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Kirchgemeindeversammlung - Jahresrückblick in Frick und Gipf-Oberfrick

Kirchgemeindeversammlung - Jahresrückblick in Frick und Gipf-Oberfrick

(me) Die diesjährige Kirchgemeindeversammlung der Röm.- Kath. Kirchgemeinde Frick/Gipf-Oberfrick fand am 22. November im Rampart Saal in Frick mit 47 stimmberechtigten Teilnehmenden statt.

Markus Schmid als Präsident der Kirchenpflege begrüsste die Anwesenden und stellte seine Kolleginnen und Kollegen vor. Im Folgenden bedankte er sich bei allen Mitarbeitenden, im Speziellen beim Seelsorge-Team. 2023 markiert ein bewegtes Jahr im Personalressort, neben fünf Abgängen waren sechs Neuanstellungen zu verzeichnen. Auch ein Jubilar fand sich an der diesjährigen Versammlung.

Jahresrückblick mit Licht und Schatten
Nun folgte der Rückblick auf das Pfarreileben im Jahr. Martin Linzmeier und Uli Feger erzählten ausführlich über die Aktivitäten der verschiedenen Gruppen, den Ablauf des Religionsunterrichts in Primar- und Oberstufe, sowie verschiedene Projekte im Pastoralraum. Auch die Resultate der Zürcher Studie zum sexuellen Missbrauch im Umfeld der Katholischen Kirche Schweiz sprach Linzmeier an, diese hätten das sehr gute Jahr doch «überschattet».
Er hob dabei aber hervor, dass die Kirchgemeinde schon seit längerer Zeit verschiedene Massnahmen ergriffen habe. So herrsche eine positive und für Kritik offene Gesprächskultur, die Schulung «Nähe und Distanz» sei für alle Mitarbeitenden seit Anfang dieses Jahres (wohlgemerkt vor Veröffentlichung der Studie im September) obligatorisch und schon seit einigen Jahren werden erweiterte Strafregisterauszüge von allen Mitarbeitenden verlangt. Diese Massnahmendichte spricht im Schatten der gesamtschweizerischen Studie für die Kirchengemeinde Frick/Gipf-Oberfrick. Nach dem Rückblick präsentierten Basily Khoury und Matthias Steinmann den Status der Liegenschaften beider Gemeinden. Von einem hochwertigen neuen Beamer und energiesparender LED-Aussenbeleuchtung in Gipf-Oberfrick, bis hin zur Behebung des Leitungsbruches unter dem Kirchenhügel in Frick war alles dabei.

Viele Traktanden und futuristisches Glockengeläut
Somit kam die Versammlung auch schon zur Traktandenliste, die mit deren elf, dieses Jahr relativ umfangreich ausgefallen war. Nichtsdestotrotz stimmten die Anwesenden effizient und ohne grosse Diskussionen immer nahezu einstimmig für Kreditabrechnungen und Investitionskredite, darunter die Aufwertung der «Dorfmitte» in Gipf-Oberfrick ab. Zu reden gab die Modernisierung der Läutmaschine im Kirchturm in Frick, womit eine Klangoptimierung und eine Minderung der Abnutzung der Glocken erreicht werden soll. Das Geläut soll demnach in Zukunft über einen Mikroprozessor, der über Algorithmen die richtige Stärke des Motors errechnet, gesteuert werden. Die Kirche in Frick wäre in einer Pionierstellung in der Region und auch national. So modern wird der Glockenklang bisher nur in Luzern und Zermatt erzeugt.
Das Budget für 2024 wird bei unverändertem Steuerfuss abermals ausgeglichen bemessen. Markus Schmid dankte der Gemeinde für die in den Abstimmungen deutlich gewordene Einhelligkeit und das Vertrauen. Zudem dankte er den zahlreichen Mitarbeitenden an der Einladungsbroschüre und hob zum Schluss die Wichtigkeit hervor, dass jeder einzelne besonders heute als «positiver Botschafter der Kirche» wirken solle.

Ein spezieller Jubilar
Zum Schluss gab es eine wichtige Wortmeldung und diese bezog sich auf einen weiteren Jubilar. Gabriela Fosado Wydhooge, Ressortverantwortliche «Personal» der Kirchenpflege, verdankte unter grossem Applaus Markus Schmid selber für sein 20-Jahr-Jubiläum in der Kirchenpflege. Mit vielen positiven Adjektiven seiner Mitarbeitenden wurde der seit 2007 das Gremium präsidierende Fricker, verdankt und wies, bevor sich die Versammlung dem Apéro widmete, noch einmal auf die Wichtigkeit der gesamten Kirchenpflege fürs Pfarreileben hin.

Bild: Im Rampert Saal Foto: zVg