(ym) An drei Sonntagen wurden in der Kirche Frick insgesamt 30 Jugendliche konfirmiert. Die Kirchenpflege und das gesamte Team der Reformierten Kirche Frick wünschen den KonfirmandInnen Gottes Segen auf allen ihren Wegen.
Gruppe von Ute Baldinger zum Thema «Kindheit»
Die Konfirmation ist der Abschluss der Kindheit, darin sind sich die Jugendlichen einig. Nach den Sommerferien beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Beim Sammeln von Ideen für den Gottesdienst tauchten Schlagwörter auf wie: kein Stress, unbeschwert sein, der erste Schultag – aber auch Begriffe wie Sirup, Kasettli und vieles mehr.
Der Gottesdienst begann mit einem Dank an Familie, Freunde und Begleitpersonen. Dieser wichtige Schritt sollte gemeinsam mit den Jugendlichen und den Gästen gefeiert werden. Und schon startete ein Quiz: Wer ist auf dem Foto zu sehen? Die Antworten enthüllten rasch, wer mit Kinderaugen die Gäste anschaut. Der rote Faden der Kindheit, die nun offiziell ihr Ende fand, zog sich durch den gesamten Gottesdienst. Warum empfinden wir unsere Kindheit oft so unbeschwert und stressfrei? Was haben wir Erwachsenen vielleicht verlernt? Was können wir von unseren Kindern lernen? All diesen Fragen ging man auf den Grund. Das Fazit: Das Leben ist im Wandel, und das ist gut so. Die schönen Erinnerungen prägen uns und sind unbezahlbar. Deshalb genossen alle den Moment gemeinsam mit den Gästen im Gottesdienst und anschliessend beim Apéro.
Gruppe von Pfr. Christian Vogt zum Thema «Stay Curved. Stay Unique. Stay Energized»
Mit Hämmern, Sägen und Dachlatten entstand im Gottesdienst eine Leiter. Sie symbolisiert eine Aufstiegshilfe von der Kindheit ins erwachsene Leben. Angehörige bauten sie; die Gemeinde schrieb Wünsche auf farbige Papierstreifen und befestigte sie an Holmen und Sprossen. Es entstand eine symbolische Aufstiegshilfe von der Kindheit ins erwachsene Leben.
Pfarrer Christian Vogt griff das Bild der Leiter in der Predigt auf: Die Jugend sei eine Zeit des Übergangs, in der man nicht mehr Kind, aber auch noch nicht erwachsen sei. Sie biete Chancen, könne aber auch verunsichern. Mit Lukas 5,11 erinnerte er an Petrus und seine Freunde, die ihre Boote zurückliessen und Jesus folgten. Auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden seien eingeladen, vertraute Ufer zu verlassen und eigene Wege zu finden. Gott kontrolliere nicht, sagte Vogt, doch er richte auf, wenn man stolpere.
Diese Feier war von den Jugendlichen mitgeprägt. Sie drehten einen Film, luden mit Fragen ein über das eigene Leben nachzudenken und verteilten Rosen als Zeichen des Dankes. Jacqueline Winter ermutigte die jungen Menschen im Namen der Kirchenpflege zum Mitmachen in der Kirchgemeinde. Mit dem Auszug ging es zum Apéro auf dem Lindenhof – unter dem Motto: «Stay Curved. Stay Unique. Stay Energized» stiess man auf den grossen Tag an.
Gruppe von Vikarin Stephie Krieger und Pfarrer Matthias Jäggi zum Thema «S Läbe läbe!»
Für einmal gab’s zu Beginn nicht Orgelmusik: Weil einer aus der Gruppe begeisterter Tambour ist, zogen die zwölf Konfirmanden zu Trommelmusik in die Kirche ein. Die Feier stand dann unter dem Motto «S Läbe läbe», das als Graffiti gross über der Kanzel hing. Die Konfirmanden hatten zum Thema Stimmen eingefangen, zeigten Bilder, was für sie persönlich zu einem erfüllten Leben gehört – und luden zum Tanzen ein: Zwei Konfirmanden tanzten vor, dann legte die ganze Kirche los. «Hey Macarena!» Weiter ging’s mit «Three little birds». Stephie Krieger nahm den Refrain des Songs von Bob Marely auf – «Don’t worry about a thing, cause every little thing gonna be alright» – und verknüpfte diesen mit Jesu radikaler Einladung, sich nicht zu sorgen, weil Gott für uns sorgt. Matthias Jäggi führte den Gedanken weiter und ermunterte die Konfirmanden, beherzt zu leben, Freiräume zu nutzen und sich zu trauen. Dann waren nochmals die Gäste gefragt: Handy zücken, QR-Code auf der Leinwand scannen und die Frage beantworten: «Was gehört für dich zu einem erfüllten Leben?» Die abgeschickten Antworten erschienen als grosse Wortwolke live auf der Leinwand. Je öfter ein Wort genannt wurde, desto grösser wurde es dargestellt. Platz 1 ging an die Liebe. Nach dem feierlichen Segenszuspruch waren alle eingeladen, auf dem Lindenplatz zu beschwingten Klängen der MG Gipf-Oberfrick auf das Leben anzustossen.
Bilder:
1. Gruppe von Ute Baldinger zum Thema «Kindheit». Foto: zVg
2. Gruppe von Pfr. Christian Vogt zum Thema «Stay Curved. Stay Unique. Stay Energized». Foto: zVg
3. Gruppe von Vikarin Stephie Krieger und Pfarrer Matthias Jäggi zum Thema «S Läbe läbe!». Foto: zVg