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Begeisterndes Canny-Brass-Matinee-Konzert im Monti in Frick

(eing.) Mit dem 1. Konzert im 17 Projektjahr im Fricktal gelang es der Canny Brass ein interessiertes Pub­likum der Fricktaler Blasmusik und Brass-Band-Scene anzusprechen, war doch der Monti-Kinosaal in Frick bis auf wenige Plätze vollends besetzt.

Im Eröffnungs-Konzertmarsch «Simoraine» der überregionalen Brass Band unter der Stabführung von Hans Nigg war bereits ein Unterschied in der Akkustik auszumachen. Der Kinosaal ergab ein anderes Klangbild. Der Hall verklang rascher, aber durch die Nähe des Pub­likums zur Bühne, waren die Einzelstimmen exakt zu hören und das Gesamtvolumen sowie die tonliche Stimmung der 28-köpfigen Band überzeugte.
Im «Ein Morgen, ein Mittag und ein Abend in Wien», aus einer Operette von Franz von Suppé, wechselten sich langsame Melodien mit quicklebendigen Passagen auf denen alle Register in ihrer Fingerfertigkeit vollends gefordert waren.
Das Trinklied «Brindisi» aus Verdis Traviata wurde von Monika Zuppiger, Cornet, mit ihrer tonlichen und technischen Fertigkeit in höchster Tonhöhe und Paolo Frischknecht, mit der sonoren Melodie auf dem Euphonium, begeisternd vorgetragen. «The Old Celtic Cross», einem walischen Volkslied, ertönte in der Leitmelodie das Cornet-Solo mit feinstem Klang, während es gleich darauf mit dem «Napoleon Galopp» turbulenter zu und herging. Alle Musikstücke wurden von der Ansagerin Helen Gloor mit ihrer charmanten Art, mit profundem Wissen und ausführlicher Beschreibung ergänzt.
Der Auftakt nach der Pause, Musik zum Western «Die glorreichen Sieben», wirkt auch nach 64 Jahren einfach grossartig und passend in einen Kinosaal. Mit der «Birewegge Polka» einem eigens für Brass Band umgeschrieben Ohrwurm stand auch noch volkstümliches Musikgut auf dem Programm.
Mit «Valero», und einem gewaltigen Bass-Register-Rhythmus zauberte die Band südamerikanische Lebensfreude in den Saal. Ein Höhepunkt war jedoch die virtuose Interpretation von «My Old Kentucky Home» von Kurt Schmid am Bariton. Der feine Ton, die technische Fertigkeit und nicht zuletzt der grossartige Vortrag begeisterten und verlangten nach einer Zugabe.
«Pasttime with good Company» steigerte sich vom dezenten Trommelspiel zum grossen Finale. Das begeisterte Publikum kam darauf noch in den Genuss zweier Zugaben, dem Marsch «Unter dem Doppeadler» und zuletzt dem grossen Finale mit der schottichen Hymne «Highland cathedral».
Der Abstecher der Canny Brass ins Fricktal hat sich nach Aussagen und Meinungen des Publikums in jeder Hinsicht gelohnt, beste Brass-Musik bei vollen Rängen. Dies verlangt nach einer Wiederholung.

Foto: zVg