(dih) Emmentaler Volksmusik zu Gast im Fricktal in der Landi Gipf-Oberfrick. Wie dem Publikum erzählt wurde, ist die allgemein geltende Bezeichnung für Volksmusik zu unpräzise, um die einzelnen Entwicklungen der Musik in den unterschiedlichen Regionen der Schweiz zu benennen.
Viele Einflüsse der angrenzenden Gebiete, die Abgeschiedenheit der Bergdörfer sowie die Impulse des städtischen Lebens haben die Musik in den Regionen massgeblich mitgestaltet. Die Band Neoländler präsentierte auf vielfältigen Instrumenten, wie einer Halszither, Geigen, Emmentaler Einhandflöte, Häxenschit oder singenden Säge, Musik aus der ganzen Schweiz und liess sogar die Puppen tanzen. Wie passend in den Räumlichkeiten der Tanzschule. Eindrücklich war auch der «nicht anzügliche» Tanz zweier Bandmitglieder, bei dem sie gleichzeitig auf drei Instrumenten spielten. Mit kleinen Anekdoten zur Entstehung oder Herkunft der einzelnen Stücke erzählten die Musiker ihre persönliche Verbindung dazu. Ein Schmunzeln blieb dabei natürlich nicht aus.
Die Musik begleitete den klaren Gesang und liess das Publikum abtauchen in die alpine Welt der Schweiz. Mit den Texten brauchte es nur wenig Phantasie, um sich Naturbilder oder die Atmosphäre auf den Tanzböden vorzustellen. Das Repertoire an historischen und zeitlosen Instrumenten schien fast endlos. Neoländler schaffte es, vertraute Klänge mit dem Modernen zu verbinden. Obwohl die Einflüsse der umliegenden Regionen mitspielen dürfen, besinnen sich die Musiker immer wieder auf ihre Herkunft, das Emmental.