthal oder die vorgeschlagene Steuerfusssenkung um 3 auf 102 Prozent? So genau lässt sich dies wohl nicht feststellen, denn bei allen diesen Traktanden wurde intensiv und lange diskutiert – um schliesslich alle Anträge des Gemeinderats, wie von diesem gewünscht, zu genehmigen. Auch der Antrag des ehemaligen Gemeindeammanns Josef Amsler, den Steuerfuss bei 105 Prozent zu belassen, hatte in einer Gegenüberstellung zum tieferen Ansatz keine Chance.
Zu Beginn der Versammlung waren ohne Diskussionen zwei Einbürgerungen, die Teilrevision der Nutzungsplanung ARA Kaisten in Zusammenhang mit dem geplanten und notwendigen Ausbau der Abwasserreinigungsanlage für das ganze obere Fricktal sowie ein Kredit von 190 000 Franken für den Ersatz der elektronischen Trefferanzeige beim der Schiessanlage genehmigt worden.
Nach drei Stunden Versammlungsdauer konnte der Gemeindeammann um 23 Uhr die Versammlung schliessen und zum Apéro zu später Stunde einladen.