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Foto: Urs Treier

Die Kunst des Baumfällens am Waldumgang in Gipf-Oberfrick

(ut) Rund 60 Personen fanden sich zum diesjährigen Waldumgang in Gipf-Oberfrick ein. Und sie wurden nicht enttäuscht. Interessante waldbauliche Informationen durch den Förster, die Entwicklung der Motorsägetechnik und das eindrückliche Fällen einer grossen Buche erwartete sie.

Der Wald hat drei Hauptfunktionen, informierte Förster Philipp Küng. Eine Nutzfunktion, eine Schutzfunktion und eine Wohlfahrtsfunktion. Vermehrt wird heute auf robustere und standortgerechte Baumarten gesetzt. Beim nächsten Posten folgte viel «Action». Gezeigt wurde anhand verschiedener Motorsägen die Entwicklung der Technik in den letzten 50 Jahren. So weist die neue Generation der Motorsägen eine gesteigerte Leistung bei geringerem Gewicht und weniger Vibrationen auf. Gefährlich sind Forstarbeiten aber nach wie vor. Vorarbeiter Michael Fischer demonstrierte dies mit einer Motorsäge, welche er mit voller Kraft in eine aufgespannte Schnittschutzhose gleiten liess. Unmittelbar stand die Kette still.

Foto: Urs Treier Danach wurde die Motorsäge ihrem Zweck entsprechend eingesetzt. Forstwart Philipp Bründler erklärte den Anwesenden die Vorbereitungen für das Fällen einer grossen Buche. Jede Fällung eines Baums muss individuell beurteilt werden und ist eine Her­ausforderung. Nach der Beurteilung der Fällrichtung und Sicherheit wird der Fallkerb eingesägt. Danach wird der Fällschnitt vorgenommen, unterstützt mit Keilen, welche die Fallrichtung sicherstellen. Forstwart Bründler löste die Aufgabe mit Bravour. Die Anwesenden konnten in einem gesicherten Abstand beobachten, wie der Baum beinahe zentimetergenau in die gewünschte Richtung fiel. Die kurze Stille nach dem dröhnenden Aufschlag der grossen Buche wurde mit einem grossen Applaus unterbrochen.
Danach wartete in einer Lichtung unterhalb des Kornbergs das Zvieri auf die Teilnehmenden. Gemütlich grillierte man Cervelats und Brot über der heissen Glut und genoss einen feinen Nussgipfel. Georg Schmid, Vizepräsident des Gemeinderats, dankte dem kompetenten Forstteam für die tolle Arbeit in unseren Waldungen, was abschliessend nochmals einen Applaus auslöste.

Foto: Urs Treier