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Aargauer Komitee für die Biodiversitätsinitiative: «Jetzt - gemeinsam handeln!»

(pd) «Wir müssen mehr tun für die Biodiversität und wir alle können einen Beitrag leisten», ist das Aargauer Komitee für die Biodiversitätsinitiative überzeugt. Das Ja zur Initiative sei ein Ja zum Auftrag an alle Akteure, miteinander zusammenzuarbeiten und gemeinsam für die Biodiversität aktiv zu werden.

Biodiversität habe nichts mit links oder rechts zu tun, mit städtisch oder ländlich, mit reich oder arm, so das Aargauer Komitee für die Biodiversitätsinitiative. Es gehe schlicht und einfach um unsere Lebensgrundlage. Sie sorge für sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Bestäubung von Pflanzen und gesunde Nahrung. Der Biodiversität in der Schweiz gehe es sehr schlecht. Bereits jetzt seien wichtige Lebensräume bedroht und ein grosser Teil der Tier- und Pflanzenarten seien gefährdet oder sogar schon ausgestorben. Der Handlungsbedarf sei unbestritten. Das würden der Bundesrat, die Kantone, der Städte- und der Gemeindeverband sagen und zweimal auch die Mehrheit im Nationalrat. Die Biodiversitätskrise sei Realität. «Wir müssen gemeinsam die Trendwende schaffen. Wegschauen und so tun, als existiere das Problem nicht, ist teurer als jetzt zu handeln und gefährdet schlussendlich unsere Lebensgrundlagen», betont das Komitee.
Und weiter: «Wenn wir gemeinsam handeln, und alle einen Beitrag leisten, ist der Erhalt unserer Biodiversität möglich.» Für das Aargauer Komitee für die Biodiversitätsinitiative steht dabei Qualität vor Quantität. Sie sieht diesbezüglich im Kanton Aargau gerade auch das Siedlungsgebiet in der Pflicht, mehr für die Biodiversität zu tun. Auch braucht es mehr finanzielle Mittel, um die Biodiversität zu fördern.
Matthias Betsche, Geschäftsführer Pro Natura Aargau, Grossrat GLP: «Wir brauchen die Biodiversität, sie ist für unsere Lebensqualität unabdingbar. Denn eine vielfältige Natur sorgt für sauberes Wasser, fruchtbare Böden, gesunde Nahrung, Rohstoffe und Medikamente. Sie ist von unschätzbarem Wert für uns, unsere Kinder und Enkelkinder. Deshalb müssen wir sie erhalten».
Gabriela Suter, Mitglied der Umweltkommission, Nationalrätin SP: «Rund die Hälfte der natürlichen Lebensräume ist bedroht, und über ein Drittel unserer Tier- und Pflanzenarten sind gefährdet oder bereits ausgestorben. Massnahmen zur Sicherung der Biodiversität sind dringlich».
Christina Bachmann-Roth, CEO Fromagerie Amstutz, Präsidentin Mitte Frauen Schweiz: «Mit dieser Initiative wird die Biodiversität in der Verfassung verankert. Das Ja zur Initiative ist ein Auftrag an alle Akteure, miteinander zusammenzuarbeiten und gemeinsam den Handlungsbedarf für die Biodiversität anzugehen.»
Beat Flach, Baujurist MLaw/SIA, Nationalrat GLP: «Der Bundesrat hat für die nächsten drei Jahre 276 Mio. Franken aus dem Verpflichtungskredit «Natur und Landschaft» gestrichen. Es fehlt an finanziellen Mitteln, um die Qualität der bestehenden Lebensräume zu erhalten. Es braucht die Initiative, damit endlich mehr getan wird für die Biodiversität.»
Thomas Baumann, Landwirt Ing. agr. ETH, Grossrat Grüne: «Die Schweiz unternimmt zu wenig für den Erhalt unserer Natur. Besonders im Siedlungsraum gilt es Potentiale zu realisieren und ökologische Infrastruktur zu vernetzen.»
Weitere Zitate von Aargauer Komiteemitglieder sind auf der Website des Ja Komitees zu finden: www.biodiversitaetsinitiative.ch/ag/