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Spatenstich für Schulhausbau in Gansingen

Spatenstich für Schulhausbau in Gansingen

Im Beisein von Schulverwaltung, Dorfchronisten, Bauleiter und Gemeinderatsmitgliedern wurde heute, Dienstag, der Bau des neuen Schulhauses mit einem Spatenstich gestartet.
ANDREA WORTHMANN

Vor sieben Jahren habe sich Gemeindeammann Mario Hüsler nicht vorstellen können, dass er am heutigen Tag den Spatenstich zum neuen Schulhaus mit einer Rede eröffnen würde. Er tat es am Dienstag und gab zu, dem Projekt damals auch sehr kritisch gegenübergestanden zu haben. Zu hoch schienen die Kosten von rund 9 Millionen Franken für eine so kleine Gemeinde wie Gansingen. Was folgte, waren viele Diskussionen und Infoveranstaltungen. Arbeitsgruppen wurden gebildet und immer wieder die Frage gestellt, ob sich die Gemeinde ein neues Schulhaus leisten könne, resümierte Hüsler.
Trotz Steuererhöung stimmt Bevölkerung dem Neubau zu
Man kam zu dem Schluss, dass es keine andere Option als den Neubau gab. Ein Projektwettbewerb wurde gestartet und an der Gemeindeversammlung stimmten die Gansinger Bürgerinnen und Bürger für für den Projektierungskredit. Dieser, so Hüsler, habe gleichzeitig eigentlich auch ein Ja zum Neubaubedeutet, im Wissen, dass dies eine Steuererhöhung zur Folge haben werde. Es wurde klar kommuniziert, dass es keinen Sinn machen würde, dem Projektierungskredit zuzustimmen und gegen den Neubau des Schulhauses zu sein. Trotzdem folgte ein Referendum, welches jedoch im Februar dieses Jahres an der Urne klar abgewiesen wurde. «Der Bau wird herausfordernd», sagte Hüsler und gab das Wort weiter an den Präsidenten der Baukommission Schulhaus, Urban Erdin. «Der Bau des neuen Schulhauses wird nun Realität» sagte Erdin und blickte auf die zukünftige Bedeutung des Projektes.
Ein Leuchtturm, der alles unter einen Hut bringen soll
Das jetzige Schulhaus sei 80 Jahre alt, der Kindergarten seit Jahren ein Provisorium. Die Idee sei gewesen, in dem Neubau alles unter einen Hut zu bringen: Kindergarten, Schule, Kinderbetreuung, aber auch eine Aula, die der Bevölkerung dienen solle und über eine Küche verfüge. Erdin nannte das Projekt einen «schweren Brocken, ein Jahrhundertprojekt». Für die Gemeinde sei es aber auch ein Leuchtturm, schliesslich solle es 50 Jahre und mehr halten. Der Wunsch, so Erdin, sei ausserdem, dass die Umsetzung reibungslos, ohne Komplikationen, im Zeitplan und – besonders wichtig – ohne Unfälle verlaufe. Das bedeutet, dass im Sommer 2025 mit der Fertigstellung und dem Umzug ins neue Schulhaus zu rechnen ist. Anschliessend wird das alte Schulhaus zurückgebaut, um dort eine schöne Umgebung und Begegnungsstätte entstehen zu lassen. Das Ganze soll dann Ende 2025 beendet sein.
Als herausfordernd sieht Erdin momentan den vielen Regen, denn das Baugebiet liegt an einem Hang, der Wasser nicht gut abführt. Die Problematik sei bekannt, sagte Bauleiter Mark Tangwalder, es gebe eine Hangsicherung und zusätzliche geologische Untersuchungen wurden bereits gemacht. «Wenn die Bodenplatten verlegt sind und das Erdgeschoss steht, kann ich wieder ruhig schlafen», sagte Urban Erdin abschliessend und lachte.
Nach den Ansprachen vor Gemeinderatsmitgliedern, Schulverwaltung und Dorfchronisten wurde mit dem offiziellen Spatenstich die Baustelle für das neue Schulhaus eröffnet. Anschliessend lud die Gemeide noch zu Kaffee und Gipfeli ins alte Schulhaus ein.