(af/fi) Hélène Tobler, Cousine des in Kaiseraugst wirkenden reformierten Pfarrers Andreas Fischer, ist freischaffende Fotografin. Für ihr Buch «Des cloches et des hommes» («Von Glocken und Menschen»; gemeinsam mit der Autorin Sylviane Messerli) hat sie über Jahre hinweg Motive auf Glocken fotografiert.
Der Klang einer Glocke
Das Buch ist erhellend in Bezug auf die ethischen Grundsätze von Hélène Tobler. Und auch in Bezug auf ihren fotografischen Ansatz. In der Einleitung unterscheidet Christof Kübler zwischen angewandter und freier Fotografie: Die angewandte Fotografie bemüht sich um historische Dokumentation, sie ist möglichst objektiv. Die freie Fotografie hingegen macht sich davon unabhängig; sie hebt ab in den Bereich der Kunst. Die Bilder von Hélène Tobler bewegen sich nach Einschätzung Küblers dazwischen. Eben so sind sie geeignet, das, was sich auf ihren vielen Reisen, unter anderem nach Bosnien und Albanien, ereignete, über das Tagesgeschehen hinaus bedeutsam werden zu lassen.
Der Faktor Zeit ist dabei entscheidend. Dasselbe gilt für die Glockenbilder. Sylviane Messerli, welche die Texte zu den Bildern verfasst hat, schreibt einleitend: «Der Klang einer Glocke scheint uralte Gefühle zu wecken; es ist, als würde man seine Wurzeln wiederfinden.» Die Glocken führen zurück in uralte Zeiten.
«Des cloches et des hommes» wird in einer Soirée anlässlich des Schweizer nationalfeiertags am Dienstag, 1. August, 18.15 Uhr, im reformierten Kirchgemeindehaus Kaiseraugst vorgestellt. Hélène Tobler präsentiert ausgewählte Bilder aus dem Buch «Des cloches et des hommes». Dazu liest Sylviane Messerli die von ihr verfassten Texte. Musikalisch begleitet wird der Anlass von der armenischen Flötistin Tamar Eskenian, welche kürzlich Schweizerin geworden ist und – tatsächlich! – am 1. August Geburtstag hat. Nähere Informationen: www.ref-rheinfelden.ch