(db) Der Joderklub Frick durfte am Samstag sein 70-Jahre-Jubiläum feiern. Dabei wirkte er eher 70 Jahre jung als 70 Jahre alt. Was macht diesen Klub so dynamisch? Hier eine kleine Spurensuche von A bis E.
Anfang 1956 gründeten ein paar Männer aus Frick den Jodlerklub. Die Gründungsmitglieder sind zwar nicht mehr unter uns, aber deren zuversichtlicher, lebensfroher Sängergeist ist lebendig. Er ist sowohl bei den erwachsenen Klubmitgliedern als auch bei der quirligen Kinderschar vom Chinderjodlerchörli spürbar. Diese sängerische Verbundenheit gibt einerseits Halt und andererseits auch die Freiheit, die Tradition weiterzuentwickeln und dadurch lebendig zu erhalten.
Beständigkeit und das musikalische Herzblut, mit welchem der Dirigent Matthias Hunziker den Klub seit 30 Jahren prägt, trägt diesen freudigen Geist der Gründer in sich. So konnte der Jodlerklub Frick am Samstag mit einem bunten Strauss von Jodelliedern aufwarten. Hier erwähnt sei das Lied «Sunneufgang», eine Eigenkomposition des Dirigenten, mit welchem der Klub den diesjährigen Jodlerabend eröffnete. Das persönliche Engagement ist auch bei vielen Klubmitgliedern spürbar. Der Präsident des Jodlerklubs - Markus Kunz - setzt sich mit viel ehrenamtlicher Hintergrundarbeit «mega» für den Klub ein und animiert dadurch viele Klubmitglieder zur Zusammenarbeit für den Klub.
Chinderjodlerchörli, gegründet vor 15 Jahren von Matthias und seiner Frau Trudi. Was aus spontaner sängerischer Freude entstand, trägt heute viel zu der zukunftsgerichteten Lebendigkeit des Klubs bei. Am Jodlerabend wurde dies durch den Projektchor zusätzlich sicht- und hörbar. Er bestand aus jungen Erwachsenen, welche vor einigen Jahren im Chinderjodlerchörli sangen. Man merkte es den jungen Menschen an, dass sie sich gerne an ihre Zeit im Chörli erinnern. Die Freude am Singen war spürbar und die humorvolle Art der Präsentation übertrug sich auf die Zuhörerinnen und Zuhörer.
D Seel e chli lo bambele. - In einer Welt, die sich gefühlt immer schneller dreht und Klein und Gross oft mit Aufmerksamkeit fordernden, elektronisch aufpoppenden Nachrichten stresst, ist es Balsam für die Seele, einen musikalisch einmaligen Moment zu geniessen, der nicht geprägt ist von Lightshows und Soundeffekten. Ohne ein einziges Mikrofon erfüllten die Sängerinnen und Sänger und auch die Musiker der Ländlerkapelle «Furkaklang» den bis auf den letzten Platz gefüllten Konzertsaal mit ihrer Musik. Die leckeren, bodenständigen Älplermagronen trugen dazu bei, dass auch das leibliche Wohl der Konzertbesucherinnen und -besucher nicht zu kurz kam.
Einladung: Wer nun Lust hat, einmal seine Stimme erklingen zu lassen, sei herzlich eingeladen, am Dienstagabend an einer Chorprobe teilzunehmen. Durch die kompetente und humorvolle musikalische Leitung des Dirigenten ist schon so manches sängerisches Talent erwacht: «Lassen Sie sich überraschen!»