So lang hat die Pause von einer Fasnacht zur nächsten wohl noch nie gedauert. Und man merkte dem närrischen Volk am Samstag in Kaiseraugst an, dass es kaum erwarten konnte, endlich wieder die fünfte Jahreszeit zu feiern. Der Winter hätte zwei Jahre Zeit gehabt, sich übers Land zu legen, jetzt geht es ihm wieder ganz offiziell an den Kragen.
JÖRN KERCKHOFF
Klein und Gross hatten sich schick gemacht, um parat zu sein für die Auferstehung der Fasnacht. Waggis, Hexen, Prinzessinnen,
Cowboys, Feen, Astronauten und allerlei andere Gestalten tummelten sich schon lange vor Umzugsbeginn im Dorf – die Vorfreude war riesengross. Petrus hatte auch ein Einsehen mit den Narren, lange genug hatten sie warten müssen, um endlich wieder mit lauten Fasnachtsrufen, Gesang und Guggemusik ihre liebste Jahreszeit feiern zu können.
Das war dann aber doch nicht der Grund, warum der Umzug gleich zwei Runden durchs Dorf machte. Zwei Runden gehören in Kaiseraugst einfach dazu. So wirkt der Umzug zum einen länger, als er ist, zum anderen trifft man sich ja immer zweimal im Leben – und beim Fasnachtsumzug von Kaiseraugst eben auch. Es war ein langer Nachmittag und für die Narren erst der Auftakt zur heissen Phase der Fasnacht. Schade, dass am Dienstag dann schon wieder alles vorbei ist.
Bilder: Die Narren hatten ihren Spass beim Umzug in Kaiseraugst. Fotos: Jörn Kerckhoff
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