(ue) Anfang April verwandelte sich die Oberstufe Frick in ein lebendiges Zentrum der Nachhaltigkeit. Die Schülerinnen und Schüler der 1. Oberstufe stellten ihre Kreativität und ihr Engagement unter Beweis, indem sie an einer Vielzahl von Projekten arbeiteten.
Gemeinsamer Nenner war es, das Bewusstsein für ökologische und soziale Verantwortung zu schärfen. In diesem Rahmen wurde den Lernenden eine bunte Auswahl an Kursen präsentiert. So gab es einen Kurs, bei dem die Schülerinnen und Schüler mehrere Bäume auf dem Schulgelände pflanzten. Hierbei beschäftigten sich bei nicht gerade einladendem Wetter intensiv mit der Bedeutung und den Funktionen von Bäumen und hielten sich nahezu die ganze Zeit im Freien auf. Im Kurs «Nachhaltigkeit in und um die Küche» erneuerten die Teilnehmenden den Kräutergarten der Schule und vertieften dabei ihr Wissen in Kräuterkunde und nachhaltiger Ernährung. Praktisch anwenden konnten sie ihr Wissen dann sogleich beim Kochen und Backen, wobei die frisch gepflückten Kräuter zum Einsatz kamen. Ein weiteres Highlight war der Kurs «Pre-loved», der sich mit den Schattenseiten der Modeindustrie auseinandersetzte und nachhaltige Alternativen zum bedenklichen Trend der Fast-Fashion aufzeigte. Die Lernenden überlegten hier, wie sie ihren eigenen Kleiderkonsum kritisch hinterfragen und verantwortungsvoll gestalten können. Die Bedeutung des Waldes wurde im Kurs «Lebensraum Wald» erforscht. Die Jugendlichen ver- brachten viel Zeit im Freien, um mehr über die Flora und Fauna unserer Wälder zu lernen und über deren Schutz zu diskutieren. Dabei stellten sie dann auch fest, dass man mit heutigen Edel-Sneakern im Matsch nicht unbedingt gut vorwärtskommt, und so gab es beim einen oder der anderen einen gelegentlichen Ausflug in die Horizontale und dreckige Schuhe und Kleidung. Für Lehrperson Angela Stallnig hat sich der Kurs allein schon deshalb gelohnt, weil es auch Jugendliche gab, die im Rahmen dieses Kurses zum ersten Mal überhaupt im Wald waren. Ein praktischer Ansatz wurde im Kurs «Upcycling» verfolgt, wo morsche Schulhofbänke renoviert und mit umweltverträglichen Farben kreativ neugestaltet wurden. Dieses Projekt demonstrierte eindrucksvoll, wie man durch Kreativität und handwerkliches Geschick mit nachwachsenden Res- sourcen sein Umfeld beleben kann. Man merkte den Schülern und Schülerinnen hier ihre Freude an der Mitgestaltung ihres Schulgeländes spürbar an: Manche, waren gar nicht von ihrem Werkzeug zu trennen und arbeiteten auch in der Mittagspause weiter. Für sie kam es einfach nicht in Frage, «nur halbe Sachen» abzuliefern. Weitere Kurse wie «Littering und Recycling» und «Nachhaltige Landwirtschaft» boten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv mit Themen wie Müllvermeidung, Biodiversität und ökologischer Landwirtschaft auseinanderzusetzen. Die Projektwoche endete mit einer Ausstellung, bei der die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte den Eltern und der Schulgemeinschaft präsentierten. Hier wurden auch selbst gebaute Insektenhotels unter den sehr bietfreudigen Lehrpersonen und Eltern versteigert. Dieser erfreuliche
Abschluss belohnte nicht nur die harte Arbeit und das Engagement der Schülerinnen und Schüler, sondern zeigte auch das grosse Interesse, das die Eltern der Arbeit ihrer Kinder an der Schule Frick entgegenbringen. Christian und Sarah Volkmer aus Wittnau fanden es beispielsweise eindrücklich zu sehen, wie viele Ressourcen zur Herstellung von Kleidung nötig sind und nannten die Projektwoche einen tollen Input zum Thema Nachhaltigkeit, den es zu ihrer Schulzeit so noch nicht gegeben hätte. Insgesamt wurden im Rahmen der Projektaktion durch Verkäufe und Versteigerungen knapp Tausend Franken eingesammelt, die nun nachhaltig eingesetzt werden.