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Die Spieler und der Gastgeber des «Löwen», Suter Marcel. Foto: zVg

Ganoventreffen im «Löwen»-Saal in Herznach

(eh) Am letzten Wochenende fand im «Löwen»-Saal in Herznach ein zweitägiges Ganoventreffen statt, welches ohne Polizeieinsatz, aber mit zufriedenen Gesichtern endete.

Mit der Durchführung eines «Krimidinners» betraten die beiden Initian­tinnen von der Theatergruppe Herznach-Ueken (Romy Deiss und Sabine Hänggi) Neuland. Der Reiz, etwas Neues entstehen zu lassen, um das kulturelle Angebot im Staffel­eggtal zu erweitern, war die Motivation dafür.
Die «Löwen»-Eigentümer (Marcel und Monika Suter) waren ebenfalls begeistert von der Idee und bereit, mit ihrem Team eine solche Veranstaltung mit Personal und Küche mitzutragen. Bei der Terminabsprache stellte man rasch fest, dass der Belegungsplan des «Löwen»-Saals nur das Wochenende vom 15./16. November für die Aufführungen hergab.
Die Rekrutierung der Darsteller für das Stück erfolgte in Rekordzeit. Anlässlich der 1.-August-Feier in Herznach konnten bereits die ersten Tickets im Vorvorverkauf abgesetzt werden. Die grosse Nachfrage zerstreute alle Bedenken bezüglich Akzeptanz gegenüber diesem Projekt. Innert kürzester Zeit waren sämtliche Tickets ausverkauft. Obwohl die Anzahl Plätze im «Löwen»-Saal bis auf das Maximum erweitert wurde, konnten nicht alle Interessenten berücksichtigt werden.
Einbezug des Publikums
Wer hat dem Oberganoven Onkel Erich das Museum ausgeraubt? Aufgrund dieses fiktiven Einbruches wurde das Ganoventreffen in Herznach einberufen. Dabei verkörperten die Darsteller den Vorstand und das Publikum die Mitglieder der Ganovenvereinigung «schiefe Bahn». Mit humorvollen Äusserungen und Wortgefechten versuchten sich die Vorstandsmitglieder jeweils als Verdächtige auszuschliessen respektive die anderen in den Fokus zu bringen. Der Einbezug des Publikums, ein typisches Merkmal eines Krimidinners, erfolgte mit pointierten und witzigen Wortmeldungen aus deren Mitte.
Zwischen den einzelnen Akten wurde vom «Löwen»-Team ein leckeres 3-Gang-Menü serviert. Dabei wurde festgestellt, dass nicht die Grösse der Küche sondern die logistische Perfektion für einen reibungslosen Ablauf massgebend sind. Das Servicepersonal wurde von den Akteuren beim Auftragen des Essens unterstützt, so dass die jeweils über 90 Gäste zeitgerecht verköstigt werden konnten.
Präsent für Meisterdetektiven
Mit Abschluss des Dinners wurde das Publikum wieder aktiv zum Mitmachen aufgefordert. Mittels Analyse der gezeigten Handlungen galt es, den Täter zu ermitteln. Jeweils mehrere Gäste tippten richtig, sodass per Losentscheid der Meisterdetektiv gekürt und ihm ein Präsent überreicht werden konnte.
Abschliessend darf festgestellt werden, dass alle Mitwirkenden mit ihrem Beitrag zum guten Gelingen des ersten Krimidinners in Herznach beigetragen haben: die beiden Moderatorinnen, die Küchencrew und das Servicepersonal , die Darsteller und nicht zuletzt das Publikum, das aktiv mitwirkte. Der Applaus und die vielen positiven Rückmeldungen haben gezeigt, dass es für alle ein Vergnügen war. Für die Theatergruppe war es eine Bestätigung, dass die Nachfrage und das Bedürfnis nach einem solchen «Krimidinner» auch in Zukunft da wäre.

Bild: Die Spieler und der Gastgeber des «Löwen», Suter Marcel. Foto: zVg